Britney Spears: Verklagt sie bald ihren eigenen Vater?

Fabia SoellnerFabia Soellner | 21.10.2021, 19:17 Uhr
Britney Spears: Verklagt sie bald ihren eigenen Vater?
Britney Spears: Verklagt sie bald ihren eigenen Vater?

IMAGO / E-PRESS PHOTO.com

Ist ein Wendepunkt für den Pop-Star in Sicht? Die #freebritney-Bewegung hat Früchte getragen, sodass sich Britney Spears nun endlich von der Vormundschaft ihres Vaters befreien konnte. Ein Ende des Skandals ist jedoch noch lange nicht in Sicht. Plant sie bereits, ihren Vater Jamie vor Gericht fertig zu machen?

Rache serviert man bekanntermaßen kalt – und nach alldem, was vorgefallen ist, dürfte Britney Spears dazu skrupellos genug sein. 13 Jahre lang stand sie unter der Vormundschaft ihres Vaters, der sie überwacht, kontrolliert und seine Macht ihren Anschuldigungen nach ständig missbraucht hat.

Das versuchen die inzwischen 39-jährige Britney  und ihre Verbündeten nun zu beweisen, und genau diese gesuchten Mittel könnten bald ans Licht kommen. Wie Ratten ein sinkendes Schiff verlassen, haben Jamie Spears Anwälte sich nun aus dem Staub gemacht. Scheint, als wäre der Hintern des Promi-Vaters nun nicht mehr so gepolstert wie zuvor. Eine gute Zielscheibe für den Fuß seiner anklagenden Tochter.

Britney Spears: Verklagt sie bald ihren eigenen Vater?

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Darum wurde Jamie Spears von seinen Anwälten fallen gelassen

Wenn selbst seine Anwälte Reißaus nehmen, scheint es für den Elternteil der Pop-Ikone nicht gut auszusehen. Die Kanzlei „Holland and Knight“, die Jamie Spears während des Verfahrens treu vertreten hat, befürchtet nun, das Britney ihren Vater verklagen könnte, um die Missstände der 13-jährigen Vormundschaft endlich aufzudecken.

„Der Prozessanwalt Mathew Rosengart hat mehrmals behauptet, Jamies Fall zu untersuchen und ihn zu verklagen. Wenn er das tut, muss Jamie sich verteidigen und wird im Rahmen der Vormundschaft wohl nicht gut dastehen“, behauptete eine nahestehende Person gegenüber „Page Six“.

Die Gewinnchancen des 69-Jährigen stehen also schlecht – kein Wunder, dass sich die Anwaltskanzlei mit einem so aussichtslosen Fall nicht mehr befassen will.

Jamie Spears: Das Geld wird knapp

Das ist jedoch noch lange nicht alles – bei dieser Anwaltssache scheint es auch um Geld zu gehen, dass die Anwaltskanzlei an dem Promi-Vater verlieren könnte. Es heißt, dass aktuell die Gerichtskosten und Anwaltskosten des 69-Jährigen aus einem Nachlass finanziert werden, der jedoch beim Verlieren des Falls nicht mehr geschöpft werden kann. Die Anwaltskanzlei würde also im schlimmsten Fall auf den Kosten sitzen bleiben, die Jamie dann selbst decken müsste.

Eine Sache scheint an diesem Finanz-Wirrwarr jedoch gut zu sein – Britney Spears hat nun noch bessere Chancen, für sich einstehen zu können, jetzt, wo ihr Vater nicht mehr von einer der Top-Kanzleien des Landes vertreten wird. Jamie Spears wurde nun der Kanzlei Wilkie Farr & Gallagher vermittelt, die sich den weiteren Verlauf des Falls annehmen wird.

Britney Spears hat einen neuen Vormund? Das steckt dahinter

Und wie geht es der Pop-Ikone mit der ganzen Sache? Aktuell ist die Blondine noch nicht von ihrer Vormundschaft befreit, obwohl sie ihren Vater schon erfolgreich ausgehebelt hat. Im Moment kümmert sich der  Buchhalter und Familienfreund John Zabel um das Millionen-Vermögen von Britney, während Jodi Montgomery zum vorläufigen Vormund des Stars ernannt wurde. Welches taktisches Manöver dahintersteckt, verrät ihr Prozessanwalt Rosengart:

„Er (Jamie Spears) weiß, dass wir bei seiner Suspendierung Zugriff auf die Vormundschaftsdokumente erhalten. Dazu gehören auch die angeblich anwaltsgeschützen Dokumente, in dem Fall wohl die Kommunikation zwischen ihm und seinen Anwälten, die er dem vorläufigen Vormund aushändigen muss“, erklärt der ehemalige Bundesanwalt. Es scheint, als hoffe er, Jamie auf diese Weise dranzubekommen. Mal sehen, ob sein Plan funktioniert. (FS)