StarsSenta Berger spricht offen über Trauer und die Schattenseiten der Schauspielerei

Senta Berger - 02.02.17 - Düsseldorf - Eventpress Golejewski
Senta Berger hat in einem Interview offen über die schwierigen Seiten ihres Berufs und persönliche Verluste gesprochen.
Obwohl die 85-Jährige seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum gehört, empfinde sie die Arbeit vor der Kamera nicht nur als erfüllend. Besonders schmerzhaft seien für sie Ablehnungen bei Rollenbesetzungen. Sie erklärte gegenüber dem ‚Stern‘, dass man sich dabei schnell frage, warum andere bevorzugt würden und man selbst „nichts wert“ sei. Gelassen könne man mit solchen Situationen kaum umgehen, da man sich oft hilflos fühle.
Trotz dieser Erfahrungen wurde Berger erneut für den Deutschen Filmpreis nominiert. Für ihre Hauptrolle im Film Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke hat sie Chancen auf die Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin. Bereits vor einigen Jahren erhielt sie dort einen Preis für ihr Lebenswerk.
Im Interview sprach Berger außerdem über den Verlust nahestehender Menschen. Ihr Ehemann Michael Verhoeven war 2024 im Alter von 85 Jahren gestorben. Auch der Tod ihres langjährigen Freundes Mario Adorf habe sie tief getroffen. „Machen Sie sich keinerlei Hoffnung, es wird nie besser“, so die Schauspielerin weiter. Damit meinte sie, dass die Trauer über geliebte Menschen niemals vollständig verschwinde und jeder Verlust aufs Neue schmerzhaft sei.
Berger machte deutlich, dass Erfolg und Bekanntheit nicht vor persönlichen Krisen schützen. Auch nach vielen Jahren im Filmgeschäft gebe es weiterhin Unsicherheiten, Enttäuschungen und schwere Momente. Gleichzeitig zeigte sie sich dankbar dafür, noch immer als Schauspielerin arbeiten zu können und weiterhin bedeutende Rollen angeboten zu bekommen. Ihre offenen Worte wurden von vielen Menschen als ehrlich und bewegend wahrgenommen.






