Film‚Thelma and Louise‘ veränderte Geena Davis‘ Blick auf die Darstellung von Frauen in der Unterhaltungsbranche

Geena Davis - February 2020 - Avalon - Academy Awards
Der Kultfilm inspirierte die Schauspielerin dazu, sich für mehr Frauen auf der Leinwand einzusetzen.
‚Thelma and Louise‘ hat Geena Davis‘ Verständnis dafür geschärft, wie Frauen in der Unterhaltungsbranche dargestellt werden.
Der Krimi-Abenteuerfilm aus dem Jahr 1991 zeigte der Schauspielerin, wie selten Frauen starke, selbstbestimmte Figuren verkörpern, die eine Geschichte vorantreiben. Dadurch wurde Davis die mangelnde weibliche Repräsentation in Film und Fernsehen noch bewusster. In der neuesten Folge des Podcasts ‚Armchair Expert with Dax Shepard‘ erzählte die 70-Jährige, wie ‚Thelma and Louise‘ ihre Art verändert habe, gemeinsam mit ihren drei Kindern Filme und Serien anzusehen. Aus der Ehe mit ihrem Ex-Mann Reza Jarrahy hat sie Tochter Alizeh (24) sowie die 22-jährigen Zwillingssöhne Kaiis und Kian.
Über Alizeh sagte sie: „Das allererste, was ich ihr gezeigt habe, war eine Vorschulserie. Sie saß auf meinem Schoß, und ich dachte: ‚Oh, das ist großartig. Eine Kindersendung.‘ … Aber sofort fiel mir auf, dass es offenbar viel mehr männliche Figuren gab.“ In der ganzen Besetzung habe es nur eine weibliche Figur gegeben. „Da dachte ich: ‚Nun, das ist seltsam'“, erzählte die ‚Beetlejuice‘-Darstellerin.
Davis lieh anschließend ein Video für ihre Tochter aus und bemerkte erneut den Mangel an weiblichen Figuren. Die Oscar-Preisträgerin fuhr fort: „Es war zwölf Jahre nach ‚Thelma and Louise‘. Ich ging davon aus, dass sich das inzwischen verbessert hatte … Ich dachte: ‚Moment mal, wir bringen Kindern also von der ersten Minute an unbewusste Geschlechtervorurteile bei.'“
‚Thelma and Louise‘ erzählt die Geschichte der beiden titelgebenden Frauen, die auf der Flucht sind, nachdem Kellnerin Louise (Susan Sarandon) Harlan Puckett (Timothy Carhart) erschießt. Dieser hatte zuvor versucht, Thelma (Davis) zu vergewaltigen. Der Film inspirierte Davis dazu, 2004 das Geena Davis Institute on Gender in Media zu gründen – eine gemeinnützige Organisation, die sich für eine gleichberechtigte Darstellung in den Medien einsetzt. „Und ich glaube, es liegt an ‚Thelma and Louise‘, dass mein Bewusstsein dafür geschärft wurde, wie Frauen dargestellt werden“, erzählte der Star. „Denn Frauen hatten so wenige Möglichkeiten, einen Film zu verlassen und sich durch die weiblichen Figuren darin gestärkt zu fühlen.“







