Neue Details zur „Rust“-Tragödie: Waffenbeauftragter wurde bereits einmal gefeuert

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 26.10.2021, 21:10 Uhr

IMAGO / ZUMA Wire / Roberto E. Rosales / Rosales sales

Neue Erkenntnisse zum tödlichen Vorfall am Filmset von „Rust“: Der für die Waffe zuständige Produktionsassistent ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt.

Der Schock über den tödlichen Unfall am Filmset des Westernfilms „Rust“ sitzt allen noch tief in den Knochen. Bei einer Schussszene hatte sich ein Projektil aus der Requisitenwaffe von Alec Baldwin (63) gelöst, eine Kamerafrau starb, der Regisseur wurde verletzt. Verantwortlich für die Waffe war laut „CNN“-Berichten der Regieassistent Dave Halls — und der sorgte bereits in der Vergangenheit mehrfach für Ärger und Probleme im Umgang mit Waffen.

Regieassistent wurde bereits einmal gefeuert

Den Berichten zufolge soll Halls bereits 2019 bei dem Film „Freedom’s Path“ als Regieassistent gearbeitet haben und aufgrund eines Waffenunfalls entlassen worden sein. Am Set des Films hatte sich eine Waffe „unerwartet entladen“. Tote oder Verletzte gab es damals glücklicherweise keine, jedoch wurde die Produktion laut Informationen der Produktionsfirma Rocket Soul Studios damals abgebrochen.

Einem Crewmitglied, das mit bei der Explosion einem Schrecken davon kam, wurde damals geraten, sich in ärztliche Behandlung zu geben, wenige Tage später kehrte die Person jedoch wieder ans Set zurück. Daraufhin musste Halls das Set verlassen und wurde gefeuert. Er selbst zeigte damals Verständnis  für seine Entlassung und zeigte sich reumütig.

Gedreht wurde „Rust“ in Albuquerque im US-amerikanischen Bundesstaat New Mexico.

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Schwere Vorwürfe in der Vergangenheit

„Freedom’s Path“ war nicht das erste Mal, dass es Beschwerden über Halls gab. Im selben Jahr beschwerte sich die Requisitenmitarbeiterin und Pyrotechnikerin Maggie Hall bei ausführenden Produzenten der Serie „Into The Dark“.

Hall habe „Sicherheitsprotokolle“ im Zusammenhang mit Waffen missachtet und außerdem versucht, mit den Dreharbeiten sofort fortzufahren, obwohl ein Crewmitglied das Bewusstsein verloren hatte — das berichtet „Associated Press“.

Die Sache mit Creed Bratton

Melissa Low Leon, die am Set von „Into The Dark“ mitgearbeitet habe, berichtete gegenüber dem Magazin „Insider“ einige weitere Details. Laut ihr habe Hall den Schauspieler Creed Bratton (78, bekannt aus der US-Sitcom „The Office“) dazu gedrängt, einen Stunt zu performen, in dem seinem Charakter in den Kopf geschossen werden sollte. Sowohl Bratton als auch die Crew habe den Stunt als unsicher bezeichnet und abgelehnt.  Außerdem sei bei einer Folge namens „Culture Shock“ ein Blasrohr verwendet worden, das sehr ungenau geschossen habe. So habe Bratton ein Pro im Auge getroffen, was eigentlich auf seinem Kopf landen sollte, erzählt Low Leon. (Redaktion KuT)

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