Einstimmige EntscheidungUrteil im Prozess gegen Johnny Depp: Amber Heard ist schuldig!

Amber Heard kurz vor der Urteilsverkündung im Verleumdungsprozess gegen Johnny Depp. (wue/spot)
Amber Heard kurz vor der Urteilsverkündung im Verleumdungsprozess gegen Johnny Depp. (wue/spot)

BRENDAN SMIALOWSKI/AFP via Getty Images

SpotOn NewsSpotOn News | 01.06.2022, 21:50 Uhr

Die Geschworenen im Verleumdungsprozess von Johnny Depp gegen Amber Heard haben sich auf ein Urteil geeinigt: Die Schauspielerin ist in ihren Augen schuldig.

Amber Heard (36) hat sich der Verleumdung schuldig gemacht! Zu diesem Ergebnis sind die Geschworenen im Prozess von Johnny Depp (58) gegen seine Ex-Frau gekommen. Da die Geschworenen nicht alle Unterlagen korrekt ausgefüllt hatten, verzögerte sich die Verkündung des Urteils. Es wurde schließlich am 1. Juni gegen 21:20 Uhr deutscher Zeit verlesen.

Die Jury kam zu der einstimmigen Entscheidung, Depp habe bewiesen, dass Heard verleumderisch gehandelt hatte.

Die Geschworenen legten fest, dass die Schauspielerin Schadenersatz in Höhe von insgesamt 15 Millionen Dollar an Depp zahlen solle. Heard wiederum wurde im Rahmen einer Gegenklage ein Schadenersatz in Höhe von zwei Millionen Dollar zugesprochen.

Johnny Depp war für die Verkündung nicht vor Ort in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia. Er befindet sich derzeit in Großbritannien, wo ihn zuletzt seine Ex-Freundin Kate Moss (48), die im Prozess per Videoschalte ausgesagt hatte, bei einem Konzert in London besucht hatte.

„Lügen“ oder „überwältigende“ Beweise?

Nach rund sechs langen Prozesswochen hatten die Anwälte der beiden Parteien am 27. Mai ihre Schlussplädoyers gehalten. Depps Seite hatte gefordert, die Schauspielerin für ihre „Lügen“ zur Rechenschaft zu ziehen und ihm „sein Leben“ zurückzugeben. Heards Anwälte erklärten unterdessen, dass es „überwältigende“ Beweise gebe, dass der Hollywoodstar seine Ex-Frau missbraucht habe. Die Jury zog sich daraufhin zu ihren Beratungen zurück.

Johnny Depp hatte Amber Heard wegen eines Beitrags, den sie 2018 in der „Washington Post“ veröffentlicht hatte, auf 50 Millionen Dollar verklagt. In dem Kommentar behauptete die Schauspielerin, Opfer von häuslicher Gewalt zu sein. Ihren Ex-Mann hatte sie nicht namentlich erwähnt. Depp hatte behauptet, der Beitrag habe dennoch seine Karriere ruiniert und seinen Ruf beschädigt.

Heard hat eine Gegenklage gegen ihren Ex in Höhe von 100 Millionen Dollar eingereicht. Die beiden hatten ursprünglich 2015 geheiratet. Bereits 2016 trennten das Paar sich wieder und wurde 2017 geschieden. Beide Parteien haben sich unter anderem mehrfach gegenseitig der häuslichen Gewalt beschuldigt.