MusikBilly Joel hörte mit dem Schreiben von Pop-Songs auf, um nicht ‚wahnsinnig zu werden‘

Billy Joel - Melbourne Cricket Ground 2022 - Avalon BangShowbiz
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Billy Joel - Melbourne Cricket Ground 2022 - Avalon

Bang ShowbizBang Showbiz | 15.07.2026, 14:00 Uhr

Der Musiker enthüllt, wieso er damals den Entschluss fasste, keine weiteren Pop-Alben zu veröffentlichen.

Billy Joel hörte vor mehr als drei Jahrzehnten mit dem Songwriting auf, weil er sein „Vermächtnis nicht verwässern“ wollte.
In einem neuen YouTube-Interview mit Rick Beato erklärte der 77-Jährige, dass er nach der Fertigstellung seines Albums ‚River of Dreams‘ im Jahr 1993 wusste, dass seine Zeit als Pop-Songwriter vorbei war. „Ich war verheiratet, ich hatte ein Kind. Ich wollte mich nicht mehr wie ein Mönch in eine Höhle zurückziehen und mich nur noch dem Schreiben widmen. Ich hatte es zwölfmal gemacht und dachte: ‚Weißt du was? Die Beatles hatten zwölf Alben.‘ Und das war für mich einfach genug“, erklärte er.

Der ‚Piano Man‘-Sänger wollte nicht zu einem weiteren Künstler werden, dessen Karriere langsam an Bedeutung verlor. „Vielleicht sind sie nicht mehr so gut wie früher oder nicht mehr so motiviert wie damals, aber am Ende läuft es einfach langsam aus. Ich wollte nicht auf diese Weise weitermachen … Manchmal Nein zu sagen, ist wirklich schwer“, räumte er ein. Obwohl er keine weiteren Pop-Alben mehr veröffentlichte, hörte Billy nicht vollständig auf, Musik zu machen. 2001 brachte er sein klassisches Album ‚Fantasies and Delusions‘ heraus und kehrte 2024 mit der eigenständigen Single ‚Turn the Lights Back On‘ zurück. „Ich wollte nicht einfach weiter ein totes Pferd reiten und nur deshalb gespielt werden, weil ich Billy Joel bin“, stellte er klar.

Der Musiker erklärte, dass der Druck, an seine eigenen früheren Erfolge anzuknüpfen, irgendwann unerträglich geworden sei. „Man kommt an einen Punkt, an dem man es nicht mehr schaffen kann. Man hat alles ausgeschöpft, man hat ein so hohes Niveau erreicht, dass man es nicht erträgt, dieses Niveau nicht mehr zu erreichen, und man hasst sich selbst“, enthüllte er. „Man macht sich selbst fertig.“ Diesem Selbsthass habe er sich nicht länger aussetzen wollen.

Der ‚Uptown Girl‘-Interpret gab zu, dass er sogar andere Musiker vor der emotionalen Belastung gewarnt habe, die das Streben nach Perfektion mit sich bringen kann. „Du solltest besser lernen, mit dem Songwriting aufzuhören, denn es wird dich verrückt machen. Du wirst wahnsinnig werden“, schilderte er.