Aufatmen nach OP: So sieht der Mann mit Penis-Nase jetzt aus

Tony PolandTony Poland | 07.01.2022, 22:45 Uhr
Aufatmen nach OP: So sieht der Mann mit Penis-Nase jetzt aus
Aufatmen nach OP: So sieht der Mann mit Penis-Nase jetzt aus

Foto: Shutterstock/Prostock-studio

Zum letzten Weihnachtfest erfüllte sich für Conrado Estrada ein ganz großer Traum. Jahrelang litt der US-Amerikaner unter einer deformierten Nase, die wie ein männliches Geschlechtsteil aussah. Ein medizinischer Eingriff veränderte sein Leben.

Schon lange vor Ausbruch der Corona-Pandemie ging Conrado Estrada mit einer Maske durchs Leben. Allerdings nicht aufgrund von Viren, sondern aus Scham. Der 57-Jährige hatte eine deformierte Nase, die ihn zum Hingucker auf der Straße machte. Seine übergroße Nase war nicht nur ein kosmetisches Ärgernis, sondern brachte zusätzlich Probleme im Alltag mit sich.

Bis er rein zufällig dem Chirurgen Dr. Thomas Romo über den Weg lief. Der Spezialist für plastische Rekonstruktion nahm sich dem Problem an und machte aus Estrada einen neuen Menschen.

Alltagsprobleme mit Penis-Nase

Über Jahre hinweg lebte Conrado Estrada in Angst und Scham in Portchester (USA). Seine überdimensional große Nase machte ihm zu schaffen. Denn das Riechorgan glich in Aussehen und Form einem Penis. „Sie starrten mich an“, erzählte er der „New York Post“. „Die Kinder fragten ihre Mütter, was mit mir passiert sei – und ich trug die ganze Zeit eine Gesichtsmaske, um das Problem zu umgehen.“

Außerdem behinderte die riesige Knolle die Atmung, verursachte Schnarchen und war einfach nur im Weg. „Sie hatte meine Lippen erreicht und berührte beim Essen jedes Mal den Löffel, wenn ich einen Bissen nahm.“

Chirurg schenkt Conrado Estrada ein neues Leben

Zum Glück arbeitet Conrado Estrada als Maler. Ein Auftrag führte ihn im Sommer 2021 zufällig ins Haus von Dr. Thomas Romo. Der Leiter der plastischen Gesichtschirurgie am „Lenox Hill Hospital“ in New York erkannte das Unheil sofort. „Das war eine schlimme Sache. Es sah aus, als hätte er einen Penis auf der Nase“, beschrieb er.

Der Arzt schlüpfte ins Kostüm eines Rettungsengels und zog Estrada zur Seite. „Es war eine schwelende Infektion und sie hätte sich einfach weiter ausgebreitet. Es macht mir nichts aus, den Leuten zu sagen, was ich denke. Das muss sein Leben beeinträchtigen, seine Beziehungen zu Menschen und sein Selbstwertgefühl.“

Die entstellte Nase wurde durch ein Rhinophym verursacht. Bei Menschen mit dieser Erkrankung ist die Haut an der Nasenspitze aufgrund vergrößerter Talgdrüsen verdickt, pickelig und löchrig. Eine wirksame Behandlung gibt es dafür nicht. In extremen Fällen kann nur eine Operation helfen.

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Conrado Estrada: „Ich glaube, dass Gott einen Engel geschickt hat“

Es dauerte nur ein paar Tage, bis Conrado Estrada im Operationssaal von Dr. Thomas Romo saß. „Ich hatte seit vielleicht 20 Jahren kein Rhinophym mehr gesehen“, sagte der Chirurg vor dem Eingriff. „Es gibt nicht viele Leute, die wissen, wie man so etwas repariert.“ Normalerweise operiert er unterversorgte Kindern mit Gesichtsfehlbildungen „pro bono“.

„Er sah mich und umarmte mich“, sagte Estrada der „New York Post“. „Er sagte: „Ich werde dir helfen.“ Nur vier Wochen nach der OP konnte Conrado schon wieder arbeiten. Und endlich sein Leben genießen.

 

„Es ist nicht nur die Form seines Gesichts, die sich verändert hat“, urteilte Romo. „Man könnte meinen, er hätte eine olympische Goldmedaille gewonnen“, beschreibt er die Fotos von Estrada nach der Operation. „Die Brust ist raus, das Gesicht ist raus, er ist ein lächelnder Typ. Ich fühle mich großartig für ihn!“

Jetzt, wo die Maske – und seine Nase – aus dem Weg sind, können Freunde und Familie ihren Conrado endlich lächeln sehen. „Ihre Reaktion war enorm. Ich glaube, dass Gott einen Engel geschickt hat, um sich um mich zu kümmern – und so sehe ich auch Dr. Romo.“

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