FilmRyan Reynolds rettete große ‚Mayday‘-Szene mit einem einzigen Telefonanruf

Ryan Reynolds - August 2024 - AMC Lincoln Square Theater - It Ends With Us premiere - NYC - Getty BangShowbiz
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Ryan Reynolds - August 2024 - AMC Lincoln Square Theater - It Ends With Us premiere - NYC - Getty

Bang ShowbizBang Showbiz | 09.09.2026, 18:00 Uhr

Ryan Reynolds konnte seinen Prominentenstatus nutzen, um eine aufwendige Szene seines Films ‚Mayday‘ doch noch möglich zu machen.
Nachdem eine geplante Parade-Szene kurzfristig abgesagt worden war, rief der 49-Jährige kurzerhand den Bürgermeister von Budapest an und bat ihn, die Entscheidung noch einmal zu überdenken. In der Actionkomödie, die während des Kalten Krieges in den 1980er-Jahren spielt, verkörpert Reynolds einen amerikanischen Piloten, der in Russland abgeschossen wird. Eine der größten Szenen des Films sollte auf dem Heldenplatz in Budapest entstehen, der dabei als Moskauer Roter Platz dient. Für die Dreharbeiten waren rund 1.000 Statisten, 1.000 Crewmitglieder, ein Dutzend sowjetischer Panzer und ein eigens gebautes nukleares Raketenstartfahrzeug eingeplant.

Als die Genehmigung für die Szene überraschend zurückgezogen wurde, griff Reynolds zum Telefon. Die Regisseure John Francis Daley und Jonathan Goldstein begrüßten seinen Einsatz. „Jeder nimmt seinen Anruf entgegen“, sagte Goldstein gegenüber ‚The Hollywood Reporter‘ über die Bekanntheit des Schauspielers. Reynolds selbst nahm die Situation mit Humor. „Einer der obszönen Luxusvorteile und widerlichen Nebeneffekte von Ruhm ist, dass man Leute ans Telefon bekommt, die man sonst niemals erreichen würde“, sagte er. Solange er diesen Vorteil für einen guten Zweck einsetzen könne, wolle er ihn nutzen. Der Anruf zeigte Wirkung: Die ursprüngliche Entscheidung wurde revidiert und die aufwendige Szene konnte schließlich wie geplant gedreht werden.

Daley und Goldstein arbeiten seit Jahren als Regie-Duo und sind überzeugt, deshalb besonders gut vorbereitet sein zu müssen. Da beide gegenüber Schauspielern und Crew eine gemeinsame Linie vertreten müssten, könnten sie sich am Set weniger spontane Meinungsverschiedenheiten leisten als ein einzelner Regisseur. Auch beim Schreiben orientieren sich die beiden stark an natürlicher Sprache. „Während des Schreibens haben wir sogar schon die Stimmen von Ryan und Kenneth im Kopf“, erklärte Daley. Die Vorbereitung müsse besonders detailliert sein, damit beide Regisseure später dieselben Vorstellungen vermittelten.

Reynolds und sein Co-Star Sir Kenneth Branagh zeigten sich von dieser Arbeitsweise beeindruckt. Reynolds lobte, dass die Filmemacher eine vollständige Erzählung und sehr klare Vorstellung von der Geschichte entwickelt hätten. Branagh bezeichnete ihre Vorbereitung als „vorbildlich“. Gleichzeitig seien sie offen für neue Ideen geblieben, ohne ihre grundlegende Vision aus den Augen zu verlieren.

Der ‚Deadpool‘-Darsteller übernahm bei ‚Mayday‘ außerdem so viele Stunts wie möglich selbst. Während eines Kameratests ließ sich Reynolds sogar den Arm anzünden. Goldstein erinnerte sich daran als besonders surrealen Moment. „Wir stehen da, während sein Arm brennt“, erzählte der Regisseur. Für den eigentlichen Dreh gaben die Versicherer allerdings keine Zustimmung zu dem Stunt. Die entsprechende Szene musste deshalb mithilfe visueller Effekte umgesetzt werden.

Als Nächstes arbeiten Daley und Goldstein an einem Drehbuch für einen neuen ‚Star Trek‘-Film, bei dem sie auch Regie führen wollen. Das Projekt soll deutlich düsterer werden als ihre bisherigen Arbeiten. „Wir beschäftigen uns in diesem Film gewissermaßen mit Themen wie Korruption“, erklärte Daley. Trotzdem wollen die Filmemacher nicht mit der grundsätzlich optimistischen Idee des Franchise brechen. Goldstein betonte, dass Gene Roddenberrys Vision einer utopischen Zukunft erhalten bleiben solle. Allerdings könnten einige der Institutionen innerhalb von ‚Star Trek‘ möglicherweise weniger integer sein, als es zunächst den Anschein habe.