Film‚September Afternoon‘-Regisseur liebt vor allem die ‚Banalität‘ in seinen Filmen

Nicolaas Schmidt - Avalon - November 2021 - Munich Germany BangShowbiz
Nicolaas Schmidt - Avalon - November 2021 - Munich Germany BangShowbiz

Nicolaas Schmidt - Avalon - November 2021 - Munich Germany

Bang ShowbizBang Showbiz | 07.08.2026, 18:00 Uhr

Nicolaas Schmidts Regiedebüt 'September Afternoon' feiert am 10. August beim Locarno Film Festival Premiere.

Der deutsche Filmemacher Nicolaas Schmidt ist überzeugt, dass gerade die „Banalität“ das Interessanteste ist, was er in seinen Filmen zeigen kann.
Sein Regiedebüt ‚September Afternoon‘ feiert am 10. August im Wettbewerb ‚Filmmakers of the Present‘ beim Filmfestival von Locarno Premiere. In einer Regie-Notiz zu seinem neuen Film erklärte Schmidt, dass er „Leerlauf“ als „Rohmaterial“ für seine Geschichte nutze. Er schrieb: „Ich dehne alltägliche Momente so lange aus, bis sie in ihrer Leere zusammenbrechen – als Einladung an das Publikum. In einer Zeit beliebiger Außergewöhnlichkeit ist schlichte Banalität verdammt anregend.“

‚September Afternoon‘ erzählt von einem Paar, das sich weigert zu akzeptieren, dass der Sommer vorbei ist. Zur Inspiration für den Film sagte Schmidt gegenüber ‚The Hollywood Reporter‘: „Ich habe selbst einmal eine ähnliche Situation erlebt, die so unerquicklich war, wie sie nur sein konnte. Und ich war hinterher traurig und enttäuscht, dass ich sie nicht gefilmt hatte oder zumindest keinen Freund mit einer Handkamera dabeihatte, der sie hätte aufnehmen können.“

Während der Dreharbeiten wollte Schmidt ursprünglich den Eindruck erwecken, der Wind sei stärker gewesen, als er tatsächlich war. Doch das ungewöhnliche Wetter machte die Arbeit „viel schwieriger als erwartet“. Der Regisseur schilderte: „Meine bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass es den Filmen guttut, wenn manche Dinge anders laufen als geplant. Auch wenn mich das währenddessen enorm stresst, tut es mir unglaublich gut, solche Herausforderungen gemeinsam mit anderen zu meistern.“ Das gebe ihm langfristig mehr Stabilität.

Wer sich von ‚September Afternoon‘ allerdings einen Film erwartet, der aktuellen Trends folgt, wird enttäuscht werden. Schmidt erklärte, dass er sich mit Gleichförmigkeit schwer tue. „Es verunsichert und erschreckt mich, wenn Menschen sich Trends, Moden oder den Launen der Masse – oder einzelner Personen – unterwerfen“, verriet er. „Mir ist bewusst, dass diese Haltung ebenfalls Dinge ausschließt. Aber ich mag keine Anpassung, wenn sie nicht hinterfragt wird und keinen nachvollziehbaren Grund hat.“