Frédéric von Anhalt: „Ich erhole mich immer beim Geldausgeben“

Sibylle KyeckSibylle Kyeck | 17.01.2021, 21:00 Uhr
Frédéric von Anhalt: "Ich erhole mich immer beim Geldausgeben"
Frédéric von Anhalt: "Ich erhole mich immer beim Geldausgeben"

imago images / Zeppo

Kurz vor Weihnachten erlitt Prinz Frédéric von Anhalt bei einem Unfall in einem Düsseldorfer Hotel tiefe Schnittverletzungen am Kopf und eine schwere Gehirnerschütterung, weswegen er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Aktuell befindet sich der 77-Jährige auf dem Weg der Besserung.

Im exklusiven Interview mit klatsch-tratsch.de spricht Prinz Frédéric von Anhalt erstmals über seinen Gesundheitszustand nach dem Unfall aber auch, warum er niemals ins Dschungelcamp ziehen würde und warum künftig keine Frau mehr in sein Leben treten wird. Außerdem sprach der Lebemann darüber, wie es ihm mit der weltweiten Corona-Pandemie und den aktuellen Beschränkungen geht.

Wie geht es Ihnen nach dem Unfall?

Mir geht es super. Ich habe mich in St. Moritz gut erholt. Gleich nach der Ankunft hatte ich plötzlich keine Schmerzen mehr. Ich erhole mich immer beim Geldausgeben. Genauso war es bei meiner Frau. Wenn sie Migräne hatte, ging sie shoppen und das Kopfweh war sofort weg. So geht es mir auch. Positives macht gesund – negatives macht krank. „I haven’t got time for the pain.“

Frédéric von Anhalt: "Ich erhole mich immer beim Geldausgeben"

Foto: Privat

Wie haben Sie den Neujahrswechsel verbracht?

Ich habe Silvester in St. Moritz mit Champagner im Palace Hotel verbracht. Dort lassen sich die Reichen richtig gehen. Es wird nicht gespart, sondern nur ordentlich gefeiert. In St. Moritz wird der teuerste Champagner nicht aus Christallgläser, sondern direkt aus der Flasche getrunken. Abgesehen davon ist es ein traumhafter Ort. Man füllt sich dort wie im Himmel. Nicht umsonst gibt es diesen Slogan: „St. Moritz – Top of the World“.

Haben Sie Vorsätze für 2021?

Mein wichtigster Vorsatz ist es gesund zu bleiben, bis die Pandemie vorbei ist.

Im Januar läuft ja traditionell das Dschungelcamp bzw. jetzt die Dschungelshow los. Wurden Sie schon angefragt? 

Ich wurde schon ein paar Mal angefragt. Ich kenne Dschungelcamp in Amerika nicht. Was ich aber gehört habe, war nicht immer sauber. Bei jeder Anfrage habe ich etwas ängstlich reagiert, weil ich mir 40 Jahre etwas aufgebaut habe, das ich nicht kaputtmachen will. Ich habe mein Leben mit einem Dokumentarfilm getoppt. Es wäre schade diesen Erfolg zu beschmutzen. Aus dem Grund nicht “Nein” zu sagen, habe ich die Gage so hochgeschraubt, dass der Sender selber absagte.

Wann tritt mal wieder eine neue Frau in ihr Leben? 

In mein Leben tritt keine Frau mehr. Ich habe keine Zeit für Kopfschmerzen. In einer Beziehung muss man zu viel denken. Da bin ich zu alt dafür. Und ich bin auch schon lange nicht mehr ein Stier im Bett.

Wie kommen Sie mit der aktuellen Corona-Situation und den Beschränkungen klar?

Ich finde, dass man mit der Ausgangssperre viel zu weit gegangen ist. Nach 21.00 Uhr eingesperrt zu sein ist eine absolute Katastrophe. Seit 37 Jahren führe ich ein freies Leben in Amerika – hier fühle ich mich wie im Gefängnis. Gewöhnlich mache ich viel Sport und laufe jede Nacht meine 15 km. In Deutschland geht das gar nicht. Das ist sehr schlimm für mich.

Auch im Hotel kann man nichts machen. Die einzige Unterhaltung, die geboten wird, ist nur das Fressen. Aus Langeweile bestelle ich mir dauernd etwas aufs Zimmer und habe schon einige Pfunde zugenommen. Ich verstehe nicht ganz, warum man tagsüber unter Menschen sein darf und in der Nacht, wenn die Straßen leer sind, ist das Laufen verboten. Um nach 21.00 Uhr frische Luft zu schnappen, muss ich mich ans Fenster im Hotelzimmer stellen. Das ist doch bescheuert. (KT/DA/Anna Karolina Heinrich)