Sonntag, 10. Mai 2020 22:00 Uhr

Farid Bang erklärt hier seine Casting-Show „Das InsTalent“

imago images / Future Image

Farid Bang ist unter die Casting-Show-Juroren gegangen. Allerdings nimmt die Rapper-Granate nicht neben Dieter Bohlen Platz, sondern hat stattdessen seine eigene Talent-Show auf die Beine gestellt. Und das inmitten der Corona-Pandemie.

Aufgrund dieser bangen die Künstler gegenwärtig um ihre Existenz. Sämtliche Auftritte wurden abgesagt und auch lukrative Einnahmequellen wie Festivals finden wohl erst wieder 2021 statt. Doch anstatt sich um seine eigene Zukunft zu sorgen, kümmert sich der 33-Jährige unterdessen um die seiner Anhänger.

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Eine Herzensangelegenheit

In seiner neuen Casting-Show „das InsTalent“ sucht der Düsseldorfer derzeit das begabteste Rap-Talent unter seinen Fans. Das Ganze läuft über Instagram, wodurch sich der raffinierte Name des Projekts erklärt. Die potenziellen Newcomer senden Farid Bang dabei ihre Auftritte per Video zu, die Besten schaffen es jeweils eine Runde weiter.

Für Farid hat sich daraus mittlerweile eine echte Herzensangelegenheit entwickelt und das, obwohl er sich mit der Aktion anfangs eigentlich nur die Zeit vertreiben wollte. „Ich hatte nie Bock mit anderen Stars zu streamen, also hab ich mir gedacht, stattdessen Fans in den Stream zu holen. Das ist cooler und es macht mehr Spaß, mit den eigenen Fans zu interagieren“, erklärte der Rapper gegenüber klatsch-tratsch.de.

So viele haben sich beworben

„Und dann war es eher ein Zufall. Es war also nichts Geplantes, eigentlich wollte ich die Quarantäne-Zeit totschlagen und die Langeweile vertreiben. Dann haben wir aber gesehen, dass wir immer stärkere Talente haben. Da dachte ich mir, komm…machst du hier einen Contest.“

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Und zu genau dem hat der 33-Jährige seine Follower dann eingeladen. Die Resonanz darauf war enorm: „Über den Hashtag ‚dasinstalent‘, über den man sich bewerben konnte, haben sich 5.000 und über einen meiner Live-Streams sogar über 20.000 beworben.“

„Bewerben konnte man sich nur über das Zufallsprinzip, das heißt, jemand der zeigen will, was er kann, schreibt in den Chat des Live-Streams. Nur darüber kann ich ihn auswählen, anders geht es nicht bei Instagram. Außer ‚jaytzunami‘, die wurde über den Hashtag ausgewählt, mit noch einem Kandidaten. Der Rest kam über den Live-Stream“, so Farid.

Auf das Gesamtpaket kommt es an

Mittlerweile sind nur noch elf Kandidaten im Rennen, darunter auch ‚jaytzunami‘, die neben ihrem Talent vor allem durch ihre abgefahrene Frisur heraussticht.

Die Jugendliche hat also wohl das, was man als perfektes „Gesamtpaket“ bezeichnen würde. Genau das, nachdem Farid Bang auch sucht. „In erster Linie wird nach musikalischen Aspekten entschieden. Wer weiter kommt, hängt aber auch davon ab, wie sie rappen, wie sie textlich sind, wie sie performen, was für Flows sie bringen und was sie selber für Typen sind. Also es wird alles unter die Lupe genommen und das kann auch keiner besser machen als ich.“

„Ich glaube nämlich, dass ich als Independent Label die meisten Nummer-1-Rapper in der deutschen Rap-Geschichte rausgebracht habe.“ Darunter befindet sich kein Geringerer als Summer Cem. Sein Album „Cemesis“ stürmte bereits in der ersten Woche auf Platz 1 der Charts. Veröffentlicht 2016, unter der Plattenfirma „Banger Musik“, natürlich.

Was gibt’s zu gewinnen?

Ob der durchtrainierte Fitnessfreak auch eine der Kandidaten, wie zum Beispiel die vielversprechende Jay in seine Obhut nehmen möchte, weiß er allerdings noch nicht. „Ich kann ihr einfach raten, hier weiter zu machen und zu versuchen als Gewinnerin hier raus zu gehen. Vielleicht kommt danach ja auch noch ein besseres Angebot oder sogar ein Angebot von mir – von daher alles locker flockig.“

Ein Vertrag bei „Banger Musik“ gibt es bei „das InsTalent“ also nicht zu gewinnen. Doch worauf darf sich der Sieger dann freuen? „Am Ende wird sich zeigen, was passiert. Ich weiß es natürlich schon, aber ich will nicht zu viel verraten. Das ist alles noch eine Überraschung, die habe ich noch nicht bekannt gegeben. Bei uns geht es in erster Linie darum, dass die Künstler zeigen was sie können und sich beweisen… Man soll zeigen, dass man der Beste ist und ich denke, jeder ist ein Gewinner. Jeder Teilnehmer ist ein Gewinner, allein schon wegen der Aufmerksamkeit und natürlich gibt’s den ein oder anderen, der mehr gewinnt.“

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Das sagt Farid zu den Hater-Kommentaren

Die Aufmerksamkeit und das positive Feedback der Zuschauer, scheinen den Kandidaten allerdings nicht alle Nutzer zu gönnen. Und so gibt es auch bei „das InsTalent“ Hater, die versuchen die Teilnehmer kleinzureden. „Das kann man im Internet leider nicht vermeiden, da nutzt jeder die Anonymität aus, um Leute zu beleidigen. Wir gehen auch nicht darauf ein. Das Einzige was wir machen können ist, die Leute zu blockieren oder auch absichtlich zu übersehen“, erklärt Farid Bang gegenüber klatsch-tratsch.de.

„Wir pflegen einen guten Umgangston, wir haben sehr gut erzogene Kandidaten dabei, die alle vom Inhalt ihrer Musik und ihrer Texte her sehr, sehr gute Musik machen und ich kann meine Hand für die Kandidaten ins Feuer legen, dass wir gut erzogene Leute haben. Wenn man in der Öffentlichkeit kritisiert wird, ist das ja nichts Neues. Morddrohungen und und und. Aber ich nehm es nicht ernst, es ist nur eine Anonymität, die im Internet genutzt wird und nichts Lebensbedrohliches, damit muss man klarkommen und damit muss sich jedes Format abfinden…leider!“

Der 33-Jährige scheint also zu wissen, worauf er sich eingelassen hat. Doch Hater-Kommentare hin oder her: Was Farid da auf die Beine gestellt hat, ist durchaus lobenswert. In Deutschland hat es wohl noch keinen Rapper gegeben, der sich seinen Fans mit einer derartigen Hingabe gewidmet hat.

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