SeriennewsNeue Serie „Der Palast“: Schillerndes Showbusiness trifft auf Familiensaga

Sophia VölkelSophia Völkel | 03.01.2022, 20:01 Uhr
Programmtipp "Der Palast": Schillerndes Showbusiness trifft auf Familiensaga
Programmtipp "Der Palast": Schillerndes Showbusiness trifft auf Familiensaga

Foto: ZDF / Julia Terjung

Das ZDF kommt mit einem neuen Mehrteiler um die Ecke: zum Jahresanfang zeigt "Der Palast" die schillernde, Glitzer-Glamourwelt des Berliner Friedrichstadtpalastes. Doch auch die Familiengeschichte zweier Schwestern spielt eine wichtige Rolle.

Nachdem das Öffentlich-Rechtliche bereits im letzten Jahr mit seinen Mehrteilern wie „Eldorado Kadewe“ glänzte, startet 2022 noch glamouröser und spektakulärer!

Das TV-Event „Der Palast“ gibt den Auftakt in ein spannendes Fernsehjahr und entführt die Zuschauer vom 3. – 5.Januar im ZDF in die schillernde Welt einer der bekanntesten Revue-Theater der Welt. Die Constantin Television hat das „Las Vegas des Ostens“ zum Schauplatz einer emotionalen, musikalischen und spannungsgeladenen deutsch-deutschen Familiengeschichte gemacht, gemischt mit jeder Menge Tanz, Gesang und Perfomanct.

Darum geht’s in „Der Palast“

Zum ersten Mal in seiner 100-jährigen Geschichte steht der legendäre Berliner Friedrichstadt-Palast im Zentrum einer fiktionalen TV-Serie. Im Mittelpunkt stehen die Zwillingsschwestern Chris und Marlene (in einer Doppelrolle: Svenja Jung), die sich Ende der 80er Jahre das erste Mal im Leben gegenüberstehen und damit eine Reihe von Ereignissen in Gang setzen.

Der ZDF-Dreiteiler „Der Palast“ ist ein ein weiteres Beispiel, wie DDR-Geschichte für schlechte TV-Produktionen herhalten muss. (Die Zeit)

Die Handlung dreht sich natürlich um das Berlin der späten 80er-Jahre: Noch liegt die DDR im politischen Dornröschenschlaf. Die Hauptstadt bereitet sich auf die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Republik vor. Im Friedrichstadt-Palast wird dafür eine große Geburtstags-Show einstudiert. Chris ist Tänzerin im Friedrichstadt-Ensemble und bekommt die einzigartige Chance, ihr erstes Solo zu tanzen. Doch dann passiert etwas, dass das Leben der jungen Frau gehörig auf den Kopf stellt.

Programmtipp "Der Palast": Schillerndes Showbusiness trifft auf Familiensaga

Foto: ZDF/Krzysztof Wiktor


Tausch mit Folgen

Chris steht plötzlich ihrer Zwillingsschwester gegenüber. Die kommt aus dem Westen, Chris wusste das bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Ost und West prallen hier auf eine ganz andere Art und Weise aufeinander: die eine Schwester, die das glitzernde Showbiz des Friedrichstadt-Palastes im sozialistischen Osten genießt und die andere Schwester aus dem kapitalistischen Westen. Dazwischen die gemeinsame Mutter, das bodenständig-konservative Familienunternehmen und der Vater.

Schnell kommt die Frage auf, wie es wohl gelaufen wäre, wenn die beiden das Leben der jeweils anderen führen würde. Kurzerhand machen die beiden Frauen ein Experiment daraus und tauschen ihre Rollen. Sie tauchen jeweils in das Leben der anderen ein, verwirren und täuschen ihre Familien, ihre Kolleg*innen und Freunde, gelangen dabei an ihre emotionalen Grenzen, gehen unter den politischen Gegebenheiten ein enormes Risiko ein, haben jedoch auch bei diesem Abenteuer den größten Spaß…

ZDF/Krzysztof Wiktor

Foto: ZDF/Krzysztof Wiktor

Die hier spielen auch noch mit

Der Dreiteiler „Der Palast“ ist eine Produktion in Zusammenarbeit mit dem ZDF. Uli Edel („Das Adlon – Eine Familiensaga“, „Der Club der singenden Metzger“) führt Regie. Die Drehbücher zur historischen Drama-Serie stammen aus der Feder von Rodica Doehnert („Das Sacher“, „Das Adlon – Eine Familiensaga“), die auch als Creative Producerin fungiert und parallel zur Ausstrahlung der Serie den Roman „Der Palast“ auf den Markt bringt.

Svenja Jung spielt die anspruchsvolle Doppelrolle der Chris / Marlene. In weiteren Rollen sind u.a. Anja Kling, Heino Ferch, Friedrich von Thun, Inka Friedrich, Ursula Werner und viele andere.

Foto: ZDF/Krzysztof Wiktor

Foto: ZDF / Julia Terjung

Für Svenja Jung ist es ihre erste große, herausfordernde Hauptrolle und dann auch noch gleich in einer Doppelbesetzung. 80 Tage lang stand die 28-Jährige für die Verfilmung vor der Kamera, ist in fast jeder Szene zu sehen. Das sei nicht immer leicht gewesen. „Das ist wirklich viel“, sagt Jung der Bild am Sonntag. „Dazu die Tanzszenen, da wird man körperlich noch mal ganz anders gefordert.“ Tanzen dürfte für die Schauspielerin kein Problem sein. Schon als Kind tanzte sie neun Jahre Ballett.

„Ich habe auch Showtanz gemacht, war Funkenmariechen in einer Karnevals-Garde.“ Svenja trainierte für ihre Rolle sogar so hart, dass die Szenen, die mit einem Tanzdouble gedreht werden, gar nicht gezeigt werden müssen. „Vor dem Dreh habe ich noch mal vier Wochen lang jeden Tag von 9 bis 15, 16 Uhr trainiert. Ich musste ja auch den Körper einer Tänzerin bekommen.“

Zu sehen ist sie in dieser Rolle ab dem 03. Januar im ZDF. Auch in der ZDF-Mediathek sind alle sechs Teile abrufbar.