FilmAshley Judd kritisiert Frauenbild in ‚Heat‘: ‚So ist das nicht okay‘

Val Kilmer and Ashley Judd in Heat - Avalon BangShowbiz
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Val Kilmer and Ashley Judd in Heat - Avalon

Bang ShowbizBang Showbiz | 02.01.2026, 11:00 Uhr

Ashley Judd blickt kritisch auf den Thriller ‚Heat‘ von 1995 zurück – trotz ihrer Wertschätzung für den Film.
Die 57-Jährige spielte Charlene Shiherlis, die Ehefrau der Figur von Val Kilmer. 30 Jahre später bewertet sie den Film kritisch.

Judd sagte gegenüber ‚Vulture‘: „Ich habe es geliebt, Teil des Films zu sein.“ Er sei ikonisch, doch er spiegele auch eine problematische Realität wider. „Realität ist problematisch“, erklärte sie – und betonte zugleich: „Die Darstellung von Frauen in diesem Film ist nicht okay.“

Judd erzählte, sie und ihr Partner würden ihre Filmografie derzeit chronologisch erneut ansehen. Dabei falle ihr auf, dass sie bestimmte Szenen heute nicht mehr drehen würde. Als weiteres Beispiel nannte sie auch ‚Norma Jean + Marilyn‘: „Da gibt es diese Szene am Roosevelt Hotel … ich ziehe den Badeanzug aus und er nicht.“ Heute würde sie sagen: „Wow, das würde ich heute nicht machen – und ich würde alle darauf ansprechen. Er hätte seine Badehose auch ausziehen müssen, oder wir hätten beide anbehalten sollen.“

Besonders deutlich wurde sie beim Blick auf ‚Kiss the Girls‘. Wenn Menschen ihr sagten, das sei ihr Lieblingsfilm, antworte sie: „Lass uns darüber reden.“ Denn „männliche sexuelle Gewalt und Folter an Frauen ist keine Unterhaltung“. Judd kritisierte zudem, dass man Gewalt häufig als „Resilienz“-Erzählung verpacke, statt die strukturellen Ursachen zu benennen: „Wir sind alle darin verstrickt.“
Sie betonte, sie nehme sich selbst nicht aus: Sie habe damals „mitgemacht“, würde es heute aber nicht mehr tun. Für sie sei diese Rückschau „ein wichtiger Teil des Kommentars – 30 Jahre später“.