FilmChristopher Nolan verbietet Handys am Set

Adam Croasdell - Ethan Guice/Epega Media - July - 2026 - ONE USE BangShowbiz
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Adam Croasdell - Ethan Guice/Epega Media - July - 2026 - ONE USE

Bang ShowbizBang Showbiz | 06.08.2026, 11:00 Uhr

Christopher Nolan verbietet Handys am Set: Ein 'The Odyssey'-Darsteller verrät die ungewöhnlichen Drehmethoden.

Regisseur Christopher Nolan setzt bei seinem neuen Film ‚The Odyssey‘ auf maximale Authentizität.
Schauspieler Adam Croasdell berichtet, warum am Set keine Smartphones erlaubt waren und weshalb die Darsteller Wind, Regen und Kälte tatsächlich ausgesetzt wurden. Christopher Nolan ist bekannt für seinen kompromisslosen Anspruch an Realismus und auch bei seiner Verfilmung von Homers antikem Epos ‚The Odyssey‘ geht der Regisseur offenbar keine Kompromisse ein. Schauspieler Adam Croasdell, der in dem Film Antinous‘ Vater spielt, hat nun verraten, mit welchen ungewöhnlichen Methoden Nolan seine Darsteller in die Welt der griechischen Mythologie eintauchen ließ. Eine klare Regel am Set: Smartphones waren verboten. „Soweit ich weiß – und ich halte das auch für absolut richtig – hasst Chris Handys am Set“, erklärte Croasdell im Gespräch mit ‚BANG Showbiz‘. Der Schauspieler kritisierte, dass Darsteller nach einem „Cut“ häufig sofort zum Smartphone greifen würden, um Nachrichten zu lesen oder zu beantworten. „Ich glaube, das zerstört die Konzentration. Deshalb gab es keine Handys am Set.“

Nolans Wunsch nach völliger Konzentration beschränkte sich jedoch nicht nur auf den Verzicht moderner Technik. Laut Croasdell mussten die Schauspieler die Bedingungen ihrer Figuren tatsächlich erleben. „Man blieb dort, bis die Szene fertig war“, erzählte er. „In unserem Fall standen wir an der Seite eines Berges, während Sturmwinde über uns hinwegfegten, und versuchten, unter diesen Bedingungen zu spielen.“ Zwischen den Takes habe es keine gemütlichen Pausenräume oder wärmende Rückzugsmöglichkeiten gegeben. „Es gab kein: ‚Setzt euch hin, hier ist ein Aufenthaltsraum und etwas, um euch aufzuwärmen.‘ Es gab nichts dergleichen. Und ich habe es wirklich genossen.“

Auch andere Darsteller aus dem Filmteam hätten ähnliche Erfahrungen gemacht. Croasdell berichtete von Kollegen, die an Bord des Schiffes von Odysseus drehten: „Du bist auf diesem Schiff, du wirst die Szene drehen. Und wenn du zur Toilette musst, ist das dein Problem.“ Für Nolan gehört diese Arbeitsweise offenbar zum Konzept. Die Darsteller sollten die Strapazen ihrer Figuren körperlich spüren. „Als Schauspieler bekommen wir bei vielen Filmen eine sehr komfortable Behandlung“, sagte Croasdell. „Aber diese Männer stehen vor unglaublichen Herausforderungen durch die Naturgewalten. Chris wollte diese Realität in unseren Gesichtern sehen.“

Ein weiterer wichtiger Bestandteil von Nolans Stil ist der Verzicht auf übermäßige Computereffekte. Laut Croasdell setzt der Regisseur so weit wie möglich auf praktische Effekte direkt vor der Kamera. „Er lässt diesen stark CGI-lastigen Marvel-Stil des Filmemachens außen vor“, erklärte der Schauspieler. Gerade im Zeitalter von künstlicher Intelligenz und digitalen Bildern sei dieser Ansatz besonders wertvoll. „Man merkt oft, wenn computergenerierte Bilder verwendet werden. Als Menschen sind wir sehr gut darin, Fälschungen zu erkennen.“ Nolan wolle deshalb eine möglichst echte Erfahrung schaffen: „Er sagt im Grunde: Nein, das wird so real wie nur irgendwie möglich.“ Neben Adam Croasdell gehören unter anderem Robert Pattinson als Antinous, Matt Damon als Odysseus, Tom Holland als Telemachos und Zendaya als Athene zur Besetzung des Films.