StarsÜberraschendes Geständnis: Harald Schmidt versteht die ‚Traumschiff‘-Kritiker

Harald Schmidt - May 2012 BangShowbiz
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Harald Schmidt - May 2012

Bang ShowbizBang Showbiz | 18.03.2026, 14:00 Uhr

Harald Schmidt versteht die 'Traumschiff'-Kritiker.

Harald Schmidt kann die negativen Reaktionen auf ‚Das Traumschiff‘ teilweise verstehen.
Dass die ZDF-Serie seit Jahren regelmäßig Ziel von Spott und Kritik ist, überrascht längst nicht mehr. Umso bemerkenswerter ist es, wenn einer der beliebten Darsteller selbst Verständnis dafür zeigt. Genau das tut Harald Schmidt – und sorgt damit für ein unerwartet selbstkritisches Statement.

Schmidt, der seit Jahren als Kreuzfahrtdirektor Oskar Schifferle Teil der Serie ist, kennt die Vorwürfe nur zu gut. Die Geschichten seien zu seicht, die Dialoge vorhersehbar, die Inszenierung altmodisch – Kritikpunkte, die immer wieder geäußert werden. Und tatsächlich räumt der Entertainer ein, dass an manchen Kommentaren durchaus etwas dran ist. Gleichzeitig begegnet er der Häme mit einer gehörigen Portion Humor. Denn an Bord des ‚Traumschiffs‘ gehe man erstaunlich entspannt mit der Kritik um. „Wir haben bei der Crew großen Spaß, wenn wir uns das gegenseitig zeigen. Weil die Leute haben ja meistens recht, beschreibt er den Umgang der Crew mit bissigen Online-Reaktionen.

Gleichzeitig betont Schmidt, dass das ‚Traumschiff‘ trotz aller Kritik ein funktionierendes Produkt sei. Die Serie erreiche ein großes Publikum und werde von vielen Menschen geschätzt. Und das längst nicht nur von älteren Zuschauern. Gerade seit dem Einstieg von Florian Silbereisen habe sich auch ein jüngeres Publikum angesprochen gefühlt. „Es ist vollkommen egal, warum einer was guckt. Wenn sie es gucken, um Spaß zu haben, indem sie sich parallel Nachrichten schicken, ist es völlig okay“, findet Schmidt im Interview mit ‚3sat-Kulturzeit‘.

Dass er selbst seit einiger Zeit als „Aktiv-Rentner“ betrachtet wird, stört den 68-jährigen Entertainer kaum. Viel habe sich an Schmidts Alltag seit der Absetzung seiner beliebten Late-Night-Show nicht geändert. „Nur ohne Fernsehen“, sei sein Tagesablauf heute strukturiert: „Morgens, sieben Uhr, wird der Deutschlandfunk angemacht. Das höre ich zwei Stunden, dann bin ich gebrieft für den Tag.“