Enger Vertrauter von James CameronMit 63 Jahren verstorben: Trauer um „Titanic“-Produzenten Jon Landau

Jon Landau kämpfte monatelang gegen eine Krebserkrankung, am 5. Juli starb er im Alter von 63 Jahren. (ae/spot)
Jon Landau kämpfte monatelang gegen eine Krebserkrankung, am 5. Juli starb er im Alter von 63 Jahren. (ae/spot)

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SpotOn NewsSpotOn News | 07.07.2024, 09:31 Uhr

Er hat Filmhits wie "Titanic" und "Avatar" produziert und ist damit in die Hollywoodgeschichte eingegangen. Jon Landau war einer der engsten Mitarbeiter von Star-Regisseur James Cameron. Sein früher Tod mit 63 Jahren erschüttert Hollywood.

Produzent Jon Landau (1960-2024), bekannt für den Filmklassiker "Titanic" und die "Avatar"-Filme, ist tot. Wie mehrere US-amerikanische Medien übereinstimmend berichteten, starb der oscarprämierte Landau am 5. Juli im Alter von 63 Jahren. Laut "Variety" soll er 16 Monate lang an Krebs gelitten haben. Sein Sohn Jamie bestätigte die traurige Nachricht gegenüber "The Hollywood Reporter".

Er war an vielen Kultfilmen beteiligt

Als enger Mitarbeiter von James Cameron (69) produzierte der aus Brooklyn im Bundesstaat New York stammende Produzent neben "Titanic" (1997) auch "Avatar – Aufbruch nach Pandora" (2009) und dessen Fortsetzung aus dem Jahr 2022 – drei der umsatzstärksten Filme aller Zeiten. Er war auch Chief Operating Officer von Camerons Produktionsfirma Lightstorm Entertainment. Dort produzierte das Duo Filme wie "Solaris" (2002) und "Alita: Battle Angel" (2019) und plante die Zukunft der Avatar-Reihe. Davor war Landau Executive Vice President der Spielfilmproduktion bei 20th Century Fox. Während dieser Zeit betreute er Kultfilme wie "Stirb langsam 2", "Mrs. Doubtfire" und "Power Rangers".

"Titanic" war der erste Film, der an den Kinokassen weltweit die Marke von einer Milliarde Dollar überschritt. Der dreistündige Film gewann zudem rekordverdächtige elf Oscars, darunter für den besten Film. Schon beim ersten Entwurf des Dramas habe er sich "in ihn verliebt", sagte der Produzent einmal. "Es war nicht nur das Drehbuch, sondern auch die Idee, dass dies das letzte Mal sein könnte, dass ein epischer, altmodischer Film mit Hunderten und Hunderten von Statisten gedreht wird – die nicht digital sind."

Kollegen würdigen den Verstorbenen

Während sich James Cameron noch nicht zu dem Verlust seines engen Vertrauten gemeldet hat, würdigte "Titanic"-Star Frances Fisher (72) den Verstorbenen am 6. Juli. In einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) schrieb sie: "Ruhe in Frieden, Jon." John Bergman, Co-Vorsitzender von Disney Entertainment, betonte in einer Erklärung, Landau habe in der Filmindustrie "unauslöschliche Spuren" hinterlassen: "Jon war ein Visionär, dessen außergewöhnliches Talent und Leidenschaft einige der unvergesslichsten Geschichten auf der Leinwand zum Leben erweckten. Er war ein ikonischer und erfolgreicher Produzent, aber ein noch besserer Mensch und eine wahre Naturgewalt, die alle um ihn herum inspirierte."

Auch die Filmemacher Peter Jackson (62) und Fran Walsh (65), deren Firma Wētā FX die visuellen Spezialeffekte für die "Avatar"-Filme lieferte, veröffentlichten ein Statement: "Wir sprechen für das gesamte Team von Wētā FX, wenn wir sagen, dass wir über den Verlust von Jon Landau am Boden zerstört sind. Jon war nicht nur eine monumentale Figur in der Filmbranche, sondern auch ein geschätzter Mitarbeiter und Freund." Er habe eine "beispiellose Leidenschaft in die Projekte" eingebracht. "Unser tiefstes Mitgefühl gilt Jons Familie und seinen Angehörigen sowie Jim und dem Team von Lightstorm Entertainment."

Landau hinterlässt laut "Variety" seine Frau Julie, mit der er fast 40 Jahre verheiratet war, und ihre beiden Söhne Jamie und Jodie.