„Die Höhle der Löwen“ (8): Wok ohne Strom, veganes Konfetti und Beamer-Grundrisse

Tari TamaraTari Tamara | 25.10.2021, 17:48 Uhr

Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Bei "Die Höhle der Löwen" gibt es etwas zu feiern! Bereits 100 Folgen der beliebten Gründer-Sendung wurden produziert und passend dazu bekommen die Löwen heute kompostierbares Konfetti vorgestellt. 

Feiern die Löwen das Saatgut-Konfetti? Oder sprießen anstelle von Blumen eher die Zweifel? Mit dem Produkt Talking Hands werden die Fingerfertigkeiten der Löwen getestet.

Am 19. August 2014 lief die erste Folge von „Die Höhle der Löwen“ im deutschen Fernsehen und seitdem präsentierten bis jetzt über 500 Start-ups vor den Investorinnen und Investoren. Die sind in der heutigen Folge (25. Oktober) dabei:

Saatgutkonfetti aus Kassel

Das Gründer-Trio Christoph Trimborn (31), Katia Filippenko (34) und Philip Weyer (31) vereint Natur und Spaß. Mit Saatgutkonfetti bietet es die ökologische Alternative zu dem herkömmlichen Konfetti, das meistens aus Papier oder Kunststoff besteht. „Saatgutkonfetti ist bunt, bio, vegan, TÜV-geprüft, kompostierbar und enthält Pflanzensamen“, so Christoph Trimborn.

Ihre Mischungen beinhalten 24 heimische Pflanzenarten, wie z.B. Kornblume, Klatschmohn oder wildes Stiefmütterchen, muss nicht vergraben und kann ganzjährig ausgebracht werden. Das Konfetti besteht aus bio-zertifizierter Stärke und natürlichen veganen Farbstoffen. Das Ziel der Gründer: Das Thema Nachhaltigkeit mit viel Leichtigkeit und Freude nach draußen bringen. Um seine Produktionskapazitäten sowie Vertriebs- und Marketingmaßnahmen auszubauen, benötigt das Trio 200.000 Euro und bietet zehn Prozent seiner Firmenanteile an.

„Die Höhle der Löwen“ (8): DeWok-Gründer will mit Promi-Bonus punkten

Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

DeWok aus Köln

Steve Müller (41, Ingenieur und Erfinder) hat sich für seinen Pitch prominente Unterstützung geholt: TV-Koch Christian Lohse (54). Gemeinsam mit dem Sternekoch präsentiert er sein entwickeltes Kochsystem: „DeWok steht für gesundes Kochen und bringt die Menschen wieder zusammen.“

Vor rund zehn Jahren war Steve einige Jahre beruflich in Asien tätig und lernte die dortige gesunde Küche und Kochkunst lieben. Dort entstand auch die Idee, ein Kochsystem zu entwickeln, mit dem jeder die Möglichkeit hat, sich gesund zu ernähren.

Mehr erzählt er hier im Video:

Der Aufbau und die Auswahl der Materialien sind speziell aufeinander abgestimmt und durch die perfekte Temperaturverteilung in der Pfanne soll man vitamin- und nährstoffreich kochen können – und nicht nur asiatische Gerichte. DeWok funktioniert ohne Strom und das transportable Set mit Pfanne und Sicherheitsbrenner ermöglicht einen breiten Einsatz.

„Knackiges Gemüse voller Vitamine in nicht einmal fünf Minuten zubereitet“, sagt Christian Lohse stolz und serviert den Löwen eine Kostprobe. Mit dem DeWok-Gericht können sie die Investor:innen sofort überzeugen, aber schmeckt ihnen auch Steves Angebot? 12,5 Prozent seiner Firmenanteile würde der 41-Jährige für 100.000 Euro abgeben.

„Die Höhle der Löwen“ (8): DeWok-Gründer will mit Promi-Bonus punkten

Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Talking hands aus Frankfurt am Main

„Wir kämpfen dafür, dass kein Kind aufgrund von Kommunikationseinschränkungen ausgeschlossen wird“, so Maria Möller (27) und Laura Mohn (27) ergänzt: „Vielen Kinder, die nicht lautsprachlich sprechen können, hilft es mit Gebärden zu kommunizieren, also mit den Händen zu sprechen. Das Problem ist aber, dass Kinder, die nicht darauf angewiesen sind, die Gebärdensprache nicht kennen und so auch kein Austausch stattfindet.“ Schnell besteht die Gefahr, dass sich die betroffenen Kinder ausgeschlossen und nicht verstanden fühlen und so nicht richtig am Alltag teilnehmen.

