„Schlechtes Vorbild“ Shirin David: Neues Video wird in kürzester Zeit zum Klickhit

Fabia SoellnerFabia Soellner | 12.11.2021, 19:09 Uhr
Shirin David: Mit diesem Song antwortet sie auf eine Insta-Nachricht
Shirin David: Mit diesem Song antwortet sie auf eine Insta-Nachricht

Shirin David

Shirin David haut uns immer wieder vom Hocker! In ihrem neuen Song „Schlechtes Vorbild“ rappt sie aus der Perspektive eines weiblichen Fans über sich selbst und fängt mit dem gesellschaftskritischen Track über Sexismus und Unterdrückung die Realität vieler jungen Mädchen ein.

Bei 5,8 Millionen Abonnenten ist es kein Wunder, dass Shirin David nicht auf jede Nachricht antworten kann. Ein Fan (womöglich fiktiv) hatte nun jedoch Glück – ihm hat sie nicht nur geantwortet, sondern auch gleich einen ganzen Track gewidmet: „Schlechtes Vorbild“.

Innerhalb von nur vier Stunden hat der Song auf Instagram bereits die 4 Millionen Views geknackt und befindet sich auch schon in den YouTube-Trends.

„Schlechtes Vorbild“: Das verbindet Shirin David mit ihren Fans

„Kein Wunder, dass ich in mei’m jungen Alter zu dir aufschau’, denn was ich sonst lern’, ist nur das Verhalten einer Hausfrau.“ Diese Zeile fast ganz gut zusammen, worum es in dem neuen Track der Rapperin geht.

In „Schlechtes Vorbild“ beschreibt Shirin David das Leben eines jungen Mädchens, das zu ihr aufschaut und sich in ihrer sexistischen und monotonen Umgebung mit den feministischen Parolen der Rapperin identifizieren kann. Es beschließt kurzerhand, ihrem „schlechtem Vorbild“ eine Instagram-DM zu schicken – die Nachricht ist unten zu sehen.

Tatsächlich erinnert das Konzept ein wenig an den Track „Stan“ von Eminem. In diesem Song schreibt er aus der Perspektive eines Fans an sich selbst, obwohl es dort eher um Obsession als um die Vorbild-Funktion geht.

Shirin David: Mit diesem Song antwortet sie auf eine Insta-Nachricht
Screenshot der Nachricht des vermeintlichen Fans

Instagram @shirindavid

Shirin David: Rappen für Selbstbestimmung

Der Song ist jedoch nicht nur ein Seitenhieb auf unsere oftmals engstirnigen Gesellschaft – er ist auch Shirins provokanter Umgang mit der Kritik, die ihr immer wieder an den Kopf geworfen wird. Sie soll für ihre jungen Hörerinnen ein schlechtes Vorbild zu sein – man wirft ihr vor, mit ihrem freizügigen Auftreten den Sexismus im Hip-Hop zu fördern. Offensichtlich will die Musikerin jedoch genau das Gegenteil: Sie sieht sich als für Feminismus, wie sie nun klarstellt. Sie kontert immer wieder mit dem Argument, dass ihr Outfit und ihr Style selbstbestimmt seien und somit zur Gleichberechtigung beitragen würde.

Diese Message integriert sie auch in ihren Song und beklagt sich aus der Sicht ihres jungen Fans darüber, dass sich Männer nicht für zu enge Klamotten rechtfertigen müssten.

„Bitches brauchen Rap“ ab nächster Woche erhältlich

Auch wenn Shirin David immer wieder Songs aus ihrem neuen Album dropt, bekommen wir erst nächste Woche endlich das ganze Album zu hören.

„Bitches brauchen Rap“ erscheint am 19. November und wird von vielen Fans sehnsüchtig erwartet. Wer nicht mehr warten kann, kann sich bereits „Babsi Bars“, „Ich darf das“, „Lieben wir“ und „Be a Hoe/Break a Hoe“ auf YouTube hören.