Will Smith: Fast hätte er seinen krebskranken Vater ermordet

Fabia SoellnerFabia Soellner | 04.11.2021, 21:48 Uhr
Will Smith: Fast hätte er seinen Vater ermordet
Will Smith: Fast hätte er seinen Vater ermordet

IMAGO / Future Image

Bei Will Smith geht's nun ans Eingemachte. In seiner kommenden Autobiografie berichtet der Hollywood-Star nicht nur von seiner Kindheit, sondern beschreibt auch das Leben unter der Fittiche seines alkoholkranken Vaters.

Es ist immer wieder erschreckend zu sehen, wie unglamourös doch oft die Kindheit der so hell glänzenden Stars ist. Will Smith hat da einiges zu erzählen und beschreibt in seiner Autobiografie, wie er die Misshandlung seiner Mutter mit ansehen musste.

In einer Passage des Buches offenbart er, dass er darüber nachgedacht hatte, seinen Vater umzubringen. Und das, um seine Mutter zu rächen.

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Will Smith: „Er war gewalttätig“

Es scheint, als wäre die Beziehung zwischen Smith Senior und Junior noch nie sonderlich einfach gewesen. Zusammen mit seiner Mutter Caroline Bright und seinem Vater Willard Carroll Smith Senior ist der Schauspieler in Philadelphia groß geworden, und blickt zurück auf eine düstere Kindheit.

„Als ich neun Jahre alt war, habe ich gesehen, wie mein Vater meine Mutter seitlich auf den Kopf geschlagen hat – und zwar so hart, dass sie zusammengebrochen ist. Ich habe gesehen, wie sie Blut spuckte“, schreibt der 53-Jährige. Smith Eltern haben sich im Jahr 2000 schließlich getrennt, während der Hollywood-Star selbst noch ein Teenager war.

Sein Vater ein schwerer Alkoholiker und hat seine Ehefrau wohl immer wieder schwer misshandelt, wie die Autobiografie nun aufweist. Trotz allem hat Smith Senior seinen Sohn jedoch geliebt, wie der Schauspieler sich erinnert: „Mein Vater war gewalttätig, aber bei jeder meiner Spiele, Aufführungen und Events war er da. Er war ein Alkoholiker, bei jeder meiner Premieren jedoch nüchtern. Er hat jedes meiner Studios besucht.“

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Will Smiths Einsicht in letzter Minute

In so einem gewalttätigen Umfeld aufzuwachsen, ist für ein Kind nicht einfach. Und auch Will Smith hatte Schwierigkeiten, diese Erlebnisse zu verarbeiten. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn erreicht einen Tiefpunkt, als Smith Senior an Krebs erkrankte und der Schauspieler ihn pflegen musste.

„Eines Nachts, als ich ihn vom Schlafzimmer ins Badezimmer schieben musste, kam eine Dunkelheit in mir auf. Der Weg zwischen den zwei Zimmer führt an einer Treppe vorbei. Als Kind hatte ich mir geschworen, meine Mutter eines Tages zu rächen“, schreibt der Alladin-Star.

„Ich habe an den Treppen haltgemacht“, fährt er fort, „Ich hätte ihm runterwerfen können, und keiner hätte Verdacht geschöpft. Die ganzen Jahrzehnte des Ärgers, Schmerzes und des Grolls sind hochgekommen, jedoch dann wieder abgeklungen, sodass ich einfach meinen Kopf geschüttelt und Daddio ins Badezimmer gefahren habe.“

Autobiografie „Will“ bald erhältlich

Es ist sehr erleichternd zu hören, dass Smith sich seiner Wut nicht hat hinreißen lassen. Sein Vater starb im Jahr 2016, und lässt den Sohn mit einer Lebensweisheit mehr zurück.

„Es gibt nichts, dass dir diese materielle Welt geben kann, dass dich erfüllen wird. Am Ende zählt nur, wie sehr du Menschen geliebt hast – und nicht, wie sehr du geliebt wurdest.“

Für genauere Einblicke in das Leben des Hollywood-Stars lohnt es sich, einen Blick in die Autobiografie des Schauspielers zu werfen. „Will“ ist ab dem 9. November erhältlich. (FS)