Angela Merkel: Zum Abschied gibt’s Hildegard Knef und Nina Hagen

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 26.11.2021, 13:09 Uhr
Angela Merkel: Zum Abschied gibt's Hildegard Knef und Nina Hagen
Angela Merkel: Zum Abschied gibt's Hildegard Knef und Nina Hagen

© IMAGO / Bildgehege

Angela Merkel feiert ihren Abschied als Bundeskanzlerin — und zum ersten Mal soll nicht die Vernunft, sondern das große Gefühl regieren.

Auch wenn Angela Merkels (67) Abschiedsfeier als Bundeskanzlerin aufgrund der grassierenden Covid-19-Pandemie kleiner ausfallen wird als gedacht: Die sonst reichlich sachlich wirkende Politikerin dürfte ihren Abschied überraschend emotional feiern.

Angela Merkel: Zum Abschied gibt's Hildegard Knef und Nina Hagen

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Für die Noch-Kanzlerin soll’s rote Rosen regnen

Wie „Der Spiegel“ berichtet, setzt Merkel (die von ihrem wahrscheinlichen Nachfolger Olaf Scholz einen Baum geschenkt bekam) bei der Feier, die kommenden Donnerstag stattfinden wird, auf jede Menge Gefühl.

Demnach soll sich die Kanzlerin für den Großen Zapfenstreich der Bundeswehr auf dem Hof des Verteidigungsministeriums in Berlin den Hildegard-Knef-Klassiker „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ als musikalisches Rahmenprogramm ausgesucht haben.

(N)Ostalgie und Nina Hagen

Für Merkel, die in der DDR groß wurde, wird es außerdem auch etwas Ost-Nostalgie geben: Der Stabsmusikkorps der Bundeswehr ist angewiesen, das Stück „Du hast den Farbfilm vergessen“ zu spielen — ein Song, der für Nina Hagen (66) 1974 in der DDR zum echten Hit wurde. Das Kirchenlied „Großer Gott, wir loben Dich“ komplettiert die mehr oder weniger feierliche Musik-Auswahl der Pfarrerstochter.

Details zur Abschiedsfeier

Rund 200 Personen sollen zu Merkels Abschiedsfeier eingeladen sein. Dazu gehören alle 52 Bundesminister aus ihrer Regierungszeit sowie andere politische wie persönliche Wegbegleiter. Die Kanzlerin soll dabei eine kleine Rede halten, die Zeremonie wird sie im Sitzen abnehmen. Laut „Spiegel“-Informationen soll es den sonst üblichen Empfang im Casino des Bendlerblocks nicht geben. Nur eine ist nicht dabei: EU-Kommissionspräsidenten und Ex-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (63) hält an diesem Tag einen Südamerika-Gipfel ab.

Diese Lieder wünschten sich Merkels Vorgänger und Kollegen

Merkels Vorgänger Gerhard Schröder (77) setzte bei seinem Abschied zwar auf andere Musikrichtungen, blieb dabei aber auch nicht ganz unsentimental: Er suchte sich „Summertime“ aus der Oper „Porgy and Bess“, „Moritat von Mackie Messer“ aus Brechts „Dreigroschenoper“ sowie „My Way“ von Frank Sinatra († 82) aus. Staatsmännisch-imposant gab sich Helmut Kohl († 87): Bei seinem Abschied 1998 wurde unter anderem der Choral „Nun danket alle Gott“ auch die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven gespielt.