Ein Hund zieht ein

Theresa HölzlTheresa Hölzl | 27.01.2022, 11:59 Uhr | ANZEIGE
Ein Hund zieht ein
Ein Hund zieht ein

Shutterstock / Cookie Studio

Ob Jung oder Alt, viele wünschen sich einen Hund. Doch ein Tier ist kein Spielzeug und vor der Anschaffung eines Vierbeiners gibt es verschiedene Aspekte zu bedenken.

Da die Anschaffung des Vierbeiners langfristige Auswirkungen hat, ist es ratsam, sich im Vorfeld genügend damit auseinanderzusetzen: Passt ein Hund tatsächlich in mein Leben? Welche Ausstattung wird benötigt und welche Kosten sollten eingeplant werden? Was gilt es bei der Hundeerziehung und Beschäftigung zu wissen?

Hund anschaffen – gut überlegen

Hunde sind wunderbare Tiere und bereichern unser Leben in vielfältiger Hinsicht. Sie sind Familienmitglied, Freund, Alltagsbegleiter, Seelentröster, Spielgefährte und Fitness-Trainer zugleich. Daher verwundert es nicht, dass die Nachfrage groß ist. Dennoch sollte diese Entscheidung sorgfältig abgewägt werden, denn wenn der Vierbeiner einzieht, verändert sich eine Menge:

Zunächst gilt es, sich über die verschiedenen Rassen zu informieren, und sich über die Ernährung, Betreuung, Beschäftigung und Kosten Gedanken zu machen und zusammen mit allen Familienmitgliedern  die Regeln bezüglich des Hundes abzustimmen.


Ein Hund ist kein Spielzeug

Hunde sind kein Spielzeug. Leben Kinder im Haushalt, sollten diese alt genug sein, um den richtigen Umgang zu erlernen. Sie dürfen, unabhängig von der Größe, nie mit Kleinkindern alleine bleiben.

Hunde beanspruchen Zeit und Bewegung. Diese sollte man regelmäßig aufbringen und ermöglichen. Das gilt auch bei der Planung von Freizeit- und Urlaubsaktivitäten. Hunde sind sozial und binden sich eng an ihre Menschen. Daher ist es wichtig, sich im Vorfeld genau zu überlegen, ob der Vierbeiner zu einem selber und zu den eigenen Lebensumständen passt.

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Die Tiere sollte nicht länger als vier bis fünf Stunden allein bleiben. Hunde können alt werden. Durchschnittlich leben sie 10 bis 14 Jahre oder noch länger.

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Shutterstock/ dotshock

Welche Ausstattung ist notwendig?

Wenn ein Hund einzieht, erfordert dies vorab einiges an Planung, damit der Vierbeiner alles bekommt, was er für ein artgerechtes Leben benötigt. Hunde brauchen:

Rückzugsorte und Schlafplätze
Futter- und Trinknäpfe
Halsband und Leine
Spielzeug
Transportbox, Hundegurt oder Kofferraumgitter
Futter

Rückzugsorte und Schlafplätze

Hunde schlafen 12 bis 14 Stunden täglich und sollten daher ein gemütliches Schlafkörbchen in passender Größe haben. Streckt sich das Tier aus, sind idealerweise noch in jede Richtung rund 30 Zentimeter Platz.

Das Bett steht am besten nicht an der Haustür oder im Flur, da sich der Hund sonst nicht entspannen kann. Am besten ist es neben dem eigenen Bett aufgehoben, denn hier fühlen sich die meisten Vierbeiner am wohlsten. Kissen mit waschbarem Überzug sind sinnvoll.

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Futter- und Trinknäpfe

Der Hund benötigt einen eigenen Napf für das Futter und Wasser, der stabil, rutschfest, leicht zu reinigen und der Größe des Tieres entspricht. Beim Futter empfiehlt es sich, zunächst eine kleine Größe zu kaufen und zu geben. Gesunde Leckerlis sollten, ob für zwischendurch oder zur Belohnung, auch nicht fehlen.

Halsband und Leine

Die Wahl der passenden Leine bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Flexi-, Schlepp- oder Freihand-Modelle sollten durch den großen Bewegungsradius jedoch erst verwendet werden, wenn der Hund vernünftig an der Leine läuft.

Transportbox, Hundegurt oder Kofferraumgitter

In Bezug auf das Zubehör für das Auto können die Vierbeiner während der Fahrt in einer Box transportiert werden. Alternativen sind zur Absicherung ein Gurt oder Gitter für den Kofferraum.

Spielzeug

Beim Spielzeug, das gut verarbeitet sein sollte und keine ungiftigen Materialien enthalten darf, empfiehlt sich eine Mischung aus Wurf-, Apportier-, Intelligenz- und Kauspielzeug. Welpen lieben meist Kuscheltiere, denn sie können sich anschmiegen. Kauspielzeuge sind im Zahnwechsel sinnvoll.

Ist alles vorhanden und der Vierbeiner eingezogen, gilt es, Vertrauen und eine Bindung aufzubauen und ihn an das neue Umfeld zu gewöhnen. Es gilt, das Tier nicht zu überfordern.

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Shutterstock / OlgaOvcharenko

Mit welchen Kosten muss gerechnet werden?

Ein Hund kostet viel Geld, beispielsweise für:

– Grundausstattung
– Tierarztbesuche
– Versicherungen, wie eine Haftpflichtversicherung, monatlich bis zu 15 Euro
– Hundesteuer, die je nach Wohnort jährlich bis zu 150 Euro kostet
– Futter
– Pflege

Dies muss einem von Anfang an bewusst sein. Impfungen und Entwurmungen können pro Jahr rund 150 bis 200 Euro kosten. Bei Krankheit oder Verletzungen kommen weitere dazu. Bei einer Operation sind es schnell Summen im vierstelligen Bereich.

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Hund erziehen und beschäftigen

Um harmonisch zusammenzuleben, benötigt es einige Regeln und Grenzen. Egal, ob für die Erziehung eine Hundeschule besucht oder sie in Eigenregie erfolgt, beides beansprucht Zeit. Auch erwachsene Hunde zu erziehen, ist möglich, denn die Vierbeiner lernen ihr Leben lang. Liebe, Konsequenz und Geduld sind wichtig. Ebenso muss ausreichend Beschäftigung eingeplant werden.

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Hunde brauchen geistige Auslastung, beispielsweise durch Intelligenzspielzeuge, und Bewegung, die sich an dem Alter, der Größe und Rasse orientiert. Natürlich sollte man viel Zeit mit dem Hund verbringen, um die Bindung zu festigen.

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Shutterstock / Christian Mueller

Fazit

Wer sich für einen Hund entscheidet, übernimmt sehr viele Jahre die Verantwortung dafür, dass er alles erhält, was für ein artgerechtes Leben wichtig ist. Ein Hund bedeutet zudem einen hohen Zeitaufwand. Er möchte beschäftigt werden, braucht Bewegung, Futter und Zubehör, wie Näpfe und einen Schlafplatz. Am besten wird die Grundausstattung besorgt, bevor der Vierbeiner einzieht.

Hundeerziehung ist ein weiteres wichtiges Thema, damit Mensch und Tier gut miteinander auskommen. Konsequenz führt am schnellsten zum Ziel, aber auch Liebe und Geduld sind wichtig. Ebenso dürfen die anfallenden Kosten nicht vergessen und unterschätzt werden. (KTAD)