„Squid Game“: 10 Lektionen, die wir von dem Netflix-Hammer lernen können

Isabell KilianIsabell Kilian | 31.10.2021, 19:40 Uhr
„Squid Game": 10 Lektionen, die wir von dem Netflix-Hammer lernen können
„Squid Game": 10 Lektionen, die wir von dem Netflix-Hammer lernen können

© Netflix

Die Netflix-Serie „Squid Game" erklomm in fast allen Ländern, auch in Deutschland, in nur einem Monat den ersten Platz der Netflix-Charts. Was die südkoreanische Serie so faszinierend macht ist das Spiel um Leben und Tod. Neben kritischen Stimmen auf der einen Seite gibt es andererseits auch so einige Weisheiten, die wir mitnehmen können.

Die seit Mitte September gestartete Netflix-Serie „Squid Game“ erklomm in fast allen Ländern, auch in Deutschland, in nur einem Monat den ersten Platz der Netflix-Charts. Damit ist das Werk vom koreanischen Drehbuchautor und Regisseur Hwang Dong-hyuk die weltweit erfolgreichste nicht englischsprachige Netflix-Serie.

Das Konzept der Serie ist simpel wie genial: Hochverschuldete Menschen treten sich in Kinderspielen gegenüber. Wer gewinnt, kommt weiter. Wer verliert … muss sterben. Die ganze Staffel ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, jedoch auf eine ausgefallene, spannende und brutal-ehrliche Art und Weise. Und daher geben die ausgeklügelten Geschichten auch wichtige Lektionen für das Leben zu lernen.

„Squid Game": 10 Lektionen, die wir von dem Netflix-Hammer lernen können

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1. Geld ist nicht alles im Leben. Das Ziel ist wichtig

In der offensichtlichsten Erkenntnis sind wir uns am Ende wohl alle einig: Geld ist wichtig im Leben – aber nicht alles. Es kann uns keine Zeit, Freundschaft, Liebe oder Gesundheit kaufen. Oder um es mit den Worten von Il-Nam zu sagen: „Weißt du was die Gemeinsamkeit zwischen jemandem ohne Geld und zu viel Geld ist? Das Leben macht einfach keinen Spaß.“

2. Miteinander, statt gegeneinander

Ohne ein Team wäre es nicht möglich, im Squid Game zu überleben. Nur das Team, das mutig ist, zusammenarbeitet und gemeinsam plant, überlebt die nächste Runde. Beim Tauziehen war das vermeintlich schwächere Team am Ende das stärkere. Die gemeinsam ausgearbeiteten Pläne der verschiedenen Teammitglieder waren der Grund, warum sie überlebten

3. Die Entscheidungen von heute beeinflussen unser Morgen

Die Entscheidungen, die wir treffen, prägen nicht nur unsere Gegenwart, sondern auch unsere Zukunft. Gi-hun, die Hauptfigur, zeigte viele Unvollkommenheiten. Ausgehend von seiner aktuellen Lebenssituation ist es offensichtlich, dass in seinem Leben nicht immer alles glatt lief.

Alle seine Handlungen in der Vergangenheit haben ihn in der Gegenwart eingeholt: seine zerrüttete Ehe, der Verlust seines Kindes, weil er nicht in der Lage war, es zu versorgen, und der Schmerz, als er mit ansehen musste, wie seine Mutter ihre dringend benötigte Behandlung abbrach. Leider brachten ihn die falschen Anrufe nur in noch größere Gefahr. Erst nachdenken, dann handeln lautet die Devise.

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4. Schlecht gestartet heißt noch nicht verloren

In einem Spiel wählte Gi-Hun die schwierigste Form des Regenschirms. Doch auch wenn er die schwierigste Form gewählt hat, kann er das Spiel am Ende durch die richtige Einstellung und Strategie gewinnen. Ein schwieriger Start bedeutet nicht, dass es keine Lösung gibt. Welche Entscheidung wir im Leben auch immer treffen, selbst wenn sie schwierig ist, kann sie richtig sein.

