Burger zum BrunchMenowin: Fress-Sucht, Gewichtszunahme und mehr – darum bangt er um sein Leben

Menowin früher und heute
Menowin früher und heute

@ IMAGO/ Horst Galuschka, Menowin/I nstagram

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 30.08.2022, 14:25 Uhr

Ex-DSDS-Star Menowin Fröhlich möchte mit einer Magen-OP sein XXL-Gewicht bekämpfen — und so sein Leben retten. Wie konnte es soweit kommen?

Menowin Fröhlich macht seinen Kampf mit den Pfunden öffentlich. Verbergen könnte er ihn ohnehin nur schwer: Der Ex-DSDS-Star bringt mittlerweile 160 Kilo auf die Waage, ist zuckerkrank und schlapp. Mit einer OP will er Gewicht verlieren, endlich wieder fit werden. Wie konnte es soweit kommen?

Menowin: Essen als Sucht

Klar, normales Essen ist das nicht mehr — sondern Sucht. „Ich habe mich fast verdoppelt innerhalb von einem Jahr. Ich bin in eine Fress-Sucht gerutscht! Ich habe Angst, mich totzufressen“, erzählte der Sänger gegenüber „Bild“.

160kg-Menowin meldet sich aus dem Krankenhaus – und erklärt die Lage

Sucht hat viele Formen — auch Fastfood kann eine davon sein. Für Menowin war der Besuch im Schnellimbiss Standardprogramm. „Bei McDonalds gab‘s IMMER drei große Burger.“ Das Ungesunde wurde Standard!

So viel hat Menowin reingeschlungen

Gegenüber dem Blatt legte er sogar seinen durchschnittlichen, aber eben schockierenden Speiseplan offen. Schokobrötchen mit Extra-Nutella zum Frühstück, schon vor dem Mittagessen drei Big Macs und Schokoriegel. Zu Mittag? Kohlenhydrate, Pasta, Pizza. Jede Menge Chips, auch zwischendurch.



Rund 8.000 Kalorien soll er am Tag laut eigenen Angaben reingeschaufelt haben. Das ist sind 5.500 Kalorien mehr als eigentlich empfohlen. Wie ungesund das ist, braucht nicht extra erwähnt haben. Menowins Blutzucker ist viel zu hoch, er fühlt sich laut eigenen Angaben schlapp, schläft tagsüber immer wieder ein. Für das Herz ist das ohnehin Gift — und für den restlichen Körper genauso. An eine geplante Magenverkleinerung ist derzeit nicht zu denken.

„Ich muss hier jetzt erst mal operationsfähig werden.
Die Blutzuckerwerte sind hoch geschossen wie Raketen.“

Menowin: Kampf gegen die Sucht

Die Bilanz des Sängers: „Ich habe mich fast verdoppelt innerhalb von einem Jahr. Ich bin in eine Fress-Sucht gerutscht! Ich habe Angst, mich totzufressen“.

Essen ist aber bei weitem nicht die einzige Sucht, mit der Menowin Fröhlich kämpfte. Immer wieder machte er in der Vergangenheit mit Alkohol- und Drogenmissbrauch Schlagzeilen. Er machte Entzüge, wurde rückfällig. Zuletzt 2020, als er wegen einem Kokain-Rückfall wieder in die Klinik musste.

Sänger Menowin Fröhlich wiegt jetzt schon 160 Kilo: „Würde mich tot fressen“

„Ich habe gedacht, dass ich alleine, ohne fremde Hilfe, von den Drogen loskomme. Ich bin ein stolzer Mann, ich wollte keine Hilfe annehmen, von niemanden. Doch ich musste mir eingestehen: ich schaffe es nicht alleine. Jetzt und heute bin ich klüger, ich habe das erste Mal professionelle Hilfe. Heute weiß ich, dass ich es schaffen werde“, sagte er 2018 gegenüber „AZ“. Er schaffte es nicht, fiel immer wieder ins Loch. Wegen Trunkenheit am Steuer saß er sogar im Gefängnis. Es ist bei Süchten oft so: eine Sucht wird durch eine andere ersetzt. Bei ihm war es wohl das Essen — bleibt zu hoffen, dass er auch diese Sucht besiegen kann.