FilmGal Gadot erklärt, warum sie keinen weiteren ‚Wonder Woman‘-Film drehen würde

Gal Gadot attends the Los Angeles Premiere of Amazon MGM Studios' "The Runner" - Getty
Gal Gadot erklärt, warum sie keinen weiteren 'Wonder Woman'-Film drehen würde.
Gal Gadot hat deutlich gemacht, dass sie nicht noch einmal als Wonder Woman vor die Kamera treten möchte, selbst wenn sich die Gelegenheit dazu ergeben sollte. Für ihre Entscheidung spielt vor allem ihr Familienleben eine entscheidende Rolle.
Die 41-jährige Schauspielerin, die mit ihrem Ehemann Jaron Varsano vier Kinder hat, verkörperte die berühmte DC-Heldin in insgesamt vier Filmen. Neben Auftritten in anderen Produktionen übernahm sie die Hauptrolle in den eigenständigen Filmen ‚Wonder Woman‘ und ‚Wonder Woman 1984‘. Ein dritter Teil war zunächst geplant, wurde jedoch auf Eis gelegt, nachdem James Gunn und Peter Safran die Leitung der DC Studios übernommen und die Zukunft des DC-Universums neu ausgerichtet hatten.
Inzwischen erklärt Gadot selbst, dass sie auch unabhängig von den Plänen des Studios keinen weiteren ‚Wonder Woman‘-Film drehen möchte. Der Grund: Die langen Dreharbeiten würden sie zu weit von ihren Kindern entfernen. Im Podcast ‚Happy Sad Confused‘ sagte sie: „Wenn ich jetzt noch einmal ‚Wonder Woman‘ machen würde, bin ich mir nicht sicher, ob ich das in dieser Phase meines Lebens könnte, mit vier Kindern, unterschiedlichen Schulen und all dem.“ Es sei für sie mittlerweile nicht mehr mit ihrem Alltag vereinbar, sich über einen langen Zeitraum vollständig aus dem Familienleben zurückzuziehen. „So lange von ihnen getrennt zu sein, funktioniert für mein Leben zu diesem Zeitpunkt einfach nicht mehr“, erklärte die Schauspielerin.
Auch über ihren Abschied aus dem DC-Franchise sprach Gadot. Dabei deutete sie an, dass sie den Umgang mit anderen Darstellern kritisch beobachtet habe. Als Beispiele nannte sie Henry Cavill, der Superman in ‚Man of Steel‘ spielte, sowie ‚Wonder Woman‘-Regisseurin Patty Jenkins. „Die Situation mit Henry wurde, gelinde gesagt, nicht elegant gelöst. Patty wurde ebenfalls nicht elegant behandelt“, sagte Gadot. Trotzdem blicke sie ohne Groll auf ihre Zeit als Superheldin zurück. „Ich bin unglaublich dankbar, dass ich die Gelegenheit bekommen habe, diese Stiefel zu tragen und zu erleben, wie sehr die Figur gefeiert wurde“, erklärte sie. Wonder Woman gehöre schließlich nicht ihr allein: „Diese Figur bedeutet so vielen von uns unglaublich viel. Sie war nie meine.“
Gadot konzentriert sich inzwischen auf neue Projekte. Dazu gehört der kommende Film ‚Bitcoin‘ von Regisseur Doug Liman, bekannt für ‚The Bourne Identity‘. Bei der Produktion kam unter anderem bei Sets und Beleuchtung künstliche Intelligenz zum Einsatz. Die Schauspielerin räumte ein, dass sie dem Einsatz von KI zunächst mit großer Skepsis begegnete. Ihre Anwälte hätten rund sechs Monate damit verbracht, mögliche Szenarien rund um die Technologie zu prüfen. Vor allem wollte Gadot sicherstellen, dass ihre schauspielerische Leistung nicht durch KI verändert wird. „Ich wollte nicht, dass KI irgendetwas mit meiner Performance zu tun hat“, betonte sie. Die Schutzmaßnahmen seien sogar so umfangreich gewesen, dass die Schauspielergewerkschaft SAG ihre Anwälte kontaktiert habe, um daraus Erkenntnisse für den Schutz anderer Schauspieler zu gewinnen. Trotz ihrer Bedenken will Gadot die Entwicklung nicht ignorieren. „Ich habe Angst vor KI, aber soll ich deshalb Angst haben und wegschauen? Nein“, sagte sie. „Der Zug ist abgefahren. Entweder man arbeitet damit oder man ist komplett aus dem Spiel.“