5. Der Schein trügt oftmals

Ob wir wollen oder nicht, oftmals beurteilt man Menschen doch recht schnell nach ihrem Aussehen. Vielleicht nicht aus Böswilligkeit, sondern einfach aufgrund von vorgefassten Meinungen. In der Serie war Gi-hun schockiert, als er sah, dass sein Freund aus Kindertagen, Sang-woo, sich ebenfalls für das Spiel angemeldet hatte. Die Leute in ihrer Nachbarschaft dachten, er sei ein erfolgreicher Geschäftsmann, weshalb Gi-hun nie erwartet hätte, dass er sich in der gleichen verzweifelten Lage befindet wie er. Es stellt sich heraus, dass Sang-woo aufgrund seiner hohen Schulden in eine Menge Probleme mit dem Gesetz verwickelt ist.

Das Gleiche gilt, wenn wir uns die sozialen Medien ansehen und die kuriose Art, wie unsere Freunde ihr Leben schildern. Es fällt uns leicht, sie um das zu beneiden, was sie haben, ohne zu merken, dass hinter den perfekten Bildern immer noch mehr steckt. Das glückliche Paar in deinem Feed steht vielleicht kurz vor einer Trennung, oder der Freund, der fast jeden Tag Partyfotos postet, scheint das Leben zu leben, sucht aber nur nach Möglichkeiten, ihm zu entkommen.

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6. Sei geduldig

Wir leben in einer Zeit, in jeder kleinste Wunsch schnell und sofort erfüllt werden muss. Kaffee to go, Instant Nudeln, das neueste Handy und ganz schnell reich werden.. Die wahren Früchte des Erfolgs liegen allerdings in der Geduld und im Verzicht des kurzen Glücks. Wenn man nach sofortigen Lösungen sucht, kann man sich auch direkt von der Idee verabschieden.

Gi Hun lehrte uns, dass es eine Tugend ist, geduldig zu sein. Wie ein wahrer Anführer war er der Meinung, dass es das Richtige sei, anderen eine Chance zu geben. Und das hat ihm bis zum Schluss das Leben gerettet. Er war geduldig und bereit, auf kurzfristige Vorteile zu verzichten

7. Wer gewinnen will, muss zuhören

Um die Kämpfe im Leben zu gewinnen, muss man gut zuhören und die Regeln befolgen können. Wir alle können von anderen lernen, indem wir uns ihre Geschichten anhören. Wir können alle im Leben erfolgreich sein, wenn wir nur den Rat anderer Menschen anhören und annehmen.

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8. Ändere die Strategie, nicht das Ziel

Es gibt mehr als einen Weg, um ein Ziel zu erreichen. Wähle den, der deinen eigenen Stärken, Vorteilen und Möglichkeiten am besten entspricht.

9. Die Schwächen des Einen sind die Stärken des Anderen

Jeder von uns hat eine Rolle in dieser Welt. Der eine ist vielleicht nicht gut in einer Sache, dafür in einer anderen. So können wir unsere Stärken nutzen, um die Schwächen anderer auszugleichen. Wir sind alle erfolgreich, wenn wir uns gegenseitig aufrichten, anstatt runter zu ziehen, nur um voranzukommen.

Jeder hat seine eigene Geschwindkeit und seine eigene Zeit, um zu glänzen.  Und egal, wie stark man ist, wir brauchen andere Menschen und werden nicht alleine gewinnen.

10. Sei wachsam!

In den ersten beiden Episoden haben die Spieler durch gegenseitige Abstimmung beschlossen, das Spiel zu verlassen und die Mehrheit der Teilnehmer stieg aus dem Spiel aus – fühlten sich in ihrem Leben aber wieder verloren. Dann klopfte die Gelegenheit noch einmal an.

Jetzt wussten sie genau, wie ihre Überlebenschancen standen und dass es nur einen (!) Gewinner des Spiels geben würde. Dies ist vielleicht ein extremes Beispiel. Dennoch sollte man nicht die Hoffnung verlieren, wenn man mal das Gefühl hat, fest zu stecken. Wenn man wachsam ist, kann man die sich bietenden Möglichkeiten und offenen Türen erkennen. Mann muss sich nur bereit halten, die Gelegenheit nutzen und hindurch treten.