Das war‘s mit Streicheln: Viele Katzen haben eine Menschen-Allergie

Das war‘s mit Streicheln: Viele Katzen haben eine Menschen-Allergie
Das war‘s mit Streicheln: Viele Katzen haben eine Menschen-Allergie

Foto: Shutterstock/ Viacheslav Rubel

10.09.2021 13:57 Uhr

Man mag es kaum glauben, aber es gibt tatsächlich Katzen, die gegen Menschen allergisch sind. Durchschnittlich reagieren 2% aller Hauskatzen allergisch auf ihre Besitzer, melden Forscher der Universität Edinburgh. Und das hat nichts mit schlechter Laune oder zu wenig Leckerlis zu tun.

Katzenbesitzer aufgepasst: Wenn ihre Katze allergische Symptome zeigt wie Husten, Keuchen oder Atemnot, kann es sein, dass ihr Vierbeiner allergisch ist. Und zwar gegen SIE !

Das Zusammenleben kann für ihren Liebling schnell zur Qual werden, wenn sie in der Nähe sind. Das ist aber noch lange kein Grund, ihre Katze oder Hund wegzugeben. Warum, erklären wir hier.

Daran erkennt man, ob eine Katze allergisch reagiert

Wenn ihr Samtpfötchen, sobald sie den Raum betreten, Juckreiz, Asthma, oder Nies-Anfälle bekommt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie gegen sie allergisch reagiert. Die Symptome einer Allergie sind bei Katzen ähnlich wie beim Menschen. Was der Katze zu schaffen macht, sind vor allem die menschlichen Haare und Hautschuppen: Auch Hausstaub und Zigarettenrauch können die Allergie verschlimmern.

Das war‘s mit Streicheln: Viele Katzen haben eine Menschen-Allergie

Foto: Shutterstock/ KDdesignphoto

Diese Rassen sind besonders anfällig für Menschen-Allergien

Am schlimmsten trifft es laut schottischen Forschern anscheinend die Siamkatzen. Die grazilen Vierbeiner sind ja allgemein dafür bekannt, etwas empfindlicher als andere Artgenossen zu sein. Als Ursache für die Allergie haben die Forscher kleine Mikrobakterien im Verdacht.

Im Moment wird in dem Uni-Labor in Edinburgh an über 50 Katzen unterschiedlichster Rassen zu diesem Thema geforscht.

„Menschen-Allergie“: Nicht nur Katzen sind betroffen

Leider ist die „Menschen-Allergie“ unter Tieren fast genauso stark verbreitet, wie die „Tierhaar-Allergie“ unter Menschen. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) schätzt, dass immerhin 5 Prozent aller Haustiere, darunter auch Pferde und Vögel, mit Husten, Juckreiz oder Dauerniesen auf Menschen reagieren. Also Vorsicht: Wenn ihr Liebling keine Flöhe hat und immer dann, wenn sie den Raum verlassen, weniger Symptome zeigt, ist das ein Warnsignal für eine „Menschen-Allergie“.

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Foto: Shutterstock/ Magui RF

Das kann man gegen Menschen-Allergie tun

Bei überempfindlichen Haustieren kann, wie auch beim Menschen, eine Inhalationstherapie helfen. Leider schlägt nicht jede Katze oder jeder Hund positiv darauf an. Wenn ihr Vierbeiner immer noch allergisch auf sie reagiert, heißt es wohl: Sich damit abfinden und das beste daraus machen. Denn weggeben will man seinen Liebling ja dann doch nicht. (SeS)