StarsBernhard Hoëcker hat eine klare Meinung zum Gendern

Heiner Lauterbach - Jan 2013 BangShowbiz
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Heiner Lauterbach - Jan 2013

Bang ShowbizBang Showbiz | 16.10.2026, 14:00 Uhr

Bernhard Hoëcker hat eine klare Meinung zum Gendern.

Bernhard Hoëcker sieht die Debatte um geschlechtergerechte Sprache kritisch – allerdings aus einer anderen Perspektive als viele ihrer Gegner.
Im Podcast ‚Zwischen den Zeilen‘ mit Bettina Böttinger schilderte der Komiker, dass er selbst kaum mit Forderungen zum Gendern konfrontiert werde. Stattdessen habe eine einzelne Formulierung eine heftige Reaktion ausgelöst. Seine Erfahrungen zeigen, wie emotional das Thema diskutiert wird. Hoëcker erklärte im Gespräch, dass ihn bislang niemand per E-Mail oder persönlich dazu aufgefordert habe, konsequent zu gendern. In seinem Alltag sei die Sprachfrage deshalb lange kaum präsent gewesen. Erst als er einmal das Wort „Gästin“ verwendete, habe sich die Situation schlagartig verändert. Der Komiker berichtete, dass ihm daraufhin entgegnet worden sei: „Jetzt höre ich Sie auch nicht mehr, sind Sie jetzt linksgrünversifft?“ Für Hoëcker verdeutlicht dieser Vorfall, dass nicht unbedingt diejenigen ein Problem mit dem Gendern haben, die es praktizieren. Vielmehr werde die Auseinandersetzung vor allem von Menschen vorangetrieben, die diese Sprachform ablehnen.

Seine Beobachtung ist bemerkenswert, weil sie den Blick von der eigentlichen Wortwahl auf den Umgang miteinander lenkt. Hoëcker zufolge wird bereits eine einzelne geschlechtergerechte Bezeichnung zum Anlass für eine grundsätzliche politische Bewertung. Damit kritisiert er indirekt, wie schnell die Debatte über Sprache in persönliche Vorwürfe umschlagen kann.

Eine gegensätzliche Position vertritt Schauspieler Heiner Lauterbach. Der 72-Jährige äußerte sich sowohl gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe als auch im ‚Focus Magazin‘ skeptisch zur geschlechtergerechten Sprache. Er bezweifelt, dass das Gendern tatsächlich zu mehr Gleichberechtigung führt. „Ich glaube auch, dass man damit die Frauen schwächer macht“, sagte Lauterbach laut ’n-tv.de‘. Er stellte außerdem infrage, ob Frauen durch die Ergänzung der weiblichen Endung überhaupt stärker berücksichtigt würden. In einem weiteren Interview erklärte er, dass ihn entsprechende Diskussionen durchaus amüsierten. Wenn eine Moderatorin behaupte, sich erst durch gendergerechte Formulierungen angesprochen zu fühlen, frage er sich, warum sie sich zuvor jahrzehntelang bei Begriffen wie „Studenten“ nicht mitgemeint gesehen habe.