InterviewKim Beeker: Wie geht’s weiter beim „Goodbye Deutschland“-Paar nach Trennung von den Robens?

Kim Beeker: Wie geht's weiter beim "Goodbye Deutschland"-Paar nach Trennung von den Robens
Kim Beeker: Wie geht's weiter beim "Goodbye Deutschland"-Paar nach Trennung von den Robens

Kim Beeker privat

Redaktion KuTRedaktion KuT | 24.02.2022, 21:15 Uhr

Caro und Andreas Robens führen bereits seit Jahren ihr Lokal "Iron Diner" in Arenal. Gemeinsam mit dem Pärchen Kim Beeker und Ercan Ayebe wollten sie „Iron Diner Cala Millor“ betreiben.

Doch es sollte ganz anders kommen: Denn im August 2021 verkündeten die Robens, dass sie aus dem gemeinsamen Projekt aussteigen werden. Kim Beeker und Ercan Ayebe wollen das Lokal, übrigens die einstige Faneteria von Jens und Daniela Büchner, nun alleine betreiben.

Kim Beeker berichtet von den Problemen

Aber was war eigentlich passiert? klatsch-tratsch.de hakte bei den beiden nach und die berichten: „Am Anfang stand das Problem das wir in Arenal keinen Außenbereich hatten und die Innenräume aufgrund der Pandemie nicht geöffnet werden durften. Keine Urlauber, festangestelltes Personal, keine Einnahmen also von Beginn an 4000 bis 6000 Euro minus pro Monat. Wir wollten das Lokal dann schließen und erst öffnen wenn Urlauber ohne Probleme einreisen und die Innenräume öffnen dürfen. Das wurde von Caro und Andreas abgelehnt mit der Begründung es sei schlechte Werbung und man würde uns bald die Türe einrennen.“

Und weiter: „Wir haben festgestellt das die Kalkulation des Iron Diner Konzeptes nicht aufgeht. Die Preise der Gerichte waren nicht auf die hohen Kosten des Einkaufs abgestimmt. Ein normaler Burger z.B hat uns im Einkauf 4,50 Euro gekostet und wurde für 4,90 verkauft, da sind die Gas/ Strom und Personalkosten noch nicht beachtet. Im Juli haben wir es dann geschafft das wir die Preise anheben und neue Speisekarten bestellen durften. Eine Woche später wurde die Zusammenarbeit aber beendet.“

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Minus im „Iron Diner“ in Arenal

In dem „Iron Diner“ in Arenal konnten die Kosten ebenfalls nicht gedeckt werden, wie Kim weiter erzählt: „In Arenal lagen die Einnahmen bei fünf bis 15 Euro pro Tag. Einmal wöchentlich waren Caro und Andreas vor Ort und haben dies auch in den sozialen Medien beworben, an diesen Tagen stiegen die Einnahmen auf 100 bis 150 Euro pro Tag. Etwas weniger als die versprochen 500 bis 1000 Euro die wir jeden Tag einnehmen würden und uns als zahlen bei Vertragsabschluss vorgelegt wurden. Wir haben also weiterhin 5000-6000 Euro minus gemacht. Im Grunde haben wir jedes Gericht was über die Theke ging verschenkt.“

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Kim Beeker privat

Die monatlichen Kosten waren hoch:

  • Köchin 2300 Euro
  • Kellner 1200 Euro
  • Miete Arenal 850 Euro
  • Nebenkosten 300 Euro
  • Securitas 50 Euro
  • Kaffeemaschine 50 Euro
  • Caro und Andreas 300 Euro
  • Einkauf von frischer Ware, die nicht verkauft werden konnte

Kim und Ercan haben dann einen Entschluss getroffen: „Im Juli haben wir entschieden die Notbremse zu ziehen und wollten Arenal schließen, um nicht noch mehr Geld zu verbrennen. An dem Tag als wir den beiden mitgeteilt haben das Arenal aus diesen Gründen vorübergehend geschlossen wird, haben die beiden das Lokal inklusive aller Bestände übernommen und uns die Zusammenarbeit mündlich gekündigt.

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Kim Beeker privat

So steht es aktuell um das „Iron Diner Cala Millor“

Aber wie geht es jetzt nun weiter? Dazu erzählt Kim: „Die Situation war für uns nicht einfach. Wir haben viel Geld in die Eröffnung der beiden Restaurants gesteckt. Durch das plötzliche Ende der Zusammenarbeit mit Caro und Andreas waren wir ziemlich aufgeschmissen. Wir hätten eine Woche Zeit gehabt ein neues Konzept zu erstellen (neuer Name, neue Speisekarte, Werbung, Einkauf etc.) und das zum Ende der eigentlichen Saison. Das hat uns sehr belastet und wäre wieder ein großer Kosten Aufwand gewesen. Wir haben entschieden das Lokal dann erstmal zu schließen und den Winter zu nutzen um eine Lösung zu finden. Auch das war nicht einfach weil die Miet- und Nebenkosten weiter liefen.“

Nachdem die Zusammenarbeit mit Caro und Andreas übrigens beendet ist, könnte sich Kim vorstellen, auf Daniela Büchner, ehemalige Besitzerin der Faneteria, zuzugehen, auch wenn vorher kein Kontakt bestand:  „Wir könnten uns vorstellen, Kontakt zu ihr aufzunehmen.“

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IMAGO / nicepix.world

Gemeinsame Sache mit Horst Blum und Arno Paffendorf

Übrigens, das neue Lokal (Adresse: Carrer de Binicanella,16, Son Servera, Islas Baleares, Spain, 07560) betreiben Kim und Ercan nicht alleine: „Wir haben im Dezember entschieden das wir nicht alleine weiter machen möchten und uns Horst Blum und Arno Paffendorf dazu geholt. Die beiden haben den Mietvertrag übernommen und ein neues Konzept erstellt“, so das Paar.

Pläne über eine Eröffnung gibt es auch schon und dazu erzählen sie: „Wir planen gemeinsam in die nächste Saison zu starten. Es wird zu Saisonbeginn vor Ostern eröffnet. Nebenbei läuft unsere Ferienvermietung weiter.“