StarsJenny Elvers cancelt ‚Glücksgefühle‘-Auftritt

Jenny Elvers - 09.03.17 - Berlin - SuccoMedia
Jenny Elvers cancelt 'Glücksgefühle'-Auftritt.
Eigentlich sollte Jenny Elvers beim diesjährigen ‚Glücksgefühle‘-Festival am Hockenheimring dabei sein.
Doch aus ihrem Auftritt wird nun nichts. Die Schauspielerin hat ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt und damit auf den Streit zwischen den Veranstaltern und der Band Alphaville reagiert. Das Festival, das vom 3. bis 6. September stattfindet und unter anderem von Lukas Podolski und Markus Krampe organisiert wird, war zuletzt wegen des Umgangs mit politischen Äußerungen in die Schlagzeilen geraten. Alphaville war zunächst aus dem Programm gestrichen worden. Als Grund nannten die Veranstalter ihre Vorgabe, auf der Festivalbühne keine politischen Aussagen zu machen. Sänger Marian Gold hatte sich in der Vergangenheit unter anderem gegen rechtsextreme Tendenzen und für demokratische Werte ausgesprochen.
Inzwischen hat der Veranstalter seine Entscheidung revidiert und sich bei Alphaville entschuldigt. Markus Krampe bezeichnete die ursprüngliche Ausladung als Fehler und lud die Band erneut ein. Die Musiker entschieden sich dennoch gegen einen Auftritt. Sie erklärten, die Vorgänge hätten eine Atmosphäre geschaffen, in der sie nicht mehr auf der Bühne stehen wollten. Die vereinbarte Gage soll stattdessen an eine gemeinnützige Organisation gehen.
Auch Jenny Elvers zieht nun ihre Konsequenzen. Auf Instagram erklärte die 54-Jährige: „Heute wäre ich zu Gast beim ‚Glücksgefühle‘-Festival gewesen.“ Sie betonte zugleich ihre persönliche Verbundenheit mit Festivals und fügte hinzu, dass sie sich normalerweise nur selten politisch zu Wort melde. In diesem Fall könne sie jedoch nicht schweigen. Elvers stellte klar, dass sie „aus tiefster Überzeugung für Meinungsfreiheit, Toleranz und Offenheit“ stehe. Deshalb sei es für sie „vollkommen undenkbar“, eine Veranstaltung zu besuchen, bei der zuvor versucht worden sei, einer Band vorzuschreiben, was sie auf der Bühne sagen dürfe. Die Schauspielerin bezeichnete den Vorgang als „Form von Zensur“, die ihrer Ansicht nach weder in der Gesellschaft noch in der Kunst einen Platz habe. Gleichzeitig bekundete sie ihre Solidarität mit Alphaville und anderen Künstlern, deren freie Meinungsäußerung eingeschränkt werde. Besonders deutlich formulierte sie: „Kunst war nie unpolitisch und sie wird es auch niemals sein.“







