„A Quiet Place 2“: Hier lüften wir das Rätsel um den geheimnisvollen Zug

Paul VerhobenPaul Verhoben | 30.06.2021, 20:49 Uhr
"A Quiet Place 2": Hier lüften wir das Rätsel um den geheimnisvollen Zug
"A Quiet Place 2": Hier lüften wir das Rätsel um den geheimnisvollen Zug

© Paramount Pictures

Was würde man selbst tun, wenn in unserer Welt jedes noch so kleine Geräusch, jedes geflüsterte Wort zur tödlichen Gefahr wird? Vielleicht würde man Zuflucht suchen an Orten weit weg vom turbulenten Leben, das wir bis dahin kannten.

An ehemals lebendigen Orten, die von einer anderen Zeit, von Schicksalsschlägen und Verfall erzählen – an sogenannten Lost Places, die es ja auch hierzulande gibt.

Auch in „A Quiet Place 2“ (seit 24. Juni in allen geöffneten deutschen Kinos) findet Evelyn Abbott (Emily Blunt) mit ihren Kindern (Millicent Simmonds und Noah Jupe) eine trügerische Sicherheit an einem solchen Ort.

"A Quiet Place 2": Hier lüften wir das Rätsel um den geheimnisvollen Zug

© Paramount Pictures

Lost Place in einem ausrangierten alten Zug

Hier gibt es eine packende Szene an einem dieser faszinierenden, echten „Lost Place“, einem längst außer Betrieb genommenen Zug der MTA Metro North. Diese Eisenbahnszene zu Beginn des Films wurde in einem alten Eisenbahndepot im Städtchen Orchard Park, einem Vorort von New York gedreht, obwohl der Bahnhof in „A Quiet Place 2 „Spring Creek“ heißt.

Hier ist der Clip:

Spielte Teil 1 noch in einem überschaubaren Rahmen, entfaltet die Fortsetzung den vollen Umfang einer belagerten und untergehenden Welt. Regisseur John Krasinskis Vision war es, die Heimat der Familie Abbott weiter zu erkunden. Eine Region im legendären Rust Belt der USA, in der alles von den einst großen Tagen der Stahlindustrie erzählt.

Der zweifach Oscar-nominierte Produktionsdesigner Jess Gonchor ahnte gleich, wo sich genau die verlassenen Industrielandschaften finden lassen, die Krasinski vor Augen hatte: in Bethlehem Steel in Pennsylvania, dem majestätischen, 1.300 Hektar großen Areal eines der größten Stahlwerksbetriebe der Welt. John Krasinski war von der authentischen Mischung aus eindringlicher Schönheit und erschreckender Fragilität sofort verzaubert: „Es hatte von Natur aus das Gefühl von Verlust, nach dem ich suchte.“

"A Quiet Place 2": Hier lüften wir das Rätsel um den geheimnisvollen Zug
Regisseur John Krasinski am Set.

© Paramount Pictures

Das verlassene Stahlwerk Bethlehem Steel

Seit fast 40 Jahren steht Bethlehem Steel in Pennsylvania bereits still. Hier arbeiteten einst 22.000 Menschen, es gab eine eigene Feuerwehr und ein Krankenhaus. Im Verblassen dieser imposanten Stätte eines boomenden Industriezeitalters sieht der Regisseur eine Metapher für das, was Familie Abbott in „A Quiet Place 2“ durchmacht: „Sie leben in einer rauen, modernen Realität, aber alles um sie herum erinnert sie daran, wie groß dieses Land einst war.“

Durch die perfekte Auswahl der Schauplätze und seine grundlegende Überlebensprämisse, die da lautet: „Mach bloß kein Geräusch!“, entwickelt die Fortsetzung des Kinohits von 2018 eine enorme Wucht und Intensität.

Authentischer als in „A Quiet Place“ geht’s kaum

Für Millicent Simmonds machten die Dreharbeiten im chaotischen Ambiente alter Fabrikräume noch mehr von dem erfahrbar, was ihre Figur der mutigen Regan durchmacht. „Als ich durch all den Staub und den Rauch der Sets lief, hätte es sich nicht authentischer anfühlen können“, erzählt sie.

Unser Tipp: Macht Euch selbst einmal in Eurer Umgebung auf die Suche und erlebt die einzigartige Atmosphäre und schaurige Faszination von Ruinen, Wracks und Katakomben … Aber nicht verlaufen! Und seid rechtzeitig zurück, um die heiß ersehnte Wiedereröffnung der deutschen Kinos zu feiern! Mit garantierter Hochspannung in „A Quiet Place 2“ – dem Rekord-Kinohit 2021 in den USA.