Diese Dame schenkt ihren Angestellten First-Class-Flüge und 10.000 Dollar

Desireé OostlandDesireé Oostland | 27.10.2021, 21:27 Uhr
Sarah Blakely schenkt Angestellten First-Class-Flüge und 10k Taschengeld
Sarah Blakely schenkt Angestellten First-Class-Flüge und 10k Taschengeld

IMAGO / ZUMA Wire

Sara Blakely kann als Self-Made-Milliadärin auf 21 Jahre Erfolg zurückblicken. Doch das wohl größte Highlight der bisherigen Geschichte ihrer körperformenden Unterwäschenmarke "Spanx", ereignete sich in diesem Jahr.

Blakely schloß einen lukrativen Deal mit dem US-Finanzinvestor Blackstone ab. Dieser kaufte einen Großteil ihrer Firma „Spanx“. Kurz darauf wurde ihr Unternehmen 1,2 Milliarden Dollar schwer. Blakely selbst „eine signifikante Beteiligung“ an dem Unternehmen behalten, welches sie vor 21 Jahren mit 5.000 Dollar Startkapital gründete.

Doch Sara Blakley möchte nicht allein von dem Erfolg profitieren und etwas zurückgeben. Daher überrascht sie ihre Angestellten vergangene Woche mit einem der großzügigsten Geschenke die es in Firmengeschichten wohl jemals geben wird.

Flugtickets und 10.000 Dollar Taschengeld für alle Mitarbeiter

Vergangene Woche bedankte sich Sara Blakely bei all ihren Mitarbeiter:innen für den unglaubliche Erfolg und die harte Arbeit. Stolz verkündete die 50-Jährige unter Tränen: „Heute hier zu stehen und darüber nachzudenken, was wir schaffen konnten und was wir erreichen konnten, weil wir authentisch und freundlich sind und Frauen großartige Produkte liefern, dies markiert einen großen Moment für Unternehmerinnen“.

Während ihrer Rede dreht sie einen kleinen Globus in ihrer Hand. Den Grund offenbart sie dann kurze Zeit später: Sara Blakely schenkte all ihren Mitarbeiter:innen zwei First-Class-Flugtickets. Das Ziel der Reise dürfen die Mitarbeiter:innen selbst bestimmen.

 

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Alle brachen in Tränen und Jubel aus. Dann legte Blakley noch einen drauf: „Wenn Sie unterwegs sind, möchten Sie vielleicht zu einem wirklich schönen Abendessen, oder Sie möchten vielleicht in ein wirklich schönes Hotel, und deshalb… bekommen Sie alle jeweils 10.000 Dollar Taschengeld.“

Weiteres Geschrei, verblüffte Gesichter und jede Menge Tränen sind anschließend auf dem Video zu sehen, welches Blakely als Erinnerung auf Instagram teilte. Einige ihrer Angestellten verrieten im Video bereits, wohin sie fliegen möchten: Japan, Kroatien, Südafrika oder Antarktis, schwärmten einige der Frauen. Eine der Frauen will ihre Flitterwochen auf Bora Bora verbringen.

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So wurde die milliardenschwere Idee geboren

Die Erfolgsgeschichte von Sara Blakely begann mit einer weißen Hose und einem Problem. Die damals 27-Jährige hatte sich eine helle Hose für ein Event zugelegt und suchte vergeblich nach Unterwäsche, die nicht durchschimmerte. Die damalige Shapewear bestand aus dicken Materialien, die sich wölbte. Keine gute Grundvorraussetzung für „Shapewear“, die den Körper formen und unbeliebte Stellen kaschieren soll.

Somit musste Blakely sich selbst helfen: Sie nahm eine stärkere Feinstrumpfhose und schnitt die Füße ab. Das Problem beschaffte ihr die Lösung: Die Idee der fußlosen Strumpfhose. Und diese Idee entwickelte Sara Blakely letztlich weiter bis zum Produkt „Spanx“. Heute eine Marke, die jede Frau kennt.

Zum damaligen Zeitpunkt arbeitete sie als Vertreterin für Faxmaschinen. In diesem Job war Sara zwar sehr erfolgreich, wurde für ihre herausragende Leistung auch regelmäßig ausgezeichnet, doch sie wollte mehr vom Leben: Mit 29 Jahren und nur 5.000 Dollar gründete Sara Blakely ihr Unternehmen „Spanx“.

Damit schuf sie nicht nur ein Multi-Million Dollar Unternehmen, sondern schaffte es 2014 auf Platz 93. der Forbes-Liste der einflussreichsten Frauen der Welt.

Sarah Blakely schenkt Angestellten First-Class-Flüge und 10k Taschengeld

IMAGO / ZUMA Wire

„Spanx“: Problemlösung als Schlüssel zum Erfolg

In einer spannenden Gespräch, für ein amerikanisches Business-Format, verrät Sara Blakely ihren „Schlüssel zum Erfolg“.  Sie erkannte ein Alltagsproblem und hat daraus eine neue Industrie geformt, noch bevor die Käuferinnen den Bedarf erkannten.

Sie schuf also in erster Linie etwas für den Kunden. Als ein weniger gelungenes Beispiel für eine solche Problemlösung nennt die 50-Jährige gerne den „Ton der Spülmaschine“.

„Wer springt beim Piepen der Spülmaschine sofort auf und räumt diese auf? Niemand! Das bringt dem Konsumenten keinen Vorteil, da hat der Erfinder nicht zuerst an den Käufer gedacht! Wozu piept das Ding?“ sagt Blakely.

Die Mitarbeiter:innen werden diesen Tag wohl niemals vergessen und für immer stolze Mitarbeiter:innen der Firma Spanx sein! (DO)