MusikThe Smiths feiern ‚The Queen Is Dead‘ mit besonderer Jubiläumstour.

The Smiths - Morrissey - Johnny Marr - Andy Rourke - Mike Joyce - Feb 11 - Photoshot
Das legendäre Album ‚The Queen Is Dead‘ von The Smiths wird in diesem Herbst mit einer besonderen Jubiläumstour gewürdigt.
Schlagzeuger Mike Joyce und Produzent Stephen Street haben sich zusammengeschlossen, um das 1986 erschienene Meisterwerk der britischen Band gemeinsam mit den Fans zu feiern. Vier Jahrzehnte nach der Veröffentlichung – und Jahre nachdem das Album vom Musikmagazin ‚NME‘ zum „größten Album aller Zeiten“ gekürt wurde – wollen Joyce und Street die Entstehungsgeschichte der Platte hautnah erlebbar machen. Die beiden nehmen das Publikum mit auf eine Reise hinter die Kulissen: Geplant sind persönliche Gespräche, seltenes Archivmaterial und bislang unveröffentlichte Einblicke in die Aufnahmen.
Bei jedem Termin wird ein besonderer Gastmoderator die beiden durch einen Titel-für-Titel-Rückblick führen. Dabei geht es um persönliche Erinnerungen, technische Details aus den ursprünglichen Studiosessions und Geschichten, die bisher noch nie öffentlich erzählt wurden. Neben den Gesprächen können Besucher historisches Videomaterial sehen, seltene Erinnerungsstücke aus der Bandgeschichte entdecken und an einer Fragerunde mit Mike Joyce und Stephen Street teilnehmen. Außerdem wird es bei jeder Station der Tour die Möglichkeit geben, Autogramme der beiden Musiker zu erhalten.
Der Auftakt der Tour findet am 1. Oktober im Arc Theatre in Stockton statt. Den Abschluss bildet der Termin am 5. Dezember im Kings Place in London. Während die Jubiläumstour die Bedeutung von ‚The Queen Is Dead‘ erneut ins Rampenlicht rückt, bleibt eine Wiedervereinigung von The Smiths weiterhin ausgeschlossen. Gitarrist Johnny Marr hatte in der Vergangenheit mehrfach erklärt, warum ein Comeback der Band kaum realistisch sei. Als 2024 die Reunion-Tour von Oasis angekündigt wurde, spekulierten Fans in den sozialen Medien darüber, ob auch andere legendäre Bands – darunter The Smiths – ihre alten Konflikte überwinden könnten. Ein Nutzer schrieb auf X: „Wenn Oasis es schaffen, können es The Smiths auch (ich bin wohl wahnhaft).“ Johnny Marr reagierte darauf, indem er ein Bild des britischen Politikers Nigel Farage teilte und damit erneut auf die kontroversen politischen Ansichten seines ehemaligen Bandkollegen Morrissey anspielte. Der Sänger hatte sich unter anderem für den Brexit ausgesprochen und Farage als „liberalen Erzieher“ bezeichnet, nachdem der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union bestätigt worden war. Marr antwortete damals scherzhaft mit den Worten: „Nigel Farage an der Gitarre.“ Morrissey hatte zuvor für Aufsehen gesorgt, als er das Ergebnis des EU-Referendums als „großartig“ bezeichnete.
Später äußerte sich Johnny Marr ausführlicher zu dem Thema und stellte klar, dass er nicht für die politischen Aussagen seines ehemaligen Bandkollegen verantwortlich sei. Eine Rückkehr von The Smiths halte er derzeit nicht für notwendig. „Ich kann wirklich nur für mich selbst sprechen. Ich habe nicht das Gefühl, dass es überhaupt nötig ist“, erklärte Marr. „Ich mag es sehr, nach vorne zu schauen. Andy (Rourke, Bassist) und ich spielen zusammen, wenn ich in New York bin … er spielt ein paar Songs mit mir, und das ist immer sehr schön. Aber ich denke, weiter muss es eigentlich nicht gehen.“ Marr betonte außerdem, dass Morrisseys öffentliche Aussagen den Ruf von The Smiths nicht beschädigen könnten. Die Menschen wüssten, dass seine persönlichen Äußerungen nichts mit der Musik der Band zu tun hätten. Bassisten-Legende Andy Rourke, der lange Zeit Teil von The Smiths war, starb im Jahr 2023.







