Irrer Run auf diese neue Swatch-Uhr: Warum Schlangestehen aber völlig sinnlos ist

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 28.03.2022, 20:44 Uhr
Swatch Omega Uhr
Swatch Omega Uhr

IMAGO / Stefan M Prager

Diese Uhren gingen weg wie warme Semmeln: Swatch und Omega veröffentlichten eine gemeinsame Kollektion — und sorgten für Mega-Menschenschlangen vor Geschäften. Dabei müsste das Chaos eigentlich gar nicht sein.

Swatch und Omega — das sind zwei Uhrenmarken, die man nicht zwingend miteinander in Verbindung bringen würde. Die einen machen Massenware — gut, beliebt, kultig und erschwinglich. Die anderen sind dann eher fürs kostspieligere Marktsegment zuständig. Die Moonwatch von Omega ist eine wahre Legende und für Sammler ein begehrtes Must-Have.

Vielleicht sorgte aber gerade deswegen eine gemeinsame Kollektion für den absoluten Wahnsinn vor Geschäften!

Menschenmenge vor einem Swatch-Geschäft

IMAGO / Stefan M Prager

Swatch: Menschen übernachteten vor Stores

Am 24. und 25. März 2922 wurde die Kollektion der Speedmaster MoonSwatch ausgestellt — in 70 Omega-Stores und 110 Swatch-Geschäften. Am 26. März konnte man sie dann exklusiv in Swatch-Geschäften kaufen. Das Interesse war riesig, wie unsere Bilder aus München zeigen. Auch in Berlin, Hamburg, Frankfurt und Düsseldorfstanden Swatch-Fans stundenlang an.

Manche übernachteten sogar vor dem Geschäft, um auch tatsächlich an das begehrte Teil zu kommen!




Zum Preis von 250 Euro und maximal zwei Stück pro Person (nach wenigen Stunden wurde das sogar auf nur noch ein Exemplar pro Käufer heruntergesetzt!) gab’s die Uhren, die weltweit sofort zum Megaseller mutierten.

Besonders hervorstechend ist nämlich die Ähnlichkeit zum sündhaft teuren Vorbild, der Omega-Speedmaster. Die kostet je nach Ausstattung nämlich zwischen 6.500 und 7.500 Euro.

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Das Obskure an der Sache

Soviel Aufwand für eine Uhr – da muss es sich doch um ein streng limitiertes Modell handeln, oder? Fehlanzeige! Die Speedmaster MoonSwatch aus der Kollabo von Swatch und Omega ist keineswegs limitiert. Zwar ist die Kollektion fürs Erste wenig überraschend ausverkauft, Nachschub soll aber kommen.

Die Kollektion von Swatch und Omega ist in einem Schaufenster zu sehen

IMAGO / Stefan M Prager

„Die Uhren sind nicht limitiert und werden stetig nachgeliefert“, zitiert dass Hamburger Magazin „Stern“ den Kundensupport. „Ein Startdatum für den Onlineverkauf ist noch nicht bekannt.“ Gerne könne man aber den Newsletter abonnieren, um rechtzeitig informiert zu werden.

Wer vor lauter FOMO (Fear of missing out) überlegt, auf eBay ein Modell für einen halsabschneiderischen Preis von womöglich mehreren tausend Euro zu kaufen, sollte es sich besser noch einmal überlegen. Denn: Laut dem Hersteller soll die Uhr in wenigen Wochen sogar online zu kaufen sein!

Swatch

Swatch/Omega

Swatch: Infos zur Speedmaster MoonSwatch

Klar, ein Hingucker ist die Speedmaster MoonSwatch von Swatch und Omega auf alle Fälle. Insgesamt gibt es elf Modelle, die alle nach Planeten bekannt sind (die auf dem Gehäuseboden abgebildet sind!) und in verschiedenen Farben daher kommen.  So ist Beispielsweise Pluto grau, Venus rosa und Uranus kommt im blassen Blau daher. Wermutstropfen: Die Farben verraten, dass es sich nicht um das teure Omega-Model handelt.

Swatch Speedmaster in rosa

Swatch/Omega

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Das Besondere: Die Uhren sind aus Biokeramik gefertigt — einem von Swatch patentierten Material. Der schicke Zeitmesser in den schreiebnden Farben erhältlich ist und dessen Durchmesser 42 mm beträgt und die 13 mm dick ist, erinnert in vielerlei Hinsicht an die klassische Speedmaster, aber eben mit ganz neuem Anstrich. Wer also eine möchte: Ein wenig abwarten und dann zu regulären Preis!

Swatch/Omega