StarsDas Mannheimer Landgericht beginnt ein Verfahren gegen Xavier Naidoo

Xavier Naidoo - Nov 11
Das Mannheimer Landgericht beginnt ein Verfahren gegen Xavier Naidoo.
Das Landgericht Mannheim hat ein Strafverfahren gegen den Sänger Xavier Naidoo eingeleitet.
Die Anklage der Staatsanwaltschaft vom Juli 2023 wurde dpa-Berichten zufolge zugelassen. Dem 54-Jährigen wird in vier Fällen Volksverhetzung vorgeworfen, in einem davon zusätzlich Beleidigung. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest.
Laut Anklage soll Naidoo zwischen Dezember 2020 und April 2021 über einen Telegram-Kanal antisemitische Inhalte verbreitet haben, darunter Texte, eine eigene Audiobotschaft sowie die Verlinkung einer fremden Audiobotschaft und eines Videos. Zudem wird ihm vorgeworfen, einen Mitarbeiter der Amadeu Antonio Stiftung beleidigt und dabei Texte mit antisemitischem Inhalt veröffentlicht zu haben. Die Ermittlungen basieren auf mehreren Strafanzeigen, darunter auch der betroffenen Person.
Ein zweites Verfahren, ebenfalls wegen Volksverhetzung, wurde vom Gericht mangels hinreichenden Tatverdachts nicht zugelassen. Die Staatsanwaltschaft hat dagegen Beschwerde beim Oberlandesgericht Karlsruhe eingelegt, die derzeit geprüft wird. Diese zweite Anklage war im Juni 2024 erhoben worden.
Naidoos Anwälte waren für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Der Sänger hatte 2022 ein Entschuldigungsvideo veröffentlicht, in dem er einräumte, sich jahrelang in Verschwörungserzählungen verrannt zu haben. „Ich habe Dinge gesagt und getan, die ich heute bereue“, sagte er damals. Seine Anwälte betonen, die Vorwürfe seien falsch und würden ausdrücklich bestritten. Naidoo lehne jegliches antisemitisches oder rassistisches Gedankengut ab. Das Verfahren markiert einen weiteren Schritt in der juristischen Aufarbeitung der Vorwürfe gegen den umstrittenen Musiker. Während die Ermittlungen und rechtlichen Schritte andauern, bleibt die öffentliche Diskussion über Naidoos Aussagen und deren Konsequenzen weiter im Fokus.







