MusikGary Barlow: Popstar-Dasein ist ‚ungesund‘

Gary Barlow - London - 19 09 24 - Dave Benett - Getty
Der britische Sänger wurde bereits mit 20 Jahren als Teil von Take That berühmt.
Gary Barlow hält es für „höchst ungesund“, in jungen Jahren ein Popstar zu sein.
Der britische Sänger wurde mit nur 20 Jahren als Leadsänger und Songwriter von Take That berühmt. Als sich die Band Ende der 1990er-Jahre erstmals trennte, geriet seine Solokarriere ins Stocken. Gary zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und kämpfte mit Bulimie und Depressionen. Heute verweist er auf die Ausnahmesituation, in der er damals steckte.
Gegenüber der Zeitung ‚Daily Telegraph‘ erklärte der 55-Jährige: „Ich will hier nicht sitzen und meine Handlungen verteidigen. Ein großer Teil dessen, worüber die Leute sprechen werden, ist mein Charakter in den Neunzigern, die Tatsache, dass ich so viel Kontrolle hatte und sie nicht abgeben wollte. Aber man darf nie vergessen: Wir waren wirklich sehr junge Kerle, und keiner von uns kannte die Zukunft.“
Der Musiker sei „extrem ehrgeizig“ gewesen, was sein Umfeld ermutigt habe. „Denn je ehrgeiziger ich war und je mehr Geld ich verdiente, desto mehr Geld verdienten auch andere“, fügte er hinzu. „Die Situation war von Anfang an ungesund – mit 20 ein verdammter Popstar zu sein, ist höchst ungesund. Das lässt sich nicht mit einem normalen Leben vergleichen.“
Take That stehen im Mittelpunkt einer neuen dreiteiligen Netflix-Dokumentation. Der ‚Back for Good‘-Interpret gab zu, dass es schwer gewesen sei, sich die zweite Folge anzusehen, die sich mit den dunkleren Seiten des Ruhms beschäftigt. „Es war wirklich, wirklich schwer auszuhalten. An vieles darin habe ich sehr, sehr lange nicht gedacht, und seit dem Ansehen geht es mir nicht mehr aus dem Kopf“, räumte Gary ein.





