Harald Glööckler: Der König geht in den Dschungel – das Interview

Sophia VölkelSophia Völkel | 14.11.2021, 21:16 Uhr
Harald Glööckler: Der König geht in den Dschungel - das Interview
Harald Glööckler: Der König geht in den Dschungel - das Interview

© Pompöös

Designer, Unternehmer und Ideenpapst Harald Glööckler plaudert über seiner Teilnahme am Dschungelcamp – Angst hat er überraschenderweise vor gar nichts. Schließlich ist er diszipliniert und kampferprobt. Der Maestro dürfte uns alle noch richtig überraschen...

Es wird für ihn die wohl größte Herausforderung in seinem aufregenden und kunterbunten Leben: Anfang nächsten Jahres zieht Harald Glööckler ins Dschungelcamp – diesmal pandemiebedingt am Rande des Kruger-Nationalparks. Der Kitsch-König geht in den Dschungel. Wird er auch Dschungelkönig?

Der umtriebige Unternehmer hat mit klatsch-tratsch.de über seinen sechs Jahre zurückliegenden Umzug, sein immer wieder verändertes Aussehen und seine bevorstehende Teilnahme bei „Ich bin ein Star holt mich hier raus!“ geplaudert.

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Haben Sie es nicht bereut, von Berlin in die Einsamkeit zu ziehen?

Man könnte denken, ich bin in die Einöde gezogen. Das kann man sicherlich nicht behaupten. Ich habe hier Ruhe, wenn ich sie mag und habe auch auf kurzer Strecke Trubel. Von meinem Wohnort aus bin ich in Kürze in der Schweiz, aber auch in Frankfurt oder Baden-Baden.

Was hat Kirchheim an der Weinstraße, was Berlin nicht hat?

Zum einen ein wundervolles Klima, nicht umsonst nennt man es ja die pfälzische Toskana, zum anderen ist es ein Stück Heimat für mich, da ich ja aus Süddeutschland komme und Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sich da nicht sehr viel nehmen.

Neuerdings zeigen Sie sich quasi oben ohne – also ohne aufwändiges Haupthaar. 

Das Leben ist Veränderung. Wir verändern uns bewusst und unbewusst, ob uns das passt oder nicht und ich verändere mich bewusst schon mein Leben lang. Wobei das Äußere immer auch mit dem Inneren ein hergeht. Wie innen so außen, wie außen so innen und oftmals geht der äußeren Veränderung zuerst eine seelische Veränderung voraus.

Sie freuen sich schon seit zwei Jahren auf das Dschungelcamp. Haben Sie das denn aber nötig?

Es geht im Leben nicht darum, was man nötig hat, sondern was man erreichen möchte oder was man erleben möchte. Es geht nicht darum wer wir sind, es geht darum was wir sind. Für mich ist das Dschungelcamp eine große Herausforderung, denn es zwingt mich aus meiner gewohnten Umgebung und aus meiner Komfortzone heraus zu gehen und meine Grenzen zu erfahren, auszutesten. Manche Menschen gehen Bungeespringen, andere in ein Survival-Camp. Ich gehe eben ins Dschungelcamp.

Was war bislang die größte Herausforderung in Ihrem Leben?

Wenn man eine Kindheit im Kriegszustand durch das Terror-Regime eines aggressiven Vater erlebt hat, bei dessen dramatischem, traurigen Finale die Mutter ums Leben gekommen ist, fühlt sich das Dschungelcamp gerade zu wie eine Wellness-Oase an.

Worauf freuen Sie sich denn am meisten?

Auf den Dschungel an sich. Wer hat schon die Möglichkeit wirklich 15 Tage mitten im afrikanischen Dschungel zu verbringen?

Wir schätzen mal, dass die Zuschauer sie immer bei den Dschungelprüfungen sehen wollen, aber Sie werden sie eines besseren belehren!

Ich denke auch, dass man mich in den Dschungelprüfungen sehen möchte. Es geht aber gar nicht unbedingt darum, jemanden eines Besseren zu belehren, sondern seinen Job so gut wie möglich zu machen – so wie ich das immer halte, jetzt schon mein Leben lang.

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Worin sehen Sie ihre Stärken, wenn es ums Dschungelcamp geht?

Ich bin kampferprobt, diszipliniert, habe Haltung, kann mit Hunger umgehen und bin offen für Neues! Und wenn einem etwas gut genug ist es anzufangen, sollte es auch gut genug für einen sein, es zu Ende bringen.

Was ertragen Sie nicht so gut?

Zu viele Emotionen. Das Fehlen von Mitgefühl kann genauso unangenehm sein wie ein Übermaß an Tränen.

Haben Sie denn Camping-Erfahrung?

Nun so würde ich das nicht sagen, dennoch ich bin ein Mann mit vielen Aspekten.

Sie sind härter im Nehmen, als manch einer glaubt, denken wir. Erzählen Sie bitte mehr.

Ich stehe morgens um 6:00 Uhr auf, gehe mit meinem kleinen Hund nach draußen – egal ob Sommer oder Winter. Ich meditiere, ernähre mich sehr bewusst – mitunter fast asketisch – und mache wenigstens dreimal die Woche Sport mit meinem Trainer. Im Übrigen mache ich bereits fast mein ganzes Leben lang schon Sport, seit meinem 16. Lebensjahr halte ich meinen Körper in Form. Wir machen Cardio und ansonsten trainieren wir Beine, Brust Bizeps, Trizeps, Rücken, Schultern – und was so alles dazugehört.

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Haben Sie denn keine Angst im besten Fall 16 Tage auf diesen unbequemen Camp-Pritschen zu nächtigen?

Es stellt sich natürlich die Frage, ob man sich nicht zuerst Penizillin spritzen lassen sollte, bevor man sich dahin legt (lacht). Nein, mal Spaß beiseite, das kann ich ja erst beurteilen, wenn ich dort liege, denn so sehr man auch versucht ehrlich zu sein – niemand hat immer den Überblick über alle Fakten.

Was glauben Sie, warum in der Öffentlichkeit immer über Ihr Äußeres diskutiert wird?

Rein optisch ist das Allerwichtigste mein Gesicht, denn auf dem anderen Ende sitze ich. Du bist nur verantwortlich für das, was du sagst oder tust. Du bist nicht dafür verantwortlich, wenn andere sich darüber aufregen und ich sehe grundsätzlich alles als Kompliment an. Das erspart einem unglaublich viele peinliche Momente.

Wenn Sie Harald Glööckler erklären müssten, wie würden Sie ihn in maximal drei Sätzen beschreiben?

Bodenständig, exzentrisch, geheimnisvoll.

Was sind Ihre nächsten Projekte?

Oh ich habe sehr viele neue Projekte. Bücher, Mode, eben Tapeten, die auf den Markt gekommen sind, Brillen, Gin und Whiskey, Luxus-Strandkörbe und Pompöös-Tiny Luxus Häuser!

Was sind Ihre Pläne für die Weihnachtsfeiertage?

Wir werden die Feiertage ganz gediegen und ruhig verbringen wie jedes Jahr. Weihnachten ist immer eine bezaubernde wundervolle Zeit. Alles glänzt, alles glitzert viele Lichter  – sehr pompöös eben.