Bill Kaulitz über Escort-Sex: „So was gehört auch zum Leben dazu“

Bill Kaulitz über Escort-Sex: "So was gehört auch zum Leben dazu"
Bill Kaulitz über Escort-Sex: "So was gehört auch zum Leben dazu"

IMAGO / Steffen Schellhorn

30.01.2021 12:30 Uhr

Bill Kaulitz, Sänger von Tokio Hotel, wurde schon als Teenie zum Star, aber seinen frühen Ruhm konnte Kaulitz nie genießen. "Wenn ich alleine im Auto saß, bekam ich Todesangst".

Neben hysterischer Fanbegeisterung habe es damals auch Morddrohungen gegeben. Mit 15 bekam Kaulitz Polizeischutz. Das habe Panik und Angst in ihm ausgelöst.

Bei Konzerten habe er oft mit Blick ins Publikum gedacht: „Da stehen jetzt vielleicht ebenso so viele Menschen, die mich töten wollen, wie Zahnspangen-Mädchen, die über Sex mit mir fantasieren.“

Kaulitz‘ irres Selbstbewusstsein

Heute glaubt Bill Kaulitz, der seit 2010 gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Tom in Los Angeles lebt, dass sein androgynes Äußeres viel dazu beigetragen habe, dass ihm neben Begeisterung auch Hass entgegenschlug. „Männer hassten mich, weil sie verunsicherte, wie hart sie in der Hose wurden, weil ich hübscher aussah als ihre verlodderte Freundin zu Hause“, erzählte Kaulitz in einem Interview mit dem Hamburger Magazin „Stern“.

Er selbst schwankte in seinen Beziehungen zwischen den Geschlechtern: „Ich hatte Beziehungen mit Männern und mit Frauen. Beides war aufregend.“

Bill sucht noch immer den Partner Leben?

Während sein Bruder Tom 2019 Heidi Klum heiratete, ist Bill Kaulitz selbst immer noch auf der Suche nach dem richtigen Partner fürs Leben. Knapp drei Jahre sei er mit einem Mann aus Los Angeles zusammen gewesen, der heute eine Frau und ein Kind hat. Seine Prominenz habe die Beziehung belastet. „Als wir noch zusammen waren, hat er mich mal nach Deutschland begleitet. Das hat ihm Angst gemacht, wie viel Aufmerksamkeit mir dort entgegenschlägt.“

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„Bill Kaulitz ist eine der
charismatischsten Figuren der Musikwelt.“
Süddeutsche Zeitung

Erkaufter Sex ist normal

Nach dem Scheitern einer Beziehung versuchte sich Kaulitz mit einem männlichen Escort in einem Hotel zu trösten. Auf die Frage, warum ein umschwärmter Popstar wie er für Sex bezahle, antwortet Kaulitz: „Ich habe so viele Freunde, die sich schon mal Sex gekauft haben. Aber irgendwie scheint das immer noch ein Tabu zu sein. Ich habe das auch mal ausprobiert. So what? Ist das jetzt ein Moment, auf den ich besonders stolz bin? Nein. Aber so was gehört auch zum Leben dazu.“ Richtig so.

Er ist schließlich nicht der einzige Prominente, der sich Sex erkaufte.

Am Montag erscheint „Career Suicide: Meine ersten dreißig Jahre“, die erste Autobiografie von Bill Kaulitz.