Die letzten Minuten von Lady Di: ER hielt die Hand der sterbenden Prinzessin

Claudia HöchsmannClaudia Höchsmann | 16.11.2021, 19:05 Uhr
Die letzten Minuten von Lady Di: Diese Person hielt die Hand der Prinzessin
Die letzten Minuten von Lady Di: Diese Person hielt die Hand der Prinzessin

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Kaum zu glauben, dass der schreckliche Unfalltod von Prinzessin Diana mittlerweile schon 24 Jahre her ist. Nun melden sich die Unfallhelfer zu Wort mit ergreifenden Berichten.

Die Nacht zum 31. August 1997 war eine ganz besondere. Es war die Nacht, in der Lady Diana, die „Königin der Herzen“ nach einem tragischen Autounfall im Pariser Alma-Tunnel verstarb.

Eine Nacht, die auch Frederic Mailliez nie vergessen wird. Als der Arzt Frederic um kurz nach halb 1 Uhr morgens zufällig an der Unfallstelle eintrifft – er war auf dem Weg von einer Geburtstagsparty nach Hause – ahnt er noch nicht, dass er nun um das Leben von Prinzessin Diana (†36) kämpfen würde.

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Lady Diana: Sie hat nicht geblutet aber war fast bewusstlos

Wie er der Zeitung „Daily Mail“ berichtet, merkt er schnell, dass zwei Insassen (Dodi Al-Fayed und der Fahrer Henri Paul) bereits tot sind. Bei den anderen beiden Insassen (Prinzessin Diana und Dianas Bodyguard Trevor Rees Jones) kann er noch Lebenszeichen feststellen. Er holt also sein (weniges) medizinisches Equipment aus dem Auto und kehrt zum Unglückswagen zurück.

Dass es sich bei der Frau, die „hinten auf dem Boden der Limousine saß“ um Prinzessin Diana (†36) handelt, weiß Arzt Frederic Mailliez zu dem Zeitpunkt nicht. Was er aber feststellt ist, dass sie nicht geblutet hat, aber fast bewusstlos war und Schwierigkeiten beim Atmen hatte. Er berichtet weiter: „In den ersten Minuten sah sie gut aus, aber der Unfall war sehr heftig, und man vermutet in einer solchen Situation immer schwere (innere) Verletzungen.“ Diese Vermutung sollte sich später bewahrheiten…

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Hier kämpfen die Helfer um das Leben von Diana

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Dianas letzte Worte: „Oh mein Gott, was ist passiert?“

Frederich Mailliez tut also das einzig Richtige in so einer Situation und setzt einen Notruf ab. Schon bald trifft der Feuerwehrmann Xavier Gourmelon mit seinem Team an der Unfallstelle ein. Sie holen zunächst Dodi (†42) aus dem Auto und versuchen ihn wiederzubeleben. Danach kümmert auch er sich um die Prinzessin, die ihn auf Englisch fragt: „Oh mein Gott, was ist passiert?“ An dramatische Situationen gewöhnt, versucht der Feuerwehrmann Diana zu beruhigen, hält ihre Hand und spricht ihr gut zu.

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Diana und Dodi wenige Tage vor dem Unfall auf einer Yacht vor Sardinien

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Im Krankenhaus verschlechtert sich ihr Zustand dramatisch

Zu diesem Zeitpunkt ist Dianas Puls laut Feuerwehrmann-Kollegen Philippe Boyer noch „gut und ziemlich stark“. Mit diesem hoffnungslosen Gefühl wird Diana in den Krankenwagen geladen. Doch ihr Blutdruck beginnt schon bald zu sinken – was, wie befürchtet, für innere Verletzungen spricht. Als der Krankenwagen das Pitié-Salpêtrière Krankenhaus erreicht, erleidet Prinzessin Diana kurze Zeit später einen Herzstillstand. Die Ärzte kämpfen noch bis 4 Uhr morgens um das Leben der Prinzessin, bis sie die Wiederbelebungsmaßnahmen schließlich einstellen.

Der katholische Pater Yves-Marie Clochard-Bossuet, der vom britischen Botschafter gerufen wurde, verbringt die darauffolgenden Stunden betend neben der toten Prinzessin. Dramatische Stunden, die vor allem den Ersthelfern sicherlich immer in Erinnerung bleiben werden.