„Gärten des Grauens“: Schlimmer geht’s immer!

"Gärten des Grauens": Schlimmer geht's immer!
"Gärten des Grauens": Schlimmer geht's immer!

© mahc/Shutterstock

08.08.2021 20:00 Uhr

Wenn man das Wort "Garten" hört, denken die meisten Menschen zuerst an grünen Rasen, schöne Blumen und vielleicht den einen oder anderen Baum. Die "Gärten des Grauens" zeigen aber, dass es auch anders geht - und vor allem schlimmer!

Sich auf die Terrasse setzen, die Füße hochlegen und dem Klang von Insekten und Vögeln lauschen – im eigenen Garten ist es doch am schönsten. Viele hegen und pflegen ihren Rasen, ihre Blumen und die Beete, bauen eigenes Gemüse und Obst an und versuchen neben schönem Aussehen auch eine Wohlfühloase zu kreieren.

Doch wie grauenhaft es um Teile der zeitgenössischen Gartenkultur bestellt ist, zeigen diese ganz wenigen Beispiele. Das wahre Grauen ist leider unendlich größer. Doch dazu später mehr.

Ein Hauch von Nichts

Der Sportplatz in der Schule – wer erinnert ihn nicht? Große Rasenfläche, rote Bahnen und weiße Streifen. Ein Bewohner sah wohl seinen Garten davon inspiriert – allerdings ohne die große Rasenfläche und ohne weiße Streifen. Ein bisschen sieht es ja nach Wüste aus…

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Zoo im Garten

Wer braucht schon Schmetterlinge im Bauch, wenn man sich auch einfach den ganzen Zoo in den Garten holen kann? Das haben sich vermutlich die Herrschaften gedacht, denen dieser bunt gespickte Vorgarten gehört. Leider hat es nur für Plastiktiere gereicht, aber immerhin.

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E.T. lässt grüßen

Wenn man denkt es geht nicht mehr, dann kommt ein E.T.-inspirierter Garten daher. Bunte Wandbemalung, Statuen von den außerirdischen Freunden und planet-förmige Lampen – ziemlich abgespacet!

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Obszöne Gartendeko

Für einen Wow-Moment sorgt ein Garten in Köln. Auf grauen Kieseln und vor wehenden Gräsern steht ein kleiner Teich (eine braune Holzschüssel), im Schatten eines graziös anmutenden, beinahe realitätsnahen… Männlichen Geschlechtsteils. Oder, auf gut deutsch: Ein dicker Penis. Ob das wohl ein Springbrunnen ist?

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Achtung, Verwechslungsgefahr!

Bei dem nächsten Grundstück muss man zweimal schauen, denn es herrscht arge Verwechslungsgefahr. Erst auf den dritten Blick wird klar, dass es sich bei diesem Grundstück nicht um ein Gefängnis handelt, sondern um ein Privatgrundstück.

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Die Stephen-King-Fantasie

Ein hoch eingezäunter Garten, ein einzelnes Wipp-Pferdchen, eine Bank und auf der Rückseite ein blickdichter Zaun… Was könnte mehr Stephen King schreien als diese skurille Szenerie in jemandes Garten?

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Der wundersame „VerpissDich-Garten“

Welcher Gartenbesitzer kennt es nicht? Man buddelt in seinem Beet am Rande des Grundstücks und watsch! fasst man in einen schönen dicken Hundehaufen. Diese Grundstücksbesitzer*innen scheinen davon gestrichen die Nase voll zu haben und sind auf etwas pflegeleichteres umgestiegen. Der Postende nennt es liebevoll den „VerpissDich-Garten“.

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Gartenzwerge-Paradies

Gartenzwerge sind schon tolle Accessoires! Strategisch in den Beeten verteilt können sie einen Garten wunderbar aufwerten. Allerdings gilt hier die Regel: Weniger ist mehr! Das beweist uns perfekt dieses Gartenbeispiel… „Gnomeo und Julia“ wären wohl im Paradies.

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Schottergärten gegen Mutter Natur

Grundsätzlich ist das Design des eigenen Gartens natürlich jedem selbst überlassen. Was sie allerdings trotzdem zu Horrororten für Mutter Natur macht. Denn Schottergärten bieten weder Nahrung, noch Unterschlupf für Insekten und andere Tiere, weshalb sie in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt bereits verboten sind. Es gibt nämlich eine sogenannte Begrünungspflicht für nicht überbaute Flächen. Private Gärten machen etwa die gleiche Fläche wie deutsche Naturschutzgebiete aus, weshalb Gärtner*innen eine gewisse Pflicht an die Umwelt haben.

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Was haben wir gelernt? Sachen wie z.B. „Pflegeleicht“ heißt für einige Zeitgenossen  wohl, weg mit dem Grünem – her mit dem Schotter!

Zu verdanken haben wir das bizarre Sammelsurium übrigens dem Biologen, Gartenexperten und Anti-Schottergarten-Aktivisten Ulf Soltau. Der hat die schlimmsten Beispiele der hiesigen Gartenkultur zusammengetragen. Nicht nur in Buchform oder als Kalender – auch via Facebook und Instagram versammelte er Beispiele der neuzeitlichen Gartenverstümmelung. Und da wird ständig nachgeladen! Absolut zu empfehlen! Abonnieren!

(AKo)