No risk, no funPamela Anderson am berühmten Broadway: Kann sie das überhaupt?

Pamela Anderson stark geschminkt im weißen Kleid
Pamela Anderson stark geschminkt im weißen Kleid

Foto: IMAGO/ MediaPunch

Redaktion KuTRedaktion KuT | 13.04.2022, 18:28 Uhr

An Pamela Anderson haftet immer die Bezeichnung Ex-Baywatch-Star oder Playmate. Nun präsentiert sich die Blondine in einem Musical am Broadway und alle schauen ganz genau hin.

Natürlich ist Pamela Anderson nicht der einzige Star, der immer an seinem größten Erfolg bemessen wird. Aber leider liegt bei der 54-Jährigen besagte Glanzzeit schon dreißig Jahre zurück. Damals war sie das Playmate überhaupt. Und auch in der Serie „Baywatch“, in der sie von 1992 bis 1997 zu sehen war, bestaunten Fans auf der ganzen Welt weniger ihr Schauspieltalent, sondern die gute Figur, die sie im knappen Badeanzug machte.

Die Himbeere neben den Oscars

Aus dieser Nummer kam sie nie wieder raus. Mehr als eine „Goldene Himbeere“ brachte ihre kurze Filmkarriere nie ein. Die gebürtige Kanadierin war und ist eben ein Hingucker, ein Name, der zieht, und mit vier Ehen und einigen Affären eine zuverlässige Lieferantin für Klatschgeschichten. Und nun soll ausgerechnet Pamela Anderson New Yorks Society am Broadway begeistern. Hier ist man Oscar-Niveau gewohnt.

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Am Broadway treten regelmäßig die Größten der Branche auf: Daniel Craig gibt dort gerade „Macbeth“, Hugh Jackman begeistert mit „The Music Man“ und Sarah Jessica Parker spielt mit ihrem Mann Matthew Broderick in der Ehekomödie „Plaza Suite“. Für das preisgekrönte Musical „Chicago“, das mit Catherine Zeta-Jones (52) und Renée Zellweger (52) auch schon verfilmt wurde, ist nun also Pamela Anderson das Zugpferd.

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Blondinen bevorzugt

Frisch blondiert tritt Pamela Anderson in einem engen schwarzen Body und mit Netzstrumpfhosen in der Hauptrolle auf: Die Vaudeville-Tänzerin Roxie Hart ermordet ihren Liebhaber und landet dafür im Knast. Mit Hilfe eines Medienspektakels will sie der Todesstrafe entgehen. Eine Geschichte, wie sie in Hollywood fast an der Tagesordnung ist. Zumindest was das Spiel mit den Medien angeht.

Auch Pamela Anderson ist kein unbeschriebenes Blatt und genau deshalb wohl die richtige Besetzung als Roxie Hart. Statt der üblichen überkochenden Emotionen, mit denen viele Kolleginnen diese Rolle füllen, legt Pamela die Figur eher souverän an, mit einer Weisheit, die durch düstere Erfahrungen gewachsen ist.

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Keine Adele, aber Pamela Anderson

Die „New York Post“ attestiert der Broadway-Debütantin sogar die richtige Portion Humor und ein gewisses Gesangstalent: „Sie wird damit als Headliner vielleicht nicht die Carnegie Hall füllen, aber sie verleiht den Songs eine gewisse Verletzlichkeit und einen Hauch der Flirtkunst einer Marilyn Monroe.“ Vor allen Dingen habe Pamela Anderson alle Töne getroffen.

Das anspruchsvolle Ostküsten-Publikum belohnte Pamela Anderson mit Lachern an den richtigen Stellen und jede Menge Applaus. Ausverkauft sind die nächsten Vorstellungen im Ambassador Theater noch nicht, aber vielleicht muss es sich erst herumsprechen, dass der Star hier weit mehr bietet als einen tiefen Ausschnitt und die hohe Kunst der Schönheitsoperationen. Niemand geht schließlich zu „Chicago“ und erwartet Adele, so die „New York Post“.

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New Yorker Snobs werden schon erwartet

Sicher wird es einige Kritiker und Snobs geben, die auch hier wieder sehen, dass Pamela Anderson keine Renée Zellweger, Melanie Griffith (64) oder Ginger Roger ist, die alle als Roxie Hart brilliert haben, doch Pamela Anderson hat eine besondere Ausstrahlung die so perfekt zu „Chicago“ passt, dass es egal ist, wie gut sie wirklich spielen kann. Ihre Söhne Dylan Lee (24) und Brandon Lee (25) waren bei der Premiere dabei und sind stolz. Vielleicht ist es tatsächlich das Beste, was Pamela Anderson je abgeliefert hat.