StarsRobert Downey Jr.: Influencer sind nicht die Stars der Zukunft

Robert Downey Jr - CinemaCon 2026 - The Walt Disney Studios Presentation - Getty BangShowbiz
Robert Downey Jr - CinemaCon 2026 - The Walt Disney Studios Presentation - Getty BangShowbiz

Robert Downey Jr - CinemaCon 2026 - The Walt Disney Studios Presentation - Getty

Bang ShowbizBang Showbiz | 08.05.2026, 18:00 Uhr

Robert Downey Jr. hat erklärt, es sei 'absoluter Bullshit', Online-Influencer als die 'Stars der Zukunft' zu bezeichnen, und äußerte die Hoffnung, dass junge Menschen sich andere Karrierewege suchen.

Robert Downey Jr. hat erklärt, es sei „absoluter Bullshit“, Online-Influencer als die „Stars der Zukunft“ zu bezeichnen.
Der ‚Iron Man‘-Darsteller forderte junge Menschen dazu auf, sich von der Vorstellung abzuwenden, mit dem Teilen ihres Lebens in sozialen Medien Karriere machen zu wollen. Gleichzeitig äußerte er die Ansicht, dass die „Herausforderung der Individuation“ in der modernen Welt immer größer werde.

Im Podcast ‚Conversations for our Daughters‘ sagte Downey, der selbst mehr als 58,1 Millionen Follower auf Instagram hat: „Heutzutage können Menschen berühmt werden, ohne jemals viel mehr zu tun, als einfach ihr Handy auf sich selbst zu richten. Ich sehe das nicht als etwas Negatives. Ich sehe es eher so, dass die Herausforderung der Individuation immer größer wird.“ Deshalb hofft er, dass junge Menschen sich trotzdem weiterhin für andere Berufszweige entscheiden: „Hoffentlich wird der größere Teil der Jugend – nennen wir es der Einfachheit halber Amerika – sagen: ‚Ja, aber das ist nicht mein Ding. Ich will etwas tun, ich werde etwas erschaffen, ich will etwas aufbauen, ich will mich weiterbilden und ich möchte mehr Input haben, damit mein Output nicht nur so eine selbstverherrlichende Influencer-Sache ist.'“ Auch, dass Influencer aktuell beliebt sind, hält Robert Downey Jr. für sinnlos und er glaubt nicht, dass das Berufsmodel des Social-Media-Stars echte Zukunftschancen hat: „Wenn ich höre, wie Leute sagen: ‚Oh, die Stars der Zukunft werden Influencer sein‘, dann denke ich: ‚Ich weiß nicht, in welcher Welt ihr lebt, aber ich halte das für absoluten Bullshit.'“

Der 61-jährige Schauspieler, der Sohn Indio (32) mit seiner ersten Frau Deborah Falconer sowie Exton (14) und Avri (11) mit Ehefrau Susan Downey hat, verglich Online-Influencer mit evangelikalen Predigern. Er sagte: „Mein 14-jähriger Sohn ist irgendwie in diese ganze Influencer-Sache hineingeraten, und plötzlich heißt es: ‚Hey, wenn dir gefällt, wie ich dieses Videospiel spiele, möchtest du mir dann eine Spende schicken?‘ Und wirklich, es wird zu einer Religion. Es gibt heute etwas an Influencern, das fast wie die evangelikalen Scharlatane des Informationszeitalters wirkt.“

Allerdings betonte Downey, dass er die Popularität von Social-Media-Stars „nicht wirklich bewertet“ und lobte diejenigen, die er kennengelernt habe, als „coole Menschen“. Er fügte hinzu: „Gleichzeitig ist es anders, weil wir uns in diesem neuen Gebiet bewegen, und es ist irgendwie noch ein Grenzland, deshalb habe ich dazu nicht wirklich ein Urteil. Ich weiß auch, dass ich inzwischen, wenn ich einen Film promote, einige dieser Influencer kennengelernt habe, und viele von ihnen empfinde ich als bodenständig, erfolgreich und cool.“

Trotz seiner eigenen enormen Fangemeinde versucht der ‚Sherlock Holmes‘-Darsteller, „nicht zu tief in den Kaninchenbau hineinzurutschen“ und Inhalte nur für Likes zu erstellen, weil er „nicht konsumiert werden möchte“.