Daniela Büchners Faneteria: So geht’s nach der Schließung weiter

Daniela Büchners Faneteria: So geht's nach der Schließung weiter
Daniela Büchners Faneteria: So geht's nach der Schließung weiter

© IMAGO / nicepix.world

28.02.2021 20:45 Uhr

Diese Woche machte die „Faneteria“, das Lokal, das Daniela Büchner 2018 auf Mallorca mit ihrem verstorbenen Ehemann Jens (†49) eröffnete, Schlagzeilen. Der Laden machte für immer dicht.

Die 43-jährige Reality-TV-Darstellerin und fünffache Mutter Daniela „Danni“ Büchner musste mit ihren Geschäftspartner Tamara und Marco Gülpen das Kultlokal schließen. Über den eigentlichen Hintergrund der Schließung sprach klatsch-tratsch.de mit Marco Gülpen, umtriebiger Gastronom, Hotelier und Mieter des Lokals.

Vermieter wollte ganze Jahresmiete auf einmal haben

Warum habt ihr die „Faneteria“ geschlossen?

Das ist eine ganz einfache Sache: wir hatten ohnehin zu dem Verpächter kein sehr gutes Verhältnis. Der hat schon öfter Dinge voriges Jahr nicht erledigt, die uns dann später Geld gekostet haben – Wasserschäden und so weiter. Und er ist uns auch schon 2020 nicht mit der Pacht entgegengekommen – trotz Corona! Und dieses Jahr wollte er dann auch wieder direkt am Anfang des Jahres schon die volle Jahresmiete haben, obwohl ja Corona immer noch immer vorhanden ist.

Ohne Rücksicht auf Verluste wollte er seine Kohle einfahren, egal ob wir überhaupt Geld verdienen können und das war für uns nicht akzeptabel – ganz einfach. Dann kommt von dem: „Entweder macht ihr oder lasst es, wir haben noch andere da“. Dann haben wir halt gesagt „Okay dann nimm die anderen‘, weil wir lassen uns keine Pistole auf die Brust setzen und Konditionen aufzwingen'“.

Wie hat es Daniela Büchner aufgenommen?

Daniela hat’s aus unserer Sicht so aufgenommen wie wir – also auch erst mal Hass auf den Verpächter, wegen seiner Art und Weise, wegen seiner Geschäftsgebahren. Das war natürlich auch für sie schon ein starkes Stück! Also für uns ist es schon komisch, weil wir uns ja auch ein bisschen an die Faneteria gewöhnt haben. Es hat uns ja auch Spaß gemacht und alles war ja auch ein ganz gutes Geschäft. Aber bei Daniela kommt natürlich noch obendrein hinzu, dass das Lokal irgendwann eine Verbindung zu Jens Büchner war. Die hat den Laden ja mit ihm zusammen eröffnet und das tut dann, glaube ich schon weh, wenn man da die Sachen raus räumt, die sie mit ihrem Jens da eben reingeräumt hatte. Vom Gemüt her ist Danni natürlich nicht so gut drauf – in nachvollziehbarer Weise.

Die Gülpens kehren nach Mallorca zurück

Wohin kommt das Mobiliar?

Das Interieur wird natürlich so aufgeteilt, wie es uns von vornherein gehörte. Also Danni hat ein paar Sachen, die von ihr waren und die Dinge, die wir halt dazu gekauft haben. Sprich, Bestuhlung, Spülmaschine, Kasse etc. bleibt weiterhin in unserem Besitz, in unserem Eigentum. Wir haben das jetzt gemeinsam bei einem guten Freund von mir erst mal zwischengelagert auf einer Finca und werden dann sehen, wie wir es wie und wohin verteilen.

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Wie ist Eure derzeitige Situation mitten in der Pandemie?

Unsere Situation privat und geschäftlich zu Danni ist es so, dass wir privat ein super Verhältnis haben – wieder. Wir hatten ja voriges Jahr mal so ein bisschen Streit bzw. Diskrepanzen, aber die haben beide Seiten beigelegt und wir haben gemeinsam einen guten Weg gefunden und hätten auch gerne weitergemacht. Privat ist alles super, Danni war schon hier mit ihrem Ennesto und wir verstehen uns wunderbar und werden jetzt nächstes Wochenende auch nach Mallorca rüberfliegen und uns endlich treffen.

Geschäftlich werden wir dann besprechen ob wir weitermachen. Laut eigener Aussage muss sie erstmal Luft holen, weil das eben ein hartes Stück ist für sie – ein harter Brocken. Dann hat sie ja privat noch den Umzug in ein neues Heim und das muss jetzt alles erstmal über die Bühne gehen. Sie ist auf jeden Fall nicht abgeneigt – aber zu diesem jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht bereit – direkt einen neuen Laden gemeinsam zu suchen, aber wir schauen mal was da so kommt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir vielleicht nächstes Jahr wieder so was ähnliches machen würden.

Daniela Büchners Faneteria: So geht's nach der Schließung weiter

Foto: Danni Büchner/Instagram

Die Gülpens haben einen langen Atem

Wie geht es mit Eurem Hostal weiter?

Mit unserem Hostal geht es insofern weiter, dass wir jetzt erst mal nach Mallorca rüberfliegen, nach dem Rechten schauen und dann noch Soel treffen. Soel ist derjenige, mit dem wir dann unsere Cafeteria praktisch zur Cocktailbar umfunktionieren wollen. Da werden wir die letzten Schritte noch gehen, die letzten Dinge noch gemeinsam entscheiden, so dass wir zu Anfang Mai, Mitte Mai da mit entsprechenden Umbauarbeiten fertig sind. Wenn die Saison dann erst später losgeht – von mir aus erst im August oder sonst was – sind wir auf jeden Fall aufgestellt Das heißt, wir gucken da nach vorne, wir werden wahrscheinlich auch noch die Fassade neu machen und und und. Möglicherweise können wir ja auch einfach so weitermachen, als wenn nichts geschehen wäre, weil wir halt in den letzten acht Saisons, die neunte jetzt mal ausgeklammert, sehr gut gewirtschaftet haben und von daher betrieblich sehr gesund sind und uns da nicht unterkriegen lassen. Wir blicken einfach nach vorne!

Die Geschichte hinter der Faneteria

VOX-Auswanderer Jens Büchner lernte seine spätere Ehefrau Daniela Karabas 2015 bei einem Stadtfest in Delmenhorst kennen, wo er einen Auftritt als Schlagersänger hatte. Im Frühjahr 2018 eröffnete das Paar die Faneteria auf Mallorca. Jens Büchner starb im November 2018.

Mit den Gastronomenpaar und Hostalbetreibern Tamara und Marco Gülpen fand die fünffache Mutter Daniela Büchner im Frühjahr 2019 neue Geschäftspartner. Die neue Zusammenarbeit entstand unkonventionell. „Ich habe mit Tamara geschrieben und ihr mein Leid geklagt“, sagte sie damals RTL. „Und dann hat sich alles ergeben. Ich freue mich sehr darüber, dass wir ein Team sind, dass sehr gut aufeinander abgestimmt ist.“

(PV)