30.10.2019 16:48 Uhr

Leon Löwentraut reagiert auf die Joop-Klatsche

imago images / Sven Simon

Jungspund Leon Löwentraut (21), der vorrangig von ganz bestimmten Boulevardmedien als der neue Heilsbringer auf dem Kunstmarkt gefeiert wird, äußerte sich jetzt zur Kritik von Wolfgang Joop an seinen bonbonbunten Werken.

Joop sagte dem jungen Mann bei einer Vernissage im Juli ins Gesicht: “Bis jetzt sehe ich noch viel Dekoration – bisschen schnell oben drüber (…) Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, aber du steckst im Dekor”. Nun äußerte sich der Malermeister selbst, er schien Monate gebraucht zu haben, bis er sich von der Verbal-Ohrfeige erholt hatte.

Löwentraut feuerte in einer neuen Ausgabe der n-tv-Doku-Reihe „Inside Art“ gänzlich unbescheiden zurück: „Es ist schwierig für einen Menschen mit einem so dermaßen großen Ego, der jetzt aber nicht mehr so viel leistet, zu sehen wie da jemand anderes einen besseren Job macht“.

Leon Löwentraut reagiert auf die Joop-Klatsche

Leon Löwentraut und Wolfram Kons im Gespräch. Foto: TVNOW / guttutgut

„Nichts davon ist bei Joop ausverkauft“

Löwentraut („Berühmt dafür berühmt zu sein“, Der Spiegel) sehe in der Kritik allerdings keine große Sache: „Ich sag mal so, Kritiker gibts natürlich viele, aber ich reg mich da jetzt gar nicht so dermaßen drüber auf“, erzählt er im Gespräch mit Moderator Wolfram Kons für die n-tv Doku.

Das Verhalten des 72-Jährigen Designders fände er allerdings schade und schiebe es aber auf dessen Unzufriedenheit, weil er nicht mehr so erfolgreich sei: „Wenn man seine Bilder mal anguckt, die er im Internet verkauft, für welche Preise, davon ist eigentlich nichts ausverkauft“. Eine ziemlich heftige und respektlose Reaktion eines Twens, der sich offenbar zu Höherem berufen fühlt.

Die Doku „Inside Art: Leon Löwentraut – Rebell der Kunst“ läuft am 3. November um 18.30 Uhr bei n-tv und ist nach der Ausstrahlung auch bei TVNOW abrufbar.