FilmAaron Sorkin erklärt, warum Donald Trump in ‚The Social Reckoning‘ nie erwähnt wird

Aaron Sorkin - May 2019 - Photoshot - Drama League Awards Ceremony
Aaron Sorkin betont, dass er "nie darum gebeten wurde", Donald Trump in 'The Social Reckoning' nicht namentlich zu erwähnen.
Aaron Sorkin hat klargestellt, dass er in ‚The Social Reckoning‘ bewusst auf eine namentliche Erwähnung von Donald Trump verzichtet hat.
Der 65-jährige Filmemacher betonte zugleich, dass ihn niemand dazu aufgefordert habe. In seinem neuen Film wird der Sturm auf das US-Kapitol im Jahr 2021 nachgestellt. Damals protestierten Anhänger von US-Präsident Donald Trump gegen die Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden. Trump selbst wird im Film jedoch nicht namentlich genannt. Gegenüber dem Magazin ‚Vanity Fair‘ stellte Sorkin klar: „Ich möchte deutlich machen: Ich wurde nie darum gebeten, Trump nicht beim Namen zu nennen.“
Ein oder zwei Tage nach Abgabe des Drehbuchs habe er sich mit Sony-Pictures-Chef Tom Rothman getroffen, der das Projekt uneingeschränkt unterstützt habe. Sorkin habe ihm von sich aus versprochen, dass weder Trump-Symbole noch der Slogan „Make America Great Again“ im Film zu sehen sein würden. Der Fokus liege stattdessen auf der Rolle von Facebook sowie dem Aufstieg von Spaltung, Extremismus und ausgeprägter politischer Polarisierung in den USA. „Es geht nicht um Rot gegen Blau, auch wenn es natürlich so wahrgenommen werden wird“, erklärte Sorkin.
‚The Social Reckoning‘ erzählt, wie Whistleblowerin Frances Haugen (Mikey Madison) Zehntausende Dokumente veröffentlichte. Daraus ging hervor, dass Facebook über schädliche gesellschaftliche Auswirkungen seiner Plattform informiert war und dass die Seite bei der Verbreitung von Falschinformationen eine Rolle spielte, darunter auch Inhalte im Zusammenhang mit politischer Gewalt.
Nach Veröffentlichung des Trailers fanden zudem einige Nachdrehs statt. Sorkin betonte jedoch, dass diese nicht auf gemischte Reaktionen auf das Filmmaterial zurückgingen, sondern darauf, den Film weiter verbessern zu wollen. Er unterschied zwischen Nachdrehs, die wegen Problemen notwendig würden, und solchen, die dazu dienten, einen bereits gelungenen Film noch besser zu machen. Der ‚The West Wing‘-Schöpfer ergänzte, das Studio habe großen Wert auf Geheimhaltung gelegt. Deshalb durften nur 70 Personen auf dem Studiogelände an Testvorführungen von ‚The Social Reckoning‘ teilnehmen – allesamt Sony-Mitarbeiter. „Das ist keine besonders gute Stichprobe“, scherzte Sorkin.







