Boris Beckers Anwalt: So läuft es wirklich im Knast

Sophia VölkelSophia Völkel | 20.05.2022, 12:40 Uhr
Boris Becker wenige Tage vor seinem Einzug ins Gefängnis
Boris Becker sitzt zur Zeit im englischen Wandsworth-Knast

Foto: imago / Nurphoto

Boris Becker lässt jetzt über seinen Medien-Anwalt an die Öffentlichkeit ausrichten, das vieles von dem, was in den Medien zu lesen ist, nicht der Wahrheit entspricht.

Boris Becker macht seit seinem Einzig in den Wandsworth-Knast in London Schlagzeilen mit seinem angeblichen Mecker-Verhalten. Immer wieder soll der Tennisstar über die Zustände im Gefängnis jammern. Er solle ständig den Notruf-Knopf drücken, da er an Klaustrophobie leide.

Die Zellentür müsste tagsüber offen bleiben. Auch das Essen schlage ihm auf den Magen. Ein interner Knast-Mitarbeiter berichtet darüber regelmäßig der Bild-Zeitung.




Alles Unwahrheiten?

Doch nun reicht es Boris Becker offenbar. Über seinen Medien-Anwalt Christian-Oliver Moser lässt der ehemalige Wimbledon-Champion jetzt an die ganze Welt ausrichten, wie es wirklich in dem berüchtigten, englischen Knast abläuft – und vor allem wie er sich wirklich darin schlägt. „Was ihn sehr ärgert: wenn Unwahrheiten über ihn verbreitet werden“ so Moser gegenüber RTL. „Das kann und will er nicht hinnehmen.“

Boris Becker erhält Privilegien im Knast und ist Weihnachten wohl raus

Demnach würde „nahezu nichts“ stimmen, von dem was in den Medien verbreitet wird.“Weder hat er irgendwelche Notknöpfe gedrückt – das ist frei erfunden – noch hat er sich beschwert. Er jammert nicht. Natürlich ist die Situation nicht schön, aber er nimmt sie hin.“ Das klingt alles andere als nach dem Jammer-Boris, der in den vergangenen Wochen durch die Schlagzeilen geistert.

Es gab nur einen Zellen-Wechsel

„Ich gehe davon aus, dass es irgendwelche Menschen gibt, da da vielleicht in dem Gefängnis arbeiten und meinen Informationen geben zu können, die definitiv nicht valide sind, denn ich hab sie aus erster Hand.“

Zudem würden auch Informationen einer bevorzugten Behandlung, speziell was eine Verlegung angeht, nicht stimmen. „Ähnliches Beispiel […], er sei in einen vermeintlichen ‚Wohlfühlflügel‘ versetzt worden – das stimmt nicht“, so Moser.  „Er ist weiterhin in dem selben Gefängnisflügel untergebracht, in dem er von Anfang war. Er hat lediglich einmal die Zelle gewechselt.

Und so geht es Boris Becker

Was nun wirklich stimmt, weiß am Ende nur Boris Becker selbst. Letztendlich muss er noch eine Weile in dem berüchtigten Londoner Knast aushalten. Allerdings wird bereits spekuliert, dass er Weihnachten in ein Gefängnis nach Deutschland verlegt werden könnte. Ob das so stimmt, dazu äußerten sich weder Becker noch Moser. Eines steht für den Medienanwalt jedoch fest: dass Boris Becker „ein Kämpfer“ ist. Zum aktuellen Befinden der Tennis-Legende sagte Christian-Oliver Moser: „Nach allem, was ich weiß, geht es ihm den Umständen entsprechend gut – sicherlich nicht blendend.“