Dschungelcamp 2022: Was macht eigentlich Ex-Gewinnerin Désirée Nick?

Isabell KilianIsabell Kilian | 20.01.2022, 23:04 Uhr
Dschungelcamp-Siegerin 2004: Was macht eigentlich Désirée Nick?
Dschungelcamp-Siegerin 2004: Was macht eigentlich Désirée Nick?

Foto: IMAGO / Future Image

Sie ist die Unterhaltungskünstlerin schlechthin, Dschungelcamp-Gewinnerin und jedes Mal auf's Neue auch die Siegerin der Herzen: Désirée Nick! Sie weiß einfach wie der Show-Hase läuft. Doch was macht die Ikone eigentlich?

Endlich ist wieder Ekel-Schlemmen, Sterne-Sammeln und ganz viel Drama angesagt! Denn nach einem Jahr Pandemie-Pause startet auf RTL endlich wieder unser heißgeliebtes „Dschungelcamp„.

Was treiben eigentliche die Ex-Gewinner so? Zum Beispiel Drama-Konstrukteurin Desirée Nick (65)!

Sieg durch viel Entertainment

Desirée Nick ist bekannt für ihre spitze Zunge, ihr absolut loses Mundwerk und ganz besonders für richtig gute Unterhaltung auf dem Häme-Level! Die zähe und biestige Läsaterschwester  sackte beim „Dschungelcamp“ 2004, sprich in der zweiten Staffel, den Sieg ein.

Schon damals bewies die extrovertierte Kabarettistin, Schauspielerin und Autorin echten Biss: In vier Spielen erspielte Désirée alle Sterne und ergatterte damit alle Rationen für sich und ihre Mitstreiter! Und sie wusste im Pritschenlager zu entertainen! Denn darum geht’s schließlich. Ganz sicher einer der Gründe, warum die Zuschauer sie auf dem Thron sehen wollten.


Désirée Nick: Lästerschwester durch und durch!

Seitdem sorgte die Drama-Queen aber auch bei „Promi Big Brother“ oder „Promis unter Palmen“ für Unterhaltung und Aufregung gleichermaßen. Dennoch darf man eines nicht vergessen: Eine Desirée Nick weiß ganz genau was sie tut und wie sie sich gibt. Sie ist berechnend, gelegentlich eiskalt und in den billigen TV-Formaten, in denen sie vorzugsweise auftreten muss, betont sie fortwährend ihre intellektuelle Überlegenheit über die anderen Darsteller. Was natürlich absolut keine Kunst ist angesichts des überschaubaren Bildungsvorrates ihrer Mitstreiter in den einschlägigen Trash-Formaten im linearen Fernsehen.

Motiv: Es zählt nur eins – IHRE öffentliche Strahlkraft. Und damit sie selber nicht zum Angriffsziel verkommt, bedient sich die Nick zweier wesentlicher Instrumente. Erstens: Sich selber entblößen nebst Mut zur Häßlichkeit. Ungeschminkte Auftritte sind Berechnung und Kalkül. Nick ist immer auf der Jagd nach Schlagzeilen. Zweitens: Grundsätzlich das letzte Wort haben!

Nick, die berechnende Inszenatorin

Das Lächeln der Sprachakrobatin (soviel Lob muss sein) bei öffentlichen Auftritten ist nicht selten so falsch wie das von hinterlistigen Autoverkäufern oder Versicherungsvertretern. Und: Man muß immer damit rechnen, dass sie einem die nächsten Minuten ein Messer in die Rippen rammt. Und wenn Nick die Argumente ausgehen, wie bei ihren unsäglichen Auftritten bei „Promis unter Palmen“ dann brüllt sie. Das alles macht sie berechenbar, doch ihre Kontrahenten haben das leider zumeist nie geschnallt.

Doch längst bewegt sich die Berliner Kodderschnauze auf dünnem Eis.  Ihre jahrzehntelange Geschäftsgrundlage bröckelt  in Zeiten von Diversität und Anti-Mobbing.

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„Man hat sich in der Mitte des Lebens viel erarbeitet“

Hat denn die Nick gar keine guten Seiten? Ach, klar! In einem Interview mit der „Welt“ gab die selbsternannte „Beleidigungskünstlerin“ mal ein bisschen von ihrer wahren Persönlichkeit preis und sprach sogar über ihr (einsames) Single-Leben im Alter – auf einem putzigen Hügel in Berlin-Falkensee. So genieße sie selbst jetzt die Unabhängigkeit: „Ich kann mich zu 100 Prozent meinem Leben, meinem Beruf widmen und muss keine Kompromisse eingehen. Man hat sich in der Mitte des Lebens viel erarbeitet und erkämpft, das kann man nicht mehr so leicht über Bord werfen.“

Désirée Nick scheint furchtlos – nicht mal das Alter scheint ihr Angst machen zu können. „Mit 50 hat man viele belastende Fragen hinter sich, muss sich nicht mehr mit der Karriere oder dem Hauskauf herumschlagen“, erklärt sie. „Und dann kommen noch einmal 50 Jahre, da kann man noch spielend eine Silberhochzeit anvisieren!“

Ihr Single-Dasein, ihre Karriere und vor allem auch die gute Beziehung zu ihrem inzwischen 25 Jahre alten, in Großbritannien studierenden Söhnchen Oscar Nick scheinen ihr aktuell rundum zu genügen und sie zu erfüllen. Starke Einstellung!

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Désirée Nick: „Mir blieb fast das Herz stehen“

Doch auch eine scheinbar so taffe Frau wie Désirée Nick kommt mal an ihre Grenzen. Kürzlich ist die 65-Jährige zur RTL-Aufzeichnung von „Ich bin ein Star – das Klassentreffen“ zusammengebrochen und wurde direkt in ein Krankenhaus gebracht.

„Ich habe einen kompletten Filmriss. Mein Herz schlug nur noch mit 30 Schlägen pro Minute. Normal sind 90″, erklärt sie gegenüber ihrem Hofberichterstatter „Bild“. Das steht für eine unendliche psychische Belastung. Mir ist also fast das Herz stehen geblieben.“

Auch für den Zusammenbruch selbst habe sie eine Erklärung: „Das war psychosomatisch, ein Schwächeanfall aus Selbstschutz. Die Ärzte haben mir auch gesagt, dass es so etwas gibt.“

Désirée zeigt weiteres Talent

Wirft man einen Blick auf ihre Vita, ist ein Schwächeanfall gar kein Wunder: Désirée Nick ist ein wahres Multitalent und lebt auch jeder ihrer leidenschaftlichen Seiten aus – schon immer: Sie kann nicht nur auf eine Menge Tanz-, Moderations- und Schauspielauftritte, sondern auch eine Vielzahl von Buchveröffentlichungen zurückblicken. Und neuerdings ist sie ja Podcasterin, wo sie als Gäste die ganze Trash-TV-Mischpoke der C- und Z-Liga vorm Podimo-Mikrofon zum gemeinsamen Lästern versammelt.

Auf ihrem Instagram-Kanal kündigt Désirée nun an, dass wir ihr demnächst bei einem weiteren Talent zuschauen dürfen – dem Backen. Die Kabarettistin nimmt nämlich bei „Promis Backen Privat“ auf SAT.1 teil und wird dort außerdem private Einblicke in ihr knallgelbes Häuschen im charmante Landhausstil geben.

Ihr Kommentar: „Nur weil ich seit 40 Jahren soviel backe, bleibe ich schlank und schön! Backen war schon immer meine Leidenschaft, nicht nur wenn das Fernsehen kommt“. Ach so eine Back – oder sogar Kochshow mit Nick wie weiland „Alfredissimo“ mit dem großen Alfred Biolek, also das würden wir schon toll finden! Dann könnte sie ihre Lästereien mit nützlichem verbinden. Ein echter Benefit.