Der Skandalfilm „Die Konsequenz“ mit Jürgen Prochnow schrieb TV-Geschichte: Erstmals auf Blu-Ray

Paul VerhobenPaul Verhoben | 05.06.2022, 20:20 Uhr
Die Konsequenz
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Das Liebesdrama "Die Konsequenz" sorgte 1977 für einen Skandal, weil der Bayerische Rundfunk die Ausstrahlung während der Ausstrahlung im Fernsehen einfach abschaltete.

Im Jahr 1977, als der Film seine Weltaufführung feierte, avancierte er zum Skandal, wurde aber auch mit einer Vielzahl an Preisen geehrt, u.a. mit dem Adolf-Grimme-Preis mit Bronze, dem Kritiker-Preis und dem Prädikat „wertvoll“. Darüber hinaus wurde Jürgen Prochnow 1978 mit dem Deutschen Darstellerpreis ausgezeichnet.

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Ernst Hannawald in "Die Konsequenz"

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Produziert von Bernd Eichinger und inszeniert von Wolfgang Petersen (Das Boot, Air Force One; Die unendliche Geschichte) erzählt „Die Konsequenz“ die bewegende Geschichte von Martin und Thomas. Das Drama basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Alexander Ziegler und ist mit dem späteren Superstar Jürgen Prochnow (Das Boot, Der Englische Patient), Ernst Hannawald (Dampfnudelblues, Zeit genug) und Werner Schwuchow (Traffik, Tatort) hochkarätig besetzt.

Für den damals erst 18-jährigen Laiendarsteller Ernst Hannawald war „Die Konsequenz“ das Filmdebüt.

Die Dreharbeiten fanden im Frühjahr 1977 in Zürich und Umgebung statt, aber auch in München, am Starnberger See sowie in der niedersächsischen Justizvollzugsanstalt Vechta und am Rhein.




Darum geht’s in „Die Konsequenz“

Im Gefängnis lernt der Schauspieler Martin (Jürgen Prochnow) den jungen Thomas (Ernst Hannwald), Sohn eines Aufsehers, kennen. Nach Kuraths Entlassung ziehen beide zusammen. Die Eltern des Jungen, die noch über das Sorgerecht verfügen, erzwingen seine Einweisung in eine Erziehungsanstalt. Kurath muss erleben, wie die Persönlichkeit seines Freundes in der Anstalt zunehmend demontiert wird.

Nach einem Selbstmordversuch wird er in eine psychiatrische Klinik eingeliefert…

„Eine natürliche Liebesgeschichte in Schwarzweiß – eine der privatesten und glaubwürdigsten, die seit langem über den Bildschirm gingen“.
(Der Spiegel)

Die Konsequenz
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Umfangreiches Begleitmaterial

„Die Konsequenz“ ist eine Produktion des WDR und wird ab 9. Juni als DVD sowie erstmalig als Blu-ray erhältlich sein. Digital ist der Film bereits verfügbar.

„Damals war er eine Sensation, für viele aber auch ein Affront. Homosexualität war 1976 streng verboten, es gab noch den Paragrafen 175, weshalb dieser Film auch ein großes Wagnis war.“
(Jürgen Prochnow in „Bild“)

DVD und Blu-ray sind ausgestattet mit einem 16-seitigen Booklet mit u.a. ausführlichen Informationen zur Entstehungsgeschichte und Hintergründen zum Skandal von 1977. Geschrieben von Daniel Kulle, Autor, Regisseur und Filmwissenschaftler in Hamburg. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören Queer Cinema, Digitale und Postdigitale Ästhetik und Experimentalfilm. Nach seiner Dissertation in der Filmwissenschaft ist er in die Praxis übergewechselt und schlägt seitdem die Brücke zwischen Kunst und Wissenschaft. Er hat mehrere Experimental- und Kurzfilme auf international. Hier geht’s zum Trailer!

Für Fans: Am Sonntag, 10. Juli 2022 gibt es in der Astor Film Lounge in Berlin ein Special Screening in Anwesenheit von Hauptdarsteller Jürgen Prochnow.

Ernst Hannawald 2021
Ernst Hannawald 2021

IMAGO / Future Image

Das bewegte Leben von Ernst Hannawald

Hauptdarsteller Ernst Hannawald (* 1959) wurde ab 1982 bundesweit bekannt durch die bayrische Serie „Zeit genug“. Es folgten weitere Serien und Filmprojekte.

1986 verursachte er einen folgenschweren Autounfall, bei dem seine Verlobte und zwei Freunde ums Leben kamen. Hannawald wurde schwer verletzt, lag im Koma. Ein Gericht gab ihm später eine Teilschuld, weil er die Fahrtrichtung trotz durchgezogener Linie wechselte und mit einem entgegenkommenden Wagen kollidierte.

In der Folge des dramatischen Unfalles und der Last, die er durch die schwere Schuld zu tragen hatte, verfiel Hannawald den Drogen. Um an Geld zu kommen, überfiel er schließlich 1998 eine Bank sowie eine Postfiliale. Es folgten deshalb fünf Jahren Freiheitsstrafe. Ihn Sommer 2000 wurde er wegen guter Führung vorzeitig entlassen. In der Haft schrieb er sein autobiographisches Buch „Das Leben ist kein Film“.

Zuletzt war Hannawald 2013 im Kino in „Dampfnudelblues“ zu sehen. Gastauftritte hatte er u.a. in Tatort, Derrick, Siska, Der Alte, SOKO 5113 und Die Rosenheim-Cops.

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