Damit alle Kinder, ob mit oder ohne Behinderung, gemeinsam Gebärden lernen, hat das Gründer-Duo mit talkings hands eine neue Lernmethode geschaffen. Jedes seiner Daumenkinos steht für ein Wort und beinhaltet die entsprechende Gebärde. So können Bewegungen ohne technische Hilfsmittel gezeigt werden. Mittlerweile gibt es über 100 Daumenkinos, alle haben einen wasserabweisenden Umschlag und sind ohne giftige Farben für Kinderhände geeignet.

Für die Gründerinnen ist Inklusion eine Herzensangelegenheit und die Daumenkinos sollen erst der Anfang sein. Ihre Vision: Ein Unternehmen aufbauen, dass durch innovative Lehrmittel Inklusion weltweit fördern kann. Um ihr Ziel zu erreichen, benötigen Maria Möller und Laura Mohn 100.000 Euro und bieten dafür 15 Prozent der Firmenanteile.

„Die Höhle der Löwen“ (8): DeWok-Gründer will mit Promi-Bonus punkten

Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Colorsafe aus Köln

Katrin Klein (50) bringt den Löwen ein Produkt mit, „bei dem Viren und Bakterien ihr blaues Wunder erleben.“ Die häufigsten Überträger von Krankheitserregern sind laut der Gründerin die Hände. Mit dem richtigen Händewaschen könnte also ein wichtiger Beitrag zur Gesundheit geleistet werden. So kam die Gründerin auf die Idee, eine Seife mit Farbeffekt für Groß und Klein zu entwickeln. Nach fast einem Jahr Entwicklungszeit mit professionellen Laboren präsentiert sie den Investor:innen DIE BLAUE von colorsafe.

„Sie funktioniert ganz einfach. Sie ist blau und zeigt an, ob man sich lückenlos die Hände eingeseift hat oder ob noch nachgeseift werden muss. Der zweite Clou: Sie haftet gut an den Händen, so dass man auch gezwungen ist, sie sich wieder gründlich abzuwaschen.“ Das Produkt verdankt seine Farbe den pflanzlichen Inhaltsstoffen aus der Gardenia- und der Distelblüte, zudem ist die Naturseife vegan, hautneutral, ohne Tierversuche und made in Germany. Mit einem Investment von 100.000 Euro möchte Katrin Klein vor allem die Produktionsmenge steigern und so den Verkaufspreis senken. Dafür benötigt sie einen Partner an ihrer Seite, der sie mit Knowhow und einem großen Netzwerk unterstützt. Im Gegenzug bietet sie zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

„Die Höhle der Löwen“ (8): DeWok-Gründer will mit Promi-Bonus punkten

Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Grundriss in Lebensgröße aus München

Gissou Ataee (27), Lucas Nummer (27) und Maximilian Mühlegg (26) möchten Quadratmeterzahlen und Baupläne zum Leben erwecken. Seit über vier Jahren sind Gissou und Lucas in der Immobilienbranche tätig und verkauften hauptsächlich Neubauimmobilien. Oft konnten sich die Käufer anhand von Grundrissplänen oder 3D-Ansichten am Computer nicht vorstellen, wie ihr zukünftiges Zuhause aussehen und vor allem sich anfühlen kann.

Ihre Lösung: Grundriss in Lebensgröße – so wird den Kunden bereits vor der Fertigstellung von Neubauten ein realistischer Eindruck der späteren Wohnfläche geliefert. Mit acht Hochleistungs-Beamern, die an der Decke einer 600 qm großen Halle in München angebracht sind, werden Grundrisse der Neubauimmobilien in Lebensgröße auf den Boden projiziert. Wand- und Möbel-Attrappen können je nach Wunsch auf dem Grundriss platziert werden. Dies ermöglicht den Kunden, ein realistisches und räumliches Gefühl für den Grundriss zu bekommen.

 

Grundriss in Lebensgröße richtet sich sowohl an Endkunden – also private Bauherren – als auch an Haushersteller oder Immobilienanbieter, die ihren Kunden ermöglichen wollen, ihre Neubauten besser darzustellen. Die Vorgehensweise ist simpel. Im Voraus benötigen die Gründer einzig eine PDF-Datei des Grundrisses. Gissou sagt: „Die Leute rennen uns im wahrsten Sinne des Wortes die Bude ein. Wir sind in Europa die ersten und einzigen, die diese Innovation anbieten. Deswegen brauchen wir Ihre Unterstützung, damit wir Grundrisse in ganz Europa zum Leben erwecken.“ Um weiter expandieren zu können, benötigt das Gründer-Trio 300.000 Euro und bietet dafür 20 Prozent der Firmenanteile an.

Das Staffelfinale von „Die Höhle der Löwen“ heute ab 20:15 Uhr auf VOX.

„Die Höhle der Löwen“ (8): DeWok-Gründer will mit Promi-Bonus punkten

Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer