Mental Health: Das sind die Top 7 To Dos für deine mentale Gesundheit

Mental Health: Das sind die Top 7 To Dos für deine mentale Gesundheit
Mental Health: Das sind die Top 7 To Dos für deine mentale Gesundheit

Foto: Shutterstock/ eldar nurkovic

15.08.2021 09:50 Uhr

Seien wir mal ehrlich: Die letzten zwei Jahre waren für viele Menschen die wohl schlimmsten ihres Lebens. Natürlich waren wir alle vollkommen unvorbereitet für die Pandemie. Und hat eigentlich überhaupt jemand mal drüber geredet, wie wir uns alle fühlen?

Neben Maskenauflagen und Kontaktbeschränkungen hat es auch die Politik kaum interessiert, wie es den Alleinerziehenden, Studierenden oder Vorerkrankten oder auch den bis dahin psychisch eher stabilen Menschen da draußen geht. Damit du für die nächsten Herausforderungen in deinem Leben besser gewappnet bist, haben wir 7 Tipps für dich, um mental stark und psychisch gesund zu bleiben.

1. Bewege dich – und du wirst dich sofort besser fühlen!

Ja, ein leidiges Thema. Aber es gibt wirklich nichts besseres, um mit negativen Emotionen und Ängsten umzugehen, als mit Sport. Du musst dich jetzt nicht im nächsten McFit anmelden oder beim Ironman mitmachen (geht ja eh nicht mit Corona), aber ein langer Spaziergang am Tag, oder ein klein wenig Yoga am Abend nach einem anstrengenden Home-Office-Marathon können viele inneren Stress-Faktoren abbauen – dazu gehören Gefühle von Angst, innerer Unruhe, oder auch fehlende Motivation im Alltag. Merk dir einfach: Gefühle wollen meistens raus, auch negative. Und Bewegung ist ein guter Katalysator dafür.

Matte ausrollen und loslegen - aber welche Yoga-Art passt am besten? (Symbolbild) (ncz/spot)

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2. Sei gesellig – und du wirst Gesellschaft finden!

Ganz klar, manche Menschen fristen ihr Dasein bestimmt lieber als Kellerkinder oder kriegen bei der Bestellung beim Bäcker schon schwitzige Hände. Wir sind aber soziale Wesen, das heißt, soziale Kontakte und enge Bindungen sind ein elementares Grundbedürfnis. Corona hat das alles natürlich erheblich erschwert. Aber ein Anruf bei Mama nach dem Mittagessen, oder ein Mädels-Abend via Zoom mit ’nem Aperol Spritz am Abend können wirklich Wunder wirken. Oft tendieren wir dazu, uns zurückzuziehen, wenn es uns nicht gut geht. Aber gerade dann ist es wichtig, trotzdem den Kontakt nach außen zu suchen. Trag dir doch mal den Anruf mit deinem Schatz in den Kalender ein: Du wirst sehen, dass der Tag schon viel positiver sein kann.

Kann das Telefon schon im 4G-Netz funken? Die meisten Smartphones haben da kein Problem. Einige ältere Modelle schon.

Christin Klose/dpa-tmn

3. Übe dich in Selbstakzeptanz – dann akzeptieren dich auch die Anderen!

Die Message geht jetzt nicht an alle selbstverliebten Narzissten da draußen, sondern eher an diejenigen, die sowieso schon mit Zweifeln und mangelndem Selbstbewusstsein zu kämpfen haben. Natürlich wirst du dich nicht über Nacht selbst geil finden, ich finde den Begriff Selbstliebe auch sehr überschätzt. Versuche nur einfach mal zu beobachten, wie du den ganzen Tag mit dir selber sprichst. „Gott bin ich dumm, ich kriege einfach nichts gebacken“, oder „Ich bin so faul, wieso schaff ich es nicht, mal die Wohnung aufzuräumen“. Manchmal geht es eben einfach nicht, und das ist auch in Ordnung. Versuche deine Stimmungsschwankungen und vermeintlichen Schwächen auf die leichte Schulter zu nehmen: Mach dir ’nen Tee und binge einfach den ganzen Tag mal Netflix, wenn dir danach ist. Morgen kannst du dich immer noch selber doof finden.

Auch unser Schlafverhalten hat sich in der Corona-Pandemie verändert.

Christin Klose/dpa-tmn

4. Nimm Hilfe an – und dir wird geholfen!

Vielleicht gehörst du auch zu den Leuten, die lieber 10 Mal mehr die Zähne zusammenbeißen, als um Hilfe zu bitten. Es ist wunderbar, wenn du dir deiner eigenen Stärken bewusst bist. Es spricht aber überhaupt nichts dagegen, in manchen Momenten nach dem Hörer zu greifen und jemanden, der dir nahesteht anzurufen, um dich selbst wieder zu stabilisieren. Das kann eine gute Freundin, ein Elternteil oder Therapeut sein. Finde für dich heraus, wer dir guttut. Um Hilfe zu bitten ist keine Schwäche, sondern ganz im Gegenteil: eine Stärke.

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5. Übe dich in Achtsamkeit – und du wirst Entspannung erfahren!

Achtsamkeit wird in vielen spirituellen Ratgebern und Yoga-Workshops als das Allheilmittel für mentale Gesundheit angepriesen. Und daran ist wirklich etwas dran! Die klassischen Methoden um Achtsamkeit zu üben sind zum Beispiel verschiedene Formen der Meditation. In Studien hat man herausgefunden, dass wir mit regelmäßiger Meditation unser Gehirn umprogrammieren können und sogar Depressionen heilen. Du musst jetzt nicht in einen Ashram nach Indien fahren oder als Eremit in einer Höhle dein Dasein fristen. Aber vielleicht kannst du dir einfach mal 5 Minuten nach dem Frühstück Zeit nehmen, dich auf den Boden setzen, dein Handy ausschalten und deine eigenen Gedanken zulassen und beobachten.

Meditation kann bei Stress helfen. (amw/spot)

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6. Schlafe mehr – und du wirst mit ungeahnter Energie belohnt!

Wenn wir schon beim Nichtstun sind: Unser Körper heilt beim Schlafen und ein ausgeschlafenes Gehirn arbeitet viel effektiver und entspannter, als ein unausgeschlafenes. Wenn du kein Fan von Nachmittagsschläfchen bist, kann sich dein Gehirn auch auf langsamen Spaziergängen oder Meditation regenerieren, womit wir wieder beim Thema Bewegung wären. Als Faustregel kannst du dir merken: Wenn du deine Gedanken einfach beobachtest, ohne dich in sie zu verstricken, kann dein Gehirn abschalten.

Ein erholsamer Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. (wue/spot)

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7. Mach eine Therapie – und befreie dich von Altlasten und Ängsten!

Was in den USA schon zum Alltag gehört, ist in unseren Gefilden leider noch immer stigmatisiert. „Was, du machst ne Therapie?“ Nicht selten sprechen die Blicke der eigenen Umfeldes Bände, wenn man verkündet, dass man sich therapeutische Hilfe sucht. Dabei ist das das Normalste der Welt. Denn manchmal sind Eltern und Freunde eben einfach überfragt, vor allem wenn Traurigkeit oder Ängste sehr lange andauern. Es gibt sehr viele Beratungsstellen, wie beispielsweise den PID (Psychotherapieinformationsdienst), um den/die geeignete Therapeut/in für dich zu finden.

(Serena Shtrezi)

Eric Stehfest in der Psychotherapie und die Kamera ist dabei

Livia Brandão und Eric Stehfest. Foto: TVNOW