StarsJesse Eisenberg hielt Schauspielerei einst für einen ‚lächerlichen Beruf‘

Jesse Eisenberg - Feb 2024 - BAFTAs - London - Getty BangShowbiz
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Jesse Eisenberg - Feb 2024 - BAFTAs - London - Getty

Bang ShowbizBang Showbiz | 24.09.2026, 10:00 Uhr

Jesse Eisenberg hielt Schauspielerei einst für einen 'lächerlichen Beruf'.

Jesse Eisenberg hatte lange eine eher kritische Haltung gegenüber seinem eigenen Beruf.
Der 42-jährige Schauspieler bezeichnete die Schauspielerei früher sogar als „lächerlichen Beruf“ und empfand die Branche als zu oberflächlich und zu großzügig gegenüber ihren Stars. Beim Filmfestival von San Sebastián erklärte Eisenberg, er habe eine ausgesprochen negative Meinung über die Schauspielerei gehabt, obwohl er selbst als Schauspieler arbeitete. „Ich dachte einfach: Das ist so ein lächerlicher Beruf. Wir bekommen zu viel Geld. Wir sind eitel“, erinnerte er sich.

Seiner damaligen Ansicht nach würden Schauspieler einen besonders komfortablen Arbeitsalltag genießen. „Wir wollen morgens gut aussehen, wir wollen an den schönsten Orten untergebracht sein, wir wollen bei Dreharbeiten nichts Schweres tragen und anschließend trotzdem die Anerkennung für den gesamten Film bekommen“, sagte Eisenberg. Für ihn habe sich das damals schlicht „nicht fair“ angefühlt.

Seine Sichtweise änderte sich schließlich durch eine Begegnung mit Julianne Moore. Eisenberg erinnerte sich an seinen ersten Film und daran, wie er Moore bei den Proben für eine Szene beobachtete. Dabei wurde ihm erstmals bewusst, wie anspruchsvoll die Arbeit vor der Kamera tatsächlich sein kann. „Sie durchlief einen wirklich tiefen emotionalen Prozess, um sich auf die Szene vorzubereiten“, erzählte der Schauspieler. Während er selbst entspannt gewesen sei und einen Donut gegessen habe, habe Moore intensiv an ihrer Darstellung gearbeitet. „Ich dachte plötzlich: Moment mal, das ist wirklich schwierig.“ Dieser Augenblick habe seine Einstellung grundlegend verändert. „Vielleicht ist Schauspielerei tatsächlich etwas sehr Wertvolles. Vielleicht ist sie schwierig. Vielleicht verlangt sie einem eine Menge ab“, beschrieb Eisenberg seine damalige Erkenntnis. Entscheidend sei gewesen, dass er die Arbeit eines anderen Menschen beobachtet habe und sie dadurch nicht mehr ausschließlich aus seiner eigenen Perspektive betrachtete.

Mit Moore hat Eisenberg inzwischen erneut zusammengearbeitet. Gemeinsam sind sie in seinem neuen Musicalfilm ‚The Debut‘ zu sehen. Eisenberg fungierte bei dem Projekt außerdem als Autor, Co-Produzent und Regisseur. Auch seine Einstellung zu Ruhm und Erfolg hat sich verändert. Eisenberg, der 2010 mit seiner Rolle als Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in ‚The Social Network‘ seinen großen Durchbruch feierte, weiß inzwischen, wie schnell sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit verändern kann. Im Gespräch mit ‚The Independent‘ bezeichnete er Popularität in der Filmbranche als „vergänglich“. Er habe bereits vor seinem Durchbruch erlebt, wie Schauspieler für kurze Zeit besonders gefragt seien und anschließend wieder ihren früheren Status in Hollywood einnähmen. „Du wirst für eine kurze Zeit gefeiert, stehst für ein paar Monate ganz oben auf irgendwelchen Listen und bei Agenturen – und dann kehrst du zu dem Status zurück, den du zuvor in der Filmbranche hattest“, sagte Eisenberg.