Promis auf BestFans und Co.: Warum immer mehr deutsche Stars exklusive Inhalte für ihre Fans anbieten

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AvatarSebastian Wagner | 21.07.2026, 08:54 Uhr | ANZEIGE

Instagram, TikTok, YouTube: Für die meisten Promis sind das längst Standard-Werkzeuge. Doch ein wachsender Teil der deutschen Promiszene geht einen Schritt weiter. Auf Subscription-Plattformen wie BestFans oder OnlyFans bieten sie exklusive Inhalte direkt für zahlende Fans an, ohne Algorithmen, ohne Reichweitenbeschränkungen und ohne Werbeverträge, die den Inhalt einschränken. Was steckt hinter dem Trend, und warum machen immer mehr bekannte Gesichter mit?

Vom Mainstreamkanal zum eigenen Abo-Modell

Auf Instagram oder TikTok entscheidet der Algorithmus, wer was zu sehen bekommt. Wer 500.000 Follower hat, erreicht davon organisch oft nur einen Bruchteil. Auf Subscription-Plattformen ist das anders: Wer abonniert, sieht alles. Wer nicht zahlt, sieht nichts. Das Prinzip klingt simpel, hat aber eine große wirtschaftliche Wirkung. Creator und Promis sind nicht mehr von Werbepartnern oder Plattformregeln abhängig, sondern verdienen direkt über ihre Community.

Für viele Stars ist das ein attraktives Modell: Die Einnahmen fließen direkt, die Plattform nimmt nur einen kleinen Anteil, und der Inhalt kann deutlich persönlicher und ungefilterter sein als auf öffentlichen Kanälen. Exklusive Behind-the-Scenes-Aufnahmen, Backstage-Videos, persönliche Einblicke oder explizitere Inhalte, je nach Nische und Zielgruppe ist alles möglich.

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Welche deutschen Stars sind dabei?

Die Liste der deutschen Promis auf Subscription-Plattformen ist in den letzten Jahren deutlich länger geworden. Katja Krasavice gilt als eine der bekanntesten deutschen Creatoren auf OnlyFans und nutzt die Plattform als direkte Verlängerung ihrer öffentlichen Markenpräsenz. Micaela Schäfer ist seit Jahren aktiv und zählt zu den einkommensstärksten deutschen Creatoren auf der Plattform. Anne Wünsche, bekannt aus Berlin Tag und Nacht, hat ihren Account seit 2023. Auch Georgina Fleur und zahlreiche Reality-TV-Teilnehmerinnen haben den Schritt auf Subscription-Plattformen gemacht.

Unter den Ballermann-Stars ist Mia Julia ein prominentes Beispiel: Die meistgebuchte deutsche Partysängerin bietet auf BestFans exklusive VIP-Inhalte für ihre Community an, ergänzend zu ihren Auftritten im Bierkönig auf Mallorca und ihrer Konzerttour.

BestFans, OnlyFans und Co.: Die Plattformen im Überblick

Nicht alle Subscription-Plattformen sind gleich. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Anbieter:

PlattformGegründetBesonderheitAuszahlung Creator
OnlyFans2016 (London)Größte Plattform weltweit, breites Themenspektrum80 % des Umsatzes
BestFans2019 (Hamburg)Deutschsprachiger Fokus, kein Agentur-Zwang90 % des Umsatzes
Patreon2013 (USA)Breite Creator-Basis, nicht nur Adult-Contentca. 88 % nach Gebühren
Fansly2020 (USA)OnlyFans-Alternative, weniger Restriktionen80 % des Umsatzes


Wissenswertes: BestFans wurde 2019 in Hamburg gegründet und setzt bewusst auf einen deutschsprachigen Fokus. Creator erhalten 90 Prozent ihrer Einnahmen, was über dem Branchendurchschnitt liegt. Ein weiterer Unterschied zu anderen Plattformen: Es gibt keinen Agenturzwang.

Was die Fans davon haben

Der Reiz für Fans liegt auf der Hand: Nähe. Auf öffentlichen Kanälen ist ein Promi immer auch eine Marke mit PR-Team dahinter. Auf Subscription-Plattformen fühlt sich der Kontakt direkter an: persönliche Nachrichten, Einblicke hinter die Kulissen, Inhalte, die man sonst nirgendwo sieht. Viele Creator antworten dort auch direkt auf Nachrichten ihrer Abonnenten, was das Gefühl von echter Nähe verstärkt.

Abo-Preise bei deutschen Promi-Accounts bewegen sich in der Regel zwischen 5 und 30 Euro pro Monat. Dazu kommen bei manchen Creatoren sogenannte Pay-per-View-Inhalte, für die extra gezahlt wird, und gelegentlich die Möglichkeit, personalisierte Fotos oder Videos zu bestellen.

Warum der Trend anhält

Planbare Einnahmen statt Algorithmus-Glück

Wer 10.000 Abonnenten zu je 10 Euro im Monat hat, weiß genau, was am Monatsende kommt. Diese Planbarkeit ist für viele Creator entscheidend, besonders für solche, deren öffentliche Social-Media-Reichweite schwankt oder die auf bestimmten Plattformen wegen ihrer Inhalte eingeschränkt werden.

Keine Zwischenhändler

Auf klassischen Kanälen braucht man Werbepartner, Agenturen oder Plattform-Monetarisierung, um Geld zu verdienen. Auf Subscription-Plattformen zahlt der Fan direkt. Die Wertschöpfungskette ist kürzer, und der Creator behält einen größeren Teil des Erlöses.

Volle Kontrolle über den Inhalt

Was auf Instagram als zu freizügig gilt, wird dort sofort entfernt. Was auf Subscription-Plattformen veröffentlicht wird, unterliegt eigenen Regeln, die für viele Creator mehr Freiheit bedeuten. Das erklärt, warum besonders solche Promis den Wechsel machen, deren Inhalte anderswo nicht uneingeschränkt veröffentlicht werden können.

Der Trend ist klar: Subscription-Plattformen sind für immer mehr deutsche Stars kein Tabu mehr, sondern eine smarte Ergänzung zum öffentlichen Auftritt. Wer direkt mit seiner Community verdient, braucht keinen Algorithmus und kein PR-Team, das den Inhalt glattbügelt. Für Fans bedeutet das mehr Nähe. Für Creator mehr Kontrolle. Das Modell hat sich bewährt, und die Liste derer, die mitmachen, wird länger.