Zu nett!Guido Maria Kretschmer: Gutmütigkeit wird ausgenutzt

Leni HübnerLeni Hübner | 11.07.2022, 20:50 Uhr
Guido Maria Kretschmer zeigt sich gut gelaunt auf einem Event
Man kennt Guido Maria Kretschmer öffentlich nur freundlich und nett.

Foto: IMAGO/ APress

Als Designer ist Guido Maria Kretschmer sehr erfolgreich. Trotzdem ist er nahbar und immer freundlich. Doch nun hat er genug davon, dass Menschen glauben, alles mit ihm machen zu können.

Als Designer hat es Guido Maria Kretschmer (57) geschafft: Sein Name ist eine Marke, die für Erfolg steht. In der Mode und im TV. Dabei zeigt sich der Wahl-Hamburger immer bodenständig und geht offen auf Menschen zu. Das wird sich auch nie ändern, selbst wenn der Designer nun in Sachen „immer nett“ die Reißleine zieht.

„Das macht der schon…“

„Manche Menschen nutzen das wirklich aus“, erzählt er im „Prominent“-Interview auf Vox und meint weiter: „Ich bin viel zu gutmütig gewesen.“ Deshalb musste Guido Maria Kretschmer lernen, nein zu sagen. „Menschen gewöhnen sich auch an Gutmütigkeit und dann wird das verwechselt mit: Na, das macht der schon.“ So kam es wohl dazu, dass er nicht immer nur das tat, wozu er wirklich Lust hatte.

Guido Maria Kretschmer zum Jahrestag: Das Geheimnis seiner Liebe

„Guido macht nichts aus einer Laune heraus, er ist ein Kopfmensch“, betont seine zwei Jahre jüngere Schwester Gudrun im gleichen Interview: „Wenn er was macht, hat er sich das gut überlegt“, beteuert sie. Vielleicht hat er es deshalb auch geschafft, sich von Menschen zu trennen, die ihm nicht guttun?



Guido Maria Kretschmers Vertraute

Gudrun ist eine von Guido Maria Kretschmers engsten Vertrauten. Schon als Kinder hatten sie eine enge Bindung. „Guido war ein fröhliches Kind, Streit mochte er gar nicht“, verrät seine Schwester. Sie war auch immer froh, wenn der große Bruder sie mitnahm. „Mit Guido war es nie langweilig“, meint sie und das ist bis heute so. Der Designer ist unterhaltsam – im Fernsehen und im echten Leben.

Dass er einmal so berühmt werden würde, war allerdings nicht abzusehen. Er kommt aus dem kleinen Dorf Einen bei Münster. „In meiner Welt, aus der ich komme, sagt man nicht, ich möchte ein berühmter Designer werden“, erzählt Guido Maria Kretschmer heute, „da hätten die gesagt, der spinnt.“ Trotzdem hat er es geschafft: erst zum Hippiemarkt auf Ibiza, von da aus in die Welt der Mode.

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Zukunft bestimmt der Designer selbst

Mittlerweile sammelt er Preise, steht bei Madame Tussauds in Wachs und macht seit zehn Jahren mit tollen Quoten „Shopping Queen“. Mit dem Format hat Guido Maria Kretschmer gezeigt, dass jede Frau – egal mit welcher Kleidergröße – das Zeug dazu hat, die Krone zu gewinnen. Denn das ist dem Designer wichtig: Mode soll nicht von oben herab sein, sondern etwas für jede einzelne Frau tun.

Dass er sich nun weniger zu Dingen überreden lässt, die er gar nicht machen will, kommt auch seiner Zukunftsplanung zugute. Guido Maria Kretschmer will weniger arbeiten, am liebsten nur drei Wochen im Monat, um mehr Zeit für die Dinge und Menschen zu haben, die ihm am Herzen liegen. Dazu gehört seine Familie und sein Mann Frank Mutters (67). Denen kann der Designer vermutlich immer noch keinen Wunsch abschlagen.

Doku über Guido Maria Kretschmer

Wer noch mehr über Guido Maria Kretschmer und sein Leben erfahren will, sollte sich den 17. Juli vormerken. Da zeigt Vox erst ein „Shopping Queen“-Special mit Influencerinnen und anschließend eine Doku über den sympathischen Designer als „Prominent! Spezial“. Ein Jahr wurde Guido dafür mit der Kamera begleitet und wir man ihn kennt, zeigt er sich dort sicher sehr offen